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MV: Preiserhöhung für Speisekartoffeln hat sich überwiegend durchgesetzt

15. Februar 2017

Zwischen Packern und Handelsketten wurden höhere Preise vereinbart in Mecklenburg - Vorpommern, welche letztendlich an die Erzeuger weiter gegeben werden. Für mehlig kochende Sorten werden bis zu 21 EUR/dt gezahlt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Bei vorwiegend festkochenden und festkochenden Knollen liegt die obere Preisspanne bei 19 EUR/dt. Im Schnitt liegen die aktuellen Erzeugerpreise um 1 bis 2 EUR/dt über dem Vorjahresniveau. Momentan ist bei saisonüblich ruhigem Absatz hierzulande noch ausreichend Ware verfügbar. 

Die Lagerbedingungen sind bei aktuellen Außentemperaturen um den Gefrierpunkt optimal. Der Preis für geschälte Speisekartoffeln bleibt stabil. Bedingt durch die Schulferien ist es auf dem Schälkartoffelmarkt derzeit ruhiger, teils nimmt der Absatz in der Gastronomie etwas zu.

Brandenburg
Im Vergleich zur Vorwoche haben Packer die Erzeugerpreise für gute Speiseware um 2 EUR/dt anheben können. Die Durchsetzung der Preiserhöhung bei Discountern und im Lebensmitteleinzelhandel ist überwiegend gelungen. Im Gegenzug steht aber auch die Forderung der Handelsketten nach guter Kartoffelqualität. Diese ist in Brandenburg in diesem Jahr nicht ausreichend verfügbar, was Zukauf aus Niedersachsen bei höheren Transportkosten erfordert. In der vergangenen Woche war der Absatz teils ausgesprochen schwach. Diese Woche laufen wieder Werbeaktionen, welche den Absatz etwas beleben. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Die Verhältnisse am Markt für Speisekartoffeln haben sich nicht verändert. Die ruhige Nachfrage im Packgeschäft setzt sich saisontypisch fort. Die Erzeugerpreise bleiben nach der kürzlich erfolgten Preisanhebung stabil auf Vorwochenniveau. Die Witterungsbedingungen bieten gute Lagerbedingungen. Bei angekündigten tiefen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kann es zu Transportbehinderungen kommen. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln verharren auf dem Preisniveau der vergangenen Woche.

Sachsen - Anhalt
Nach dem in der Vorwoche, vielerorts forciert durch Werbeaktionen, der Absatz in den Handelsketten gut gelaufen war, ist es diese Woche wieder sehr ruhig im Packgeschäft. Die erhöhten Erzeugerpreise haben sich größtenteils durchgesetzt, aber nicht alle Lebensmitteleinzelhändler ziehen mit. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Erzeugerpreise unverändert geblieben. Versandhändler haben nicht immer die gewünschte Kartoffelqualität in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Im Exportgeschäft passen die preislichen Vorstellungen der Käufer und Verkäufer mitunter nicht zueinander, so dass dieses hin und wieder stagniert. Mit den Schulferien ist es im Schälgeschäft ruhiger geworden. Die Preise für Schälware sind stabil. Eine Preiserhöhung wird seitens der Schäler weiter angestrebt, wird aber im Februar kaum mehr durchsetzbar sein.

Thüringen
Nach dem bereits in der Vorwoche die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln zum Teil angehoben wurden, haben weitere Packer in Abstimmung mit dem Lebensmitteleinzelhandel und den Discountern die Preise für Packware bis zu 3 EUR/dt erhöht. Die Preisspanne hat sich entsprechend der Qualität der Ware weiter erhöht. Nach wie vor werden schwache vorwiegend festkochende Partien mit 15 EUR/dt bezahlt, sehr gute Partein dieses Sortentyps erzielen bis zu 22 EUR/dt. Packer berichten weiterhin von ruhiger Nachfrage. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 15.02.2017

Schlagwörter

Preise, Speisekartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland