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NL: Bürgerorganisationen fordern Umkehr der MWSt-Erhöhung auf O&G

19. September 2019

Seit der Erhöhung des MWSt-Satzes von 6 auf 9% hat der Konsum von Obst und Gemüse in der Niederlande stagniert. Supermärkte verkauften 2% weniger Obst und nur 1% mehr Gemüse. Rund 10% der Verbraucher sagen, sie kaufen weniger Obst und 14% weniger Gemüse infolge einer MWSt-Erhöhung.

Bildquelle: Shutterstock.com Obst
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Das ergibt sich aus Marktzahlen von der Forschungsagentur IRI und von zusätzlicher Verbraucherforschung, die von GroentenFruit Huis, der Dachorganisation des niederländischen Obst- und Gemüsesektors, in Auftrag geben wurde.

Die Zahlen wurden am Donnerstag, dem 12. September, während des Starts der Kampagne „Gesunde Lebensmittel für Jeden“ bekannt gegeben. Rund 20 Bürgerorganisationen, darunter die Herz-Stiftung, der Diabetes-Fonds, Interessengruppen und Wissensinstitutionen, wollen die Verbraucher ermuntern, gesünder zu essen. Sie wenden sich deshalb an die Regierung, die MWSt-Erhöhung für Obst und Gemüse umzukehren oder andere Maßnahmen zu ergreifen.

Als ein Ergebnis der MWSt-Erhöhung für Obst und Gemüse fällt insbesondere die niedrigere Einkommensgruppe zurück, mit all den negativen Folgen für Gesundheit und Nachhaltigkeit, unter anderem. Im Durchschnitt werden weniger als 57% der täglich empfohlenen Menge an Obst und Gemüse (250 g Gemüse und 200 g Obst pro Tag) gegessen. Jeder Niederländer, ob groß oder klein, reich oder alt, hat denselben Bedarf nach „Gesunden Lebensmitteln“, heißt es. Der Durchschnitt liegt nun bei 131 g Gemüse und 113 g Obst pro Person.

Die jüngsten Zahlen von IRI bestätigen erneut, je höher das verfügbare Einkommen pro Haushalt, desto größer der Einkauf von Obst und Gemüse.

Quelle: GroentenFruit Huis

Veröffentlichungsdatum: 19.09.2019

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