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NABU und REWE starten in Köln die „Aktion Biotonne Deutschland“

04. September 2017

Rund die Hälfte der Abfälle in der Restmülltonne sind Bioabfälle und damit kompostierbar. Das sind in Deutschland etwa 6,5 Millionen Tonnen. Nur 4,5 Millionen Tonnen landen jedoch in der Biotonne. Somit könnte fast die 2,5-fache Menge an Bioabfall in der Biotonne gesammelt werden.

Foto Rewe/Nabu
Foto Rewe Group/Nabu

Um dieses große Potenzial für den Ressourcenschutz zu heben, haben heute (01.09.) in Köln der Naturschutzbund (NABU), REWE und die Stadt Köln gemeinsam die „Aktion Biotonne Deutschland“ vorgestellt, die am Montag, 4. September, offiziell startet. Es ist eine der größten bundesweiten Kampagnen im Bereich Abfall und Recycling seit der Einführung des „Grünen Punktes“ in den 90er-Jahren. Zu den Unterstützern gehören Bundesumweltministerium, Landesumweltministerien, Entsorgerverbände und zahlreiche deutsche Kreise, Städte und Gemeinden.

Ziel der „Aktion Biotonne Deutschland“ ist es, die Menschen für den Wertstoff Kompost zu sensibilisieren und dadurch die  Menge und Qualität von verwertbaren Bioabfällen zu steigern. Wie können Küchenabfälle besser verwertet werden und wie hilft richtige Mülltrennung der Umwelt? Antworten auf diese und weitere Aspekte der Problematik geben in den kommenden acht Wochen Abfallberater der Kommunen und Wertstoffhöfe sowie Informationsstände in mehr als 2.000 REWE-Märkten. Den Startschuss für die Aktion gaben Olaf Tschimpke, Präsident des NABU, Dr. Daniela Büchel,  bei  REWE als Bereichsvorstand unter anderem auch für  Nachhaltigkeit verantwortlich, Dr. Harald Rau, Kölner Dezernent für Soziales, Integration und Umwelt, sowie Hartmut Haeming, Geschäftsführer der Kölner Kompostierungsgesellschaft.

Foto Rewe Group/Nabu
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NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Noch immer landen Bananenschalen, Kaffeefilter und weitere Küchen- und Gartenabfälle im Restmüll und werden danach verbrannt. In vielen deutschen Landkreisen machen diese Abfälle rund die Hälfte der schwarzen Tonne aus. Das ist zu viel! Klimafreundliches Biogas und umweltfreundliche Komposte erhalten wir nur, wenn Bioabfälle in der Biotonne landen. Richtiges Trennen bedeutet, dass Plastiktüten oder Glas nicht länger in der Biotonne, sondern in der Gelben Tonne und im Altglascontainer landen. Besseres Trennverhalten hängt dabei nicht nur von einer guten Verbraucheraufklärung ab, sondern auch von Landkreisen, die verbraucherfreundliche Abholsysteme mit der Biotonne ohne Ausnahme aufbauen und ausweiten.“

„Dank gezielter Werbekampagnen konnte die Anschlussquote für die Biotonne in Köln in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht werden, mittlerweile steht auf rund 57 Prozent der Kölner Grundstücke eine Biotonne. Analysiert man die Zusammensetzung der gesammelten Bioabfälle, so überwiegen Gartenabfälle vor den Küchen- und Speiseabfällen. Entsprechend enthält der Kölner Restmüll noch einen biogenen Anteil von rund 36 Prozent. Hier schlummert ein Potential von 70 kg Bioabfällen pro Einwohner und Jahr, für deren getrennte Sammlung es die Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen gilt. Egal ob Küchen- und Speisereste aus Unwissenheit, Bequemlichkeit oder Platzmangel im Restmüll landen und damit Ressourcen verschwendet werden, die bundesweite Aktion Biotonne leistet hier wertvolle Aufklärung, Unterstützung und Motivation“, so Dr. Harald Rau, Kölner Dezernent für Soziales, Integration und Umwelt.

Weitere Informationen zur „Aktion Biotonne Deutschland“ und zur richtigen Biomüll-Trennung gibt es unter www.aktion-biotonne.de, www.NABU.de/biomuell und https://nachhaltig.rewe.de/projekte/biotoni.

Veröffentlichungsdatum: 04.09.2017

Schlagwörter

NABU, Rewe, Köln, Aktion, Biotonne Deutschland