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Mitarbeiter protestieren weiter: "Nicht alle Arbeitsplätze sind gesichert"

03. März 2016

Die Kaiser's Tengelmann-Mitarbeiter des Zentrallagers Nieder-Olm, in Rheinland-Pfalz, sind mit der vorläufigen  Ministererlaubnis für die Kaiser's Tengelmann-Übernahme durch Edeka nicht einverstanden. Auch mit dem neusten Entwurf der Erlaubnis von Minister Gabriel sind nicht alle Arbeitsplätze gesichert.

Mitarbeiter Kaiser's Tengelmann
Foto der Betriebsversammlung

Mit ihrem Protest wollen die Mitarbeiter erreichen, dass Minister Gabriel seine endgültige Entscheidung, die er in den nächsten Wochen verkünden wird, korrigiert.

„Alle Arbeitsplätze des Unternehmens Kaiser's Tengelmann müssen durch die erteilte Ministererlaubnis gesichert werden", schreiben die Kaiser's Tengelmann-Mitarbeiter in einem offenen Brief an die Medien zur Unterstützung ihres Protests. -

„Wir, die Mitarbeiter des Zentrallagers von Kaiser's Tengelmann, sind mit der vorläufigen Ministererlaubnis für die Kaiser's Tengelmann-Übernahme durch Edeka, die uns der Bundeswirtschaftsminister, Sigmar Gabriel, am 22.02.2016 schriftlich mitgeteilt hat, nicht einverstanden. Auch in dem neusten Entwurf der Ministererlaubnis von Gabriel sind nicht alle Arbeitsplätze gesichert," erklären die Mitarbeiter in ihrem Brief an die Medien.

Mitarbeiter Kaiser's Tengelmann 1
Auf den Fotos halten die Mitarbeiter Plakate mit einer Message an die drei am Ministererlaubnisverfahren entscheidenden Beteiligten Haub, Mosa (Antragsteller) und Gabriel (Minister). Den ersten zwei möchten wir an ihr Versprechen erinnern und den Dritten an seine Aufgabe, darauf zu achten, dass die beiden nicht ihr Versprechen brechen.

„Wir fordern weiterhin von dem Minister 100% Arbeitsplatzerhalt, denn damit haben die Antragsteller, Tengelmann und Edeka, immer geworben. Tengelmann und Edeka wollten durch die Fusion alle 16.000 Mitarbeiter retten. In der öffentlichen Anhörung vom 16.11.2015 erklärten der Kaiser's Tengelmann-Eigentümer Haub und der Edeka-Chef Mosa dem Bundeswirtschaftsminister Gabriel, dass es sich bei dieser Fusion um keine Rationalisierungsfusion handele, man wolle alle Arbeitsplätze erhalten.

Am Dienstag, dem 1. März, fand um 14:30 Uhr eine Betriebsversammlung in Nieder-Olm statt. Die komplette Belegschaft nahm an der Versammlung teil. Als Gäste und Redner nahmen der Bürgermeister der Stadt Nieder-Olm, Dieter Kuhl, der Gewerkschaftssekretär von ver.di, Christian Busch, und der Logistikleiter der Kaiser's Tengelmann GmbH, Ulf Kunz, teil.

Bürgermeister Kuhl (SPD) hat sich solidarisch gezeigt. Er wird seinem Parteichef Gabriel einen Brief schreiben und ihn bitten, auch die Arbeitsplätze im Zentrallager zu sichern. Es gebe keinen Grund für eine Schließung des Zentrallagers. Die Weiterführung im Edeka-Verbund ist möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Das Zentrallager Nieder-Olm arbeitet effektiv.

Logistikleiter Kunz teilt mit, dass das Zentrallager wirtschaftlich gut arbeitet. Gewerkschaftssekretär Busch teilt mit, dass sich ver.di für den Erhalt der Nieder-Olmer Arbeitsplätze einsetzen wird.

Unser Betriebsrat hat die Abgabefrist für die Stellungnahme zu dem Ministerschreiben vom 22.01.2016 bis Donnerstag, den 03.03.2016, beim Bundeswirtschaftsministerium verlängern lassen, da noch viele Aktenseiten auszuwerten sind."

Download: 
- stichpunktartige Zusammenfassung der letzten Ereignisse im Ministererlaubnisverfahren (betreffend für das Zentrallager Nieder-Olm).
- Den offenen Brief der Mitarbeiter an Minister Gabriel.

 

Veröffentlichungsdatum: 03.03.2016

Schlagwörter

Betriebsversammlung, Kaiser's Tengelmann, Mitarbeiter, Zentrallager, Protest