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Nachhaltige Wertschöpfungskettengesetz - NaWKG

13. August 2019

Sollte das Monitoring zum NAP (der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte) zu dem Ergebnis kommen, dass sich die großen Unternehmen in Deutschland zu wenig für die Menschenrechte entlang der Lieferkette engagieren, droht die Bundesregierung mit der Einsetzung einer nationalen Rechtsnorm, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

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Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammen-arbeit (BMZ) hat dazu schon einmal als Drohpotential den Vorschlag eines Ent-wurfs eines Gesetzes vorgelegt, nämlich des Gesetzes zur nachhaltigen Gestaltung globaler Wertschöpfungsketten und zur Änderung wirtschaftsrechtlicher Vorschriften (Nachhaltige Wertschöpfungskettengesetz - NaWKG).

Um es kurz zu machen: die in diesem Non-Paper dargelegten Verpflichtungen wären für deutsche Import-Unternehmen unüberschaubar und die in Aussicht gestellten Strafen mehr als drastisch. In einem Workshop unseres Dachverbandes BGA bestand die Gelegenheit, gegenüber den Verantwortlichen im BMZ darzulegen, dass Wertschöpfungsketten – insbesondere im Handel mit der Dritten Welt - sehr viel komplexer sind, als in der Vorstellung einiger Beamter.

Gleichzeitig haben wir für den Fruchthandel stellvertretend aufgezeigt, welche vielfältigen Initiativen, Standards und Zertifizierungen hinsichtlich Menschen-rechte und Nachhaltigkeit bereits bestehen. Daraufhin wurde im BGA beschlossen, die Betroffenheit der Handelsbranchen hinsichtlich Sorgfaltspflichten in den Lieferketten zu identifizieren sowie Beispiele bereits existierender Aktivitäten zu sammeln. Ziel ist es, diese mittels eines Positionspapiers an die Politik zu kommunizieren und den weiteren Prozess positiv zu gestalten.

Lesen Sie hier mehr zum NAP: fruchtportal.de

Quelle: DFHV Newsletter aktuell  7/2019

Veröffentlichungsdatum: 13.08.2019

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Nachhaltige Wertschöpfungskettengesetz, NaWKG