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Ökofläche in Niedersachsen steigt um 1.200 Hektar

13. Juli 2016

Nach jahrelanger Stagnation ist 2015 erstmals die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Niedersachsen um 1.200 Hektar auf jetzt rund 72.500 Hektar gestiegen. Mit mehr als 1.500 Bio-Höfen im Land wurde Ende 2015 eine Rekordzahl bei den Erzeugern erreicht, es ist ein Zuwachs von 7,6 Prozent in einem Jahr. Dies bestätigen aktuelle Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Bildquelle: Shutterstock. Bio Obst

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Hinzu kommt: Die Zahlen für 2016 lassen ein noch größeres Flächenwachstum im Öko-Bereich erwarten. So haben im ersten Halbjahr bereits mehr als 70 Betriebe einen Antrag auf Umstellung ihrer Produktion gestellt - mit einer angemeldeten Fläche von rund 4.200 Hektar. Ein Großteil davon sind Michviehbetriebe. „Damit wäre ein neuer absoluter Höchststand bei der Ökofläche erreicht", so Agrarminister Meyer.

„Wir freuen uns sehr über diese positive Entwicklung in Richtung einer nachhaltigen und tierschutzgerechten Landwirtschaft", so Meyer. „Wir haben in den vergangenen Jahren konsequent an der Förderung des Ökolandbaus festgehalten und werden die Prämien weiter erhöhen. Wir sind auf einem guten Weg, um mit Öko-Produkten aus Niedersachsen die stark wachsende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln zu bedienen."

Beim Bio-Obst gehört Niedersachsen seit Jahren ebenfalls zu den Hauptanbaugebieten

Bereits 2014 kamen mehr als die Hälfte aller deutschen Bio-Äpfel aus Norddeutschland, im vergangenen Jahr wurden hier rund 20.000 Tonnen davon geerntet. So bewirtschaften mehr als 50 in Niedersachsen ansässige ökologische Obstbaubetriebe eine Fläche von rund 1.100 Hektar. Im Alten Land wird mittlerweile mehr als zehn Prozent der Obstanbaufläche ökologisch bewirtschaftet.

Erstmalig über 1.500 Bio-Betriebe - Niedersachsen will Förderprämien nochmals erhöhen

Um den Ökolandbau weiterhin nachhaltig zu fördern, will Agrarminister Meyer die Förderprämienen nochmals anheben. Die Prämie für die Umstellung wurde seit 2013 bereits in zwei Stufen von 262 auf 364 Euro, die sogenannte Beibehaltungsprämie von 137 auf 234 Euro - jeweils pro Hektar - erhöht. Noch im Jahr 2016 soll nun die Umstellungsprämie auf 403 Euro und die Beibehaltungsprämie auf 273 Euro steigen, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Kommission. Die Umstellungsprämie erhält ein Landwirt während der zweijährigen Umstellung seines Betriebes von konventioneller auf Öko-Landwirtschaft. Anschließend bekommt er die Beibehaltungsprämie.

Das Landwirtschaftsministerium wird in diesem Zusammenhang demnächst einen erweiterten „Aktionsplan Ökolandbau Niedersachsen" vorstellen. Hierzu werden gemeinsam mit dem Handel, den Erzeugern und Verarbeitern konkrete Projekte zur Weiterentwicklung einzelner Marktsegmente wie Eier und Geflügel, Obst und Gemüse, Schweine und Rindfleisch erarbeitet. Zudem wird der Ökolandbau jetzt verbindlich in die landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung integriert.

Quelle: ML Niedersachsen

Veröffentlichungsdatum: 13.07.2016

Schlagwörter

Ökofläche, Niedersachsen, Hektar