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Nördliche Seeroute auch für den Hamburger Hafen von Interesse

30. April 2019

Für das russische Staatsunternehmen Rosatom bietet die insgesamt rund 4.800 Kilometer lange Nördliche Seeroute (NSR) ein enormes Potenzial für den Schiffsverkehr und den Transport von Gütern. So wurden im Jahr 2018 nach Auskunft von Rosatom rund 20,2 Millionen Tonnen Güter auf dem arktischen Seeweg transportiert.

Hamburger Hafen © HHLA_Dominik Reipka
Hamburger Hafen © HHLA/Dominik Reipka

Die ganzjährige Schiffbarkeit entlang der NSR soll nach Vorstellung der russischen Entwicklungsbehörde bis 2030 erreicht werden. Dann könnte auch containerisierte Fracht und Massengut auf der NSR zum Beispiel von China und Russland die kürzere Route nach Hamburg nehmen. Erste Testtransporte verliefen erfolgreich. Die russische Seite rechnet bereits bis 2024 mit einer Steigerung der transportierten Güter auf 92,6 Millionen Tonnen.

Im Rahmen des Deutsch-Russischen Logistikworkshop in Moskau, auf der sich Hafen Hamburg Marketing (HHM) gemeinsam mit Unternehmen der Logistik- und Verkehrswirtschaft präsentierte, wurde zwischen der Unternehmensgruppe Rosatom, vertreten durch Kirill Komarov, Direktor der Atomic Energy Power Corporation, und Ingo Egloff, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing e.V., ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit zwischen den Häfen entlang der NSR und den Häfen der Metropolregion Hamburg stärken und ausbauen.

In der Vereinbarung verständigten sich die Partner auf einen intensiveren Austausch von Informationen und Erfahrungen sowie die gemeinsame Konzipierung und Implementierung von internationalen Kooperationsprojekten. Auch die weitere Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Transportangeboten zwischen Nordeuropa und Russland unter Einbeziehung von China ist Bestandteil des MoU.

Quelle: Hafen Hamburg

Veröffentlichungsdatum: 30.04.2019

Schlagwörter

Nördliche Seeroute, Hamburger Hafen