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Optische sortierung von Rosenkohl: Trypol Pack setzt auf TOMRA

17. Juni 2019

Trypol Pack ist ein Zusammenschluss belgischer Bauern in Flandern, die auf Rosenkohl spezialisiert sind. Ihre Ware ist herausragend und dank der Unterstützung durch die Sortieranlage von TOMRA können sich die europäischen Kunden auch auf beste Qualität verlassen.

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„Wir wollten möglichst viel automatisieren. Denn die Sortierarbeit ist mühsam und ermüdend – entsprechend schwierig ist es, Arbeitskräfte zu finden“, erklärt Evelien Vanlerberghe von Trypol. Die TOMRA Sortieranlage ermöglicht ein herausragendes Qualitätslevel. Foto © TOMRA

Rosenkohl ist eine belgische Spezialität und hat seinen Ursprung vermutlich 1685 in der Stadt Saint-Gilles in der Nähe von Brüssel. Hier ist er als eine Kreuzung verschiedener Kohlsorten entstanden. Sein Name ist also kein Zufall. Denn “Choux de Bruxelles”, wie Rosenkohl in seinem Herkunftsland heißt, bedeutet so viel wie „Brüsseler Kohl”. In den letzten Jahren ist Rosenkohl sehr populär geworden und gilt heute als „Super Food“. Sogar seltene Arten tauchen zunehmend wieder auf, wie violetter Rosenkohl oder Flower Sprout (eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl). Letzterer ist beliebt als origineller und extravaganter Tischschmuck. Dessen ungeachtet bleibt die Nachfrage saisonal: Rosenkohl ist und bleibt ein typisches Wintergemüse.

Den Anforderungen großer Partner für Vertrieb und Verarbeitung gerecht werden


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Trypol Pack ist ein Zusammenschluss belgischer Bauern in Flandern, die auf Rosenkohl spezialisiert sind. Optische Sortierung ist effizienter als die manuelle Sortierung, bei der das menschliche Auge müde wird und Fehler macht. Foto © TOMRA

Trypol Pack ist 2008 aus einem Familienbetrieb entstanden, der auf den Anbau von Rosenkohl spezialisiert war. Ziel war es, die Ernte nicht nur als lose Massenware für die Lebensmittelindustrie attraktiv zu gestalten, sondern − verpackt in Netzen − auch für den Frischemarkt. Die Verpackung war es auch, die Trypol Pack den Zugang zu Supermärkten als Vertriebskanal ermöglichte, wobei die Verluste geringer sind als bei Schüttgut. Dazu kommt, dass die Verpackung der Produkte ihre Haltbarkeit deutlich erhöht.

Die Ware wird nun in drei benachbarte Exportmärkte geliefert: Frankreich, die Niederlande und Deutschland. Insgesamt gehen 80 Prozent der Produktion in den Export, nur 20 Prozent bleiben in Belgien.

Die Rosenkohl-Ernte beginnt im September, die ersten Lieferungen sind für den Frischemarkt bestimmt. Ab November wird dann für die Lebensmittelindustrie für Tiefkühl- und Konservenprodukte geerntet. Die Kombination der zwei verschiedenen Absatzmärkte ermöglicht die Optimierung der Ernte- und Produktionsprozesse. Denn während die großen Rosenkohl-Sprossen (mehr als 30 mm Durchmesser) dem Frischemarkt vorbehalten sind, gehen die kleineren (15 – 35 mm Durchmesser) in die Lebensmittelindustrie.

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Trypol nutzt optische Sortiermaschinen von TOMRA. Die Anlage hat eine Kapazität von 10 Tonnen pro Stunde. Foto © TOMRA

Halbierter Personalbedarf in der Produktionslinie durch den Einsatz optischer Sortierung

Seit 2017 setzt Trypol eine optische Sortiermaschine von TOMRA ein. Die Anlage hat eine Kapazität von 10 Tonnen pro Stunde. „Wir wollten möglichst viel automatisieren. Denn die manuelle Sortierarbeit ist mühsam und ermüdend – entsprechend schwierig ist es, Arbeitskräfte zu finden“, erklärt Evelien Vanlerberghe von Trypol. „Wir setzen die Sortiermaschine von TOMRA ein, um unverkäufliche Ware, aber auch Fremdkörper – wie zum Beispiel Steine und andere Verunreinigungen ¬– zu erkennen und aus dem Erntestrom auszusortieren.“

„Mit der TOMRA Sortieranlage konnten wir unseren Personaleinsatz für die Sortierung erheblich reduzieren. Wo früher 15 Mitarbeiter im Einsatz waren, reichen heute acht aus“, erklärt sie weiter.

Darüber hinaus ermöglicht die Sortierung mit der optische Sortieranlage von TOMRA ein neues Level an Qualität. Denn anders als das menschliche Auge, wird sie nicht müde und macht keine Fehler.

Die Anlage ist sehr anwenderfreundlich. Da die Farben und Charakteristika der verschiedenen Rosenkohl-Sorten sehr unterschiedlich sind, sind viele unterschiedliche Programme in der Maschine hinterlegt. Über einen Touchscreen kann der Nutzer in wenigen Sekunden das passende Programm zu seiner Ernte auswählen. Die Bedienung ist sehr einfach − und falls doch Fragen auftauchen, steht der Kundenservice von TOMRA jederzeit zur Verfügung.

Als nächsten Schritt plant Trypol den Einsatz einer optischen Sortieranlage direkt bei der Ernte auf dem Feld. Schon dort den Produktstrom zu optimieren und zu bereinigen, ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Steigerung der Produktionseffizienz.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Video:
https://video.tomra.com/customer-testimonial-trypol-pack

Quelle: TOMRA

Veröffentlichungsdatum: 17.06.2019

Schlagwörter

Optisch, Sortierung, Rosenkohl, Trypol Pack, TOMRA