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Österreich: Apfelpreis auf Talfahrt, Vermarktungsdruck nimmt zu

22. Oktober 2018

Die Apfelernte läuft wie geschmiert. Kaum Beeinträchtigungen durch unerwünschte Wetterereignisse und Rekordbehang bescheren unseren Apfelproduzenten Rekordernten. Auf heimische Anlagen wurden im September entsprechend viele Hände gebraucht. Frühe Sorten wie Summerred und Gravensteiner sind gepflückt und hoffentlich vermarktet, heisst es im aktuellen AMA-Marktbericht Obst und Gemüse - September 2018. 

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Durch die intensive Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten waren Überschneidungen mit den Anschlusssorten mehr die Regel als Ausnahme, denn Lagerware wie Gala, Jonagold, Elstar & Co. reiften heuer ungewöhnlich früh. Optische und sensorische Qualitäten sind dabei sortenübergreifend äußerst zufriedenstellend. Die Verkaufspreise weniger. Laut Preiserhebungen der Agrarmarkt Austria, welche aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden darf, notierten im September Großhandelspreise für Tafeläpfel KL.I durchschnittlich 35 % unter dem korrespondierenden Wert des Vorjahres.

Bei Pressobst konventionell schaut es ähnlich aus. Hatte letztes Jahr in KW 38 der Kilo Pressobst im Schnitt noch 0,20 EUR/kg gekostet, fanden heuer Chargen über 0,13 EUR/kg Abgang keine Abnehmer mehr. Mit zunehmenden Vermarktungsdruck, auch auf europäischer Ebene, wird sich der Marktpreis entsprechend anpassen. Nordöstliche Mitbewerber bieten Tafeläpfel KL I,13 kg, 2-lagig gelegt für EUR 0,45/kg, Industrieware für 0,06 EUR/kg an. Unverhandelt, versteht sich.

Quelle: Agrarmarkt Austria - Marktbericht Obst und Gemüse - September 2018

Veröffentlichungsdatum: 22.10.2018

Schlagwörter

Österreich, Apfel, Preise, Vermarktungsdruck, fruchthandel