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Oberelbe Häfen bleiben auf Kurs – Trimodalität ist gefragt

31. Januar 2018

Die trimodale Aufstellung des Hafenverbundes SBO (Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH) sorgte dafür, dass die sechs Binnenhäfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und der Tschechischen Republik sowie der brandenburgische Hafen Mühlberg das Ergebnis von 2016 trotz widriger Transportbedingungen leicht steigern konnten.

Oberelbe Häfen bleiben auf Kurs – Trimodalität ist gefragt. Foto © Hafen Hamburg / SBO
Oberelbe Häfen bleiben auf Kurs – Trimodalität ist gefragt. Foto © Hafen Hamburg / SBO

Insgesamt wurden 2,66 Millionen Tonnen Güter (+ 1 %) umgeschlagen, ohne den baubedingt ruhenden Umschlagbetrieb im Hafen Torgau. Zum Hafenverbund gehören die Binnenhäfen in Dresden, Riesa, Torgau, Mühlberg, Decin, Lovosice und Dessau-Roßlau.

Ein absolutes Rekordergebnis für sich ist der Containerumschlag im Hafen Riesa. 2017 wurden 42.907 TEU (Containereinheiten) umgeschlagen – ein Plus von 4.920 TEU (+ 13%) gegenüber 2016. Damit wurde das beste Ergebnis seit Bestehen des Containerterminals erzielt. Die Container werden zweimal wöchentlich mit der Elbe-Container-Linie ECL2000 und fünfmal wöchentlich mit der Ganzzugverbindung AlbatrosExpress zwischen Riesa und Hamburg/Bremerhaven transportiert. Grundlage für die positive Entwicklung des Containerumschlages im Hafen Riesa ist das Anbieten von ganzheitlichen logistischen Lösungen für die angesiedelten Unternehmen und Kunden. In der temperaturgeführten Containerservicehalle werden „Leistungen rund um den Container“ angeboten. Das Portfolio reicht von Reparaturen, Reinigungen, Sonderbau und Handel von Containern über den Einbau von Inlets und Spezialeinbauten bis hin zu Be- und Entlabelung, dem Containerstauen und -packen sowie der Kommissionierung für Kunden.

Eine Steigerung von 12 % (+ 90.000 Tonnen) war beim Güterverkehr per Eisenbahn zu verzeichnen. Dabei konnten besonders die Häfen Riesa (+ 11,5 %), Roßlau (+ 36 %), Decin (+ 171 %) und Lovosice (+ 10,5 %) zulegen. Per Eisenbahn wurden vor allem Container, Schrott, Düngemittel und Stahlbleche transportiert.

Von Mai bis Oktober hatten die Oberelbe-Häfen mit den anhaltenden niedrigen Wasserständen der Elbe zu kämpfen. Dadurch sank der Güterumschlag per Binnenschiff um 17 % auf knapp 195.000 Tonnen. Zu den per Binnenschiff transportierten Gütern gehörten Container, Getreide, Flussspat, Sojaschrot, Stahlprodukte, Schrott und Projektladungen.

Quelle: Hafen Hamburg Marketing e.V./SBO

Veröffentlichungsdatum: 31.01.2018

Schlagwörter

Oberelbe, Hafen, Logistik