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MV: Ernte der Speisekartoffeln ist weitestgehend abgeschlossen

07. November 2018

In Mecklenburg - Vorpommern werden vereinzelt noch Stärkekartoffeln gerodet. Einige Restpartien Frischware sind noch in der Verpackung. Der überwiegende Teil der Packware ist jedoch inzwischen Lagerware, für die sich in Abstimmung mit den Handelsketten ein höheres Preisniveau durchgesetzt hat.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Ein Teil der Speiseware befindet sich noch im Schwitzprozess. Das Angebot an Lagerware reicht aber derzeit aus, um den Bedarf zu decken. Problematisch ist die hohe Keimbereitschaft der Lagerware in diesem Jahr. Feiertagsbedingt hat die Nachfrage nach Speiseware diese Woche leicht angezogen. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. 

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 44. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Brandenburg

Die letzten Restbestände an Feldware aus der Ernte 2018 werden verpackt. Diese Ware wird überwiegend aus Sachsen-Anhalt geliefert. Packer beziehen inzwischen größtenteils Lagerware. Für diese haben sich höhere Preise, für sehr gute Qualitäten teils über 30 EUR/dt, durchgesetzt. Die Qualität der Restbestände vom Feld und auch von Lagerpartien ist nicht zufriedenstellend. Der Anteil an Absortierungen aus der Packware beträgt zum Teil 30 bis 40%. Beschädigte Knollen und mit Trockenfäule befallene Kartoffeln müssen entfernt werden. Im Handel laufen trotz der angespannten Versorgungssituation jede Woche Werbeaktionen. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Inzwischen sind die Erntearbeiten abgeschlossen. Die Preise für Lagerware setzen sich durch. Nach wie vor sind überregionale Zukäufe von Lagerware sehr schwierig, oft passt die Qualität der Testlieferungen nicht. Die Nachfrage nach Speiseware in den Discountern und im Lebensmitteleinzelhandel ist weiterhin sehr verhalten. Das passt jedoch zum Angebot. Der Feiertag in dieser Woche hat sich nicht durch einen erhöhten Bedarf bemerkbar gemacht. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware bleiben auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen - Anhalt
In einigen Regionen des Landes sind die Erntearbeiten noch im Gange. Spätestens kommende Woche wird das Kartoffelroden beendet sein. Die Erntebedingungen haben sich nicht verbessert. Die geringen Niederschläge der vergangenen Tage, meist nur etwas Nieselregen, haben die Erntearbeiten nicht verbessern können. Die Erzeugerpreise für Lagerware haben sich durchgesetzt, über 30 EUR/dt werden jedoch noch nicht erzielt. Packer berichten von guter Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel. Werbeaktionen der Handelsketten werden von den Packern zum Teil abgelehnt. Die Nachfrage nach Speiseware aus Polen und Tschechen hat wieder zugenommen, die Akzeptanz der hohen Preise hierzulande wächst. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf dem Niveau der Vorwoche.

Thüringen
Die Erzeugerpreise für Speiseware liegen im Schnitt knapp über dem Vorwochenniveau. Im Zukauf von Lagerware liegen die Preise für festkochende und mehlig kochende Sortentypen in guter Qualität teils über 30 EUR/dt. Inzwischen wird überwiegend Lagerware verpackt. Vereinzelt kommen noch kleine Reste Feldware in die Verpackung. Passend zur insgesamt ruhigen Nachfrage ist derzeit ausreichend Speiseware in guter Qualität für die Abpackung verfügbar. Feiertagsbedingt ist der Bedarf der Handelsketten zu Wochenbeginn etwas höher als üblich. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 07.11.2018

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Ernte, Speisekartoffeln