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Neuer EU-Plan für das Krisenmanagement

06. Mai 2019

Mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2019/300 vom 19. Februar 2019 hat die EU-Kommission das Management von Lebens- und Futtermittelkrisen neu aufgestellt. Dabei flossen die jahrelangen Erfahrungen auf Unionsebene und den Mitglied-staaten ein. Der „allgemeine Plan“ sollte nur für Situationen gelten, in denen unmittelbare oder mittelbare Risiken für die öffentliche Gesundheit bestehen. Das Konzept kann aber auch als Leitlinie für den Umgang mit sogenannten „Vorfällen“ herangezogen werden, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Quelle: Six Dun / Shutterstock.com  The European Parliament hemicycle
Quelle: Six Dun / Shutterstock.com - The European Parliament hemicycle.

Grundsätzlich hat die Bewertung der bisherigen Erfahrungen ergeben, dass die Krisenvorsorge neben dem Krisenmanagement stärker in den Mittelpunkt gerückt werden muss, um die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Krise zu verringern. Außerdem soll sich die Kommission stärker in die Kommunikation und die allge-meine Koordinierung der Mitgliedstaaten einbringen. Hierzu soll ein Krisenstab eingerichtet werden, der für die zügige Ausarbeitung, Koordinierung und Umsetzung einer Krisenreaktionsstrategie zuständig ist. Dazu gehört auch die Weitergabe evidenzbasierter Informationen in Echtzeit an die Öffentlichkeit (klar, gezielt, zuverlässig). Durch die Verknüpfung bestehender Frühwarn- und Informationssysteme soll die Datenübermittlung über die Warnnetze zudem weiter harmonisiert werden. Weiterhin soll nur eine einzige Kontaktstelle pro Mitgliedstaat die Aktivitäten aller nationalen Verwaltungsbehörden koordinieren.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell 4/2019
 

Veröffentlichungsdatum: 06.05.2019

Schlagwörter

EU, Plan, Krisenmanagement