Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Obstproduktion Österreich 2016: Gesamtmenge wegen Frost stark gesunken

28. November 2016

Die diesjährige Produktion von Tafelobst aus Erwerbsanlagen (ohne Holunder und Aronia) belief sich laut Statistik Austria auf 84.200 t. Das entspricht ungefähr dem Drittel einer Normalernte (Zehn-Jahres-Mittel) und gegenüber der Vorjahresmenge einem Minus von 67%.

Bildquelle: Shutterstock.com Aprikosen Marillen
Bildquelle: Shutterstock.com

Verantwortlich für die schlechte Ernte ist in erster Linie der Frühjahrsfrost, der große Schäden, vor allem im steirischen Anbau, verursachte. Nahezu alle Obstarten waren betroffen. Das wenige Tafelobst, das heuer geerntet werden konnte, wies außerdem Qualitätsmängel wie Frostringe, Fruchtdeformationen oder innere Fäulnis bei Kernobst auf.

Kernobst aus Erwerbsanlagen erbrachte eine Erntemenge von 65.600 t, das waren um 71% weniger als im Vorjahr. Verglichen mit dem Zehn-Jahres-Mittel entsprach die Erntemenge einer stark unterdurchschnittlichen Produktion (-69%). Von der Gesamtmenge waren 93% Äpfel (60.800 t, -72% zu 2015), wovon wiederum 58% aus steirischen Kulturen stammten. Die Birnenernte erbrachte 4.800 t (-52%).

Auch bei Marille wesentlich geringere Erträge

Bei Steinobst wurde immerhin die Hälfte einer Normalernte erzielt. Die Produktion belief sich auf 6.600 t, was einem Minus von 50% zum Vorjahr entspricht. Bei Marillen wurde eine Erntemenge von 4.200 t erreicht (-39%), wobei die Erträge je nach regionaler Lage stark variierten - von vergleichsweise sehr guten Hektarerträgen bis zum frostbedingten Totalausfall der Ernte in Teilen der Wachau. Die heurige Zwetschkenernte wird mit lediglich 840 t (-66%) beziffert. Kirschen und Weichseln erbrachten in Summe 780 t (-61%).

Beerenobst: Unterdurchschnittliches Ergebnis

Bei Beerenobst (ohne Holunder und Aronia) wurden vergleichsweise die geringsten Ausfälle verzeichnet. Es wurde aber auch hier mit einer Menge von 11.900 t nur ein unterdurchschnittliches Ergebnis erreicht (-32% zum Zehnjahresmittel); im Vergleich zu 2015 wurde ein Minus von 29% verzeichnet. Mit einem Anteil von rund 80% erbrachten Erdbeeren eine Ernte von 9.800 t (-27% zu 2015). Darüber hinaus wurden 790 t Ribiseln (-53%), 640 t Himbeeren (-22%) und 660 t Kulturheidelbeeren (-22%) geerntet.

Die Erntemenge von Aroniabeeren, die heuer erstmals erhoben wurde, belief sich auf 1.400 t. Diese Früchte werden hauptsächlich zu Säften oder Marmelade verarbeitet, aber auch zur Farbstoffgewinnung verwendet. Bei Holunder, dessen Früchte vornehmlich in der Lebensmittelfarbstofferzeugung Verwendung finden, betrug die Ernte 6.900 t und somit knapp 80% der Vorjahresmenge. Walnüsse hingegen fielen fast überall dem Frost zum Opfer, sodass bundesweit nur eine Produktion von 85 t verzeichnet werden konnte, das ist ein Minus von 90%. 

Quelle: Statistik Austria

Veröffentlichungsdatum: 28.11.2016

Schlagwörter

Obstproduktion, Menge, Frost