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NexTrust: LTL-Kooperation im Tiefkühlsegment reduziert CO2-Emissionen deutlich

12. April 2018

Die Hersteller von Tiefkühlprodukten Ysco, Greenyard and Agristo, die den Europäischen Markt von Benelux (Belgien, Niederlande, Luxemburg) aus beliefern, sind Konsortialpartner des EU geförderten Horizon 2020 Logistikforschungsprojekt NexTrust. Gemeinsam bündelten sie in einem Pilotprojekt Frachten über SmartWay Logistics, einem der führenden 4PL Control Tower Anbieter, mit dem Ziel Treibhausgase zu reduzieren und insgesamt weniger LKW auf die Straße zu schicken.

Bildquelle: Shutterstock.com LKW
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Der von Februar bis August 2017 durchgeführte Pilot zeigte, wie Teilladungen von Flandern zu häufigen Zielen in Deutschland und Österreich, so kombiniert werden können, dass nachhaltigere vollgeladene LKW-Transporte entstehen. Die Ergebnisse waren signifikant und sind in jeder Hinsicht skalierbar: 45 Prozent weniger Treibhausgasemissionen bei nahezu 50 Prozent gesparten Transportkilometern dürften weitere Hersteller und Händler überzeugen, über horizontale Kooperationen nachzudenken.

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Normalerweise plant jeder der Pilotteilnehmer seine Transporte quer durch Europa individuell. Der hohe Anteil an Teillieferungen führt jedoch dazu, dass selbst auf LTL-Shipments spezialisierte Spediteuren keine Garantie mehr geben können, die LKW wirklich voll zu bekommen. Verstärkt wird die Situation durch den Trend, dass Händler vermehrt häufigere und kleineren Belieferungen fordern, um Lagerbestände und Warenverfügbarkeit besser managen zu können. Gerade Hersteller von temperatursensiblen Produkten müssen sich der Herausforderung stellen, einen besseren Service in Form von verkürzten Vorlaufzeiten und geringeren Liefermengen zum gleichen Preis zu bieten wie bei größeren und weniger häufigen Transporten – und das in einem operativ hochkomplexen, engen und kostenintensiveren Umfeld im Vergleich zu normaltemperierten Lieferungen.

Um solche horizontalen Kooperationen zwischen Wettbewerbern zu implementieren, müssen frühzeitig kartellrechtliche Regelungen und Regeln zur Vertraulichkeit eingeführt werden. Dies kann durch neutrale Treuhänder sogenannte Trustee überwacht und sichergestellt werden. Im Pilotprozess sorgten die Trustee Giventis und Elupeg außerdem dafür, dass ein strukturiertes Datenverzeichnis der Teilnehmer entsteht, und dass die Daten gesteuert gesammelt, genutzt und korrekt analysiert werden. Lediglich die 4PL Control Tower-Technologie hat Zugriff auf die Daten, um sie zu verarbeiten, auszuwerten und zu interpretieren, damit effiziente Lieferungen und Fahrten geplant werden können. Sie konnte die Neuorganisation mithilfe eines einzigen automatisierten Prozesses steuern und zum Erfolg führen. Somit erfolgte auch eine Verlagerung des Kapazitätsrisikos von den Spediteuren, die üblicherweise das Risiko nicht ausgelasteter Frachtkapazitäten durch höhere Tarife auf diesen Strecken kompensieren, auf die Verlader.

Das Pilotprojekt beweist, dass es möglich ist, nachhaltiger zu liefern und gleichzeitig den Servicelevel sowie die Kosten zu optimieren. Und das lässt sich weiter skalieren, denn je größer der Pool an Teilnehmern und das Frachtvolumen ist, umso robuster lassen sich diese Vorteile realisieren. Von den neu geschaffenen Strukturen können nun auch weitere Hersteller profitieren. Darüber hinaus besteht die Absicht, verstärkt kleinere Speditionen für die Studie zu gewinnen. Ziel ist es, den Grad der Cross-Shipper Konsolidierung und damit die Auslastung der Transportkapazitäten weiter zu optimieren.

Die Einsparungen an Treibhausgasemissionen wurde von der Freien Universität Amsterdam (Vrije Universiteit Amsterdam, VU Amsterdam) nach EN16258 Standard und der GLEC- (Global Logistics Emission Council) Guideline kalkuliert und bewertet.

Interessierte Unternehmen wenden sich an Peter Dehamers unter peter.dehamers@ysco.eu. Mehr Informationen befinden sich unter info@nextrust-project.eu.

Quelle: GS1 Germany

Veröffentlichungsdatum: 12.04.2018

Schlagwörter

NexTrust, LTL-Kooperation, Tiefkühlsegment, CO2-Emissionen, Logistik