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Niederländische Supermärkte streben nach Existenzminimum bei Lohn in Bananensektor

12. November 2019

Die Mehrheit der niederländischen Supermärkte vereinte am 6. November ihre Kräfte, um ein Existenzminimum bei dem Lohn für Bananenarbeiter in der internationalen Produktionskette sicherzustellen. Die zusammenarbeitenden Einzelhändler wollen die Lücke zwischen den aktuell gezahlten Löhnen und dem Existenzminimum für ihr gesamtes Sortiment um mindestens 75% innerhalb von fünf Jahren verringern.

Bildquelle: Shutterstock.com BAnanen
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Die Verpflichtung wurden mit Unterstützung von IDH, The Sustainable Trade Initiative, Albert Heijn, Superunie, Boni, Boon, Coop, Deen, Hoogvliet, Jan Linders, Jumbo, Plus, Poiesz, Sligro, Spar, Vomar und der niederländischen Lebensmitteleinzelhandelsvereinigung (CBL) unterzeichnet. Das Engagement ist Teil des niederländischen Abkommens für den Lebensmittelproduktsektor über International Responsible Business Conduct (IRBC).

Das Ziel der Supermärkte ist, bis 2025 vor allem Bananen zu verkaufen, die von Plantagen bezogen werden, die ihren Arbeitern ein Existenzminimum zahlen. Die zusammenarbeitenden Einzelhändler wollen die Lücke zwischen den aktuell gezahlten Löhnen und dem Existenzminimum für ihr gesamtes Bananensortiment um mindestens 75% innerhalb der nächsten fünf Jahre reduzieren und jedes Jahr um mindestens 10%. Die Einzelhändler können die Salary Matrix nutzen, die von IDH zur Verfügung gestellt wurde, um den Unterschied zwischen den aktuellen Löhnen und dem Existenzminimum zu berechnen.

„Obwohl viele Arbeiter den lokalen Mindestlohn verdienen, ist er fast unter der Existenzgrenze. Die Supermärkte könnten nicht alles alleine ändern, aber gemeinsam können wir eine Veränderung machen“, sagte Jordy van Honk, Programmdirektor bei IDH.

Bananen sind die in Supermärkten weltweit am meisten verkauften Früchte. Diese Bananen werden in Ländern wie Costa Rica, Ecuador und Kolumbien bezogen.

IDH wird weiter andere interessierte private Sektorparteien einladen, um bei dem Banana Retail Commitment mitzumachen, wie Supermärkte in anderen Ländern außerhalb der Niederlande. Das wird die positive Auswirkung auf den Existenzmindestlohn erhöhen.

Den beteiligten Supermärkten zufolge ist das Banana Retail Commitment ein wichtiger Meilenstein für eine nachhaltigere Lieferkette und Risikoverringerung. „Wenn wir erfolgreich sind, haben wir den Weg für andere Produkte geebnet.“

Quelle: IDH

Veröffentlichungsdatum: 12.11.2019

Schlagwörter

Niederlande, Supermärkte, Existenzminimum, Lohn, Bananensektor