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Mecklenburg - Vorpommern: Lagerware wird zu stabilen Preisen abgepackt

28. Mai 2019

Heimische Lagerware aus der Kartoffelernte 2018 wird nach wie vor hierzulande zu stabilen Preisen abgepackt. Am kommenden Wochenende werden die ersten deutschen Frühkartoffeln (Sorte "Annabelle") aus dem Breisgau im Lebensmitteleinzelhandel lose angeboten. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 21. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Ägyptische Frühkartoffeln sind ebenfalls diese Woche noch im Sortiment. Das Preisniveau der ägyptischen Ware bleibt unverändert. Spanische Frühkartoffeln erobern mit stolzen Preisen von 80 EUR/dt (franco), die qualitätsbedingt nicht immer gerechtfertigt erscheinen, den Markt. Die spanischen Importe sind jedoch sehr knapp.

Die in Mecklenburg - Vorpommern unter Vlies gepflanzten Kartoffeln sollen in 2 bis 3 Wochen vermarktet werden. Trotz der hohen Kartoffelpreise berichten die Packer und Direktvermarkter von gutem Absatz. Die Schälkartoffelpreise sind im Vergleich zur Vorwoche leicht erhöht worden. Preiserhöhungen nehmen die Kunden inzwischen gelassener. Die Feldbestände haben sich gut entwickelt.

Brandenburg
In dieser Woche werden die letzten Lagerkartoffeln aus der Ernte 2018 abgepackt. Das Preisniveau bleibt im Vergleich zu Vorwoche unverändert. Restbestände ägyptischer Importware sind diese Woche ebenfalls noch zu stabilen Preisen im Sortiment. Inzwischen werden größtenteils spanische Frühkartoffeln abgepackt, teils bislang überwiegend im Premiumbereich. Der Bezug der teuren spanischen Speiseware ist jedoch sehr schwierig. Bestellte Ware trudelt verspätet ein, mehlig kochende Sorten sind besonders knapp. Der Absatz von Packware in den Handelsketten ist leicht rückläufig. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil. Die Kartoffelpflanzen stehen gut im Feld. Einige Sorten laufen gerade auf, andere haben schon viel Blattmasse gebildet.

Sachsen
In dieser Woche werden die Restmengen deutscher Kühlhausware und ägyptischer Importe auf unverändertem Preisniveau abgepackt. In der kommenden Woche werden in Abhängigkeit vom Programm der Handelsketten spanische und israelische Frühkartoffeln geliefert. Die Zufuhr spanischer Importware verläuft sehr schleppend. Die Ware ist knapp und teuer bei teils mittelmäßiger Qualität. Mehlig kochende spanische Frühkartoffeln sind kaum verfügbar. Der Absatz verläuft stetig auf einem üblichen Basisniveau. Aktionsware wird kaum angeboten. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen - Anhalt
Packer und Versandhändler haben nach wie vor noch restliche Lagermengen aus der Ernte 2018 zur Verfügung. Insbesondere aus Landmärkten nehmen die Bestellungen für alterntige Ware wieder zu. In den großen Handelsketten in den Städten dominieren Frühkartoffelimporte in den Regalen. Bei den Schälkartoffelproduzenten geht die Rohware zur Neige, teils reicht diese aber auch bis zur neuen Ernte. Die Preise für rohe Schälkartoffeln wurden in dieser Woche zum Teil kräftig angehoben. Das feuchte und inzwischen auch wieder warme Wetter bietet gute Wuchsbedingungen für die Kartoffelpflanzen.

Thüringen
Hiesige Packer haben weiterhin alterntige Speiseware, die teils noch bis Anfang Juni reicht, im Sortiment. Andernorts werden diese Woche die letzten Knollen aus der Ernte 2018 abgepackt. Frühkartoffelimporte stammen noch überwiegend aus Israel und Ägypten. Ende der Woche werden die ersten spanischen Lieferungen erwartet. Das Preisniveau für Lagerware, Frühkartoffeln und Schälkartoffeln bleibt unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Der Absatz der Packware in den Handelsketten verläuft auf ruhigem Niveau. Feiertagsbedingt wird in der kommenden Woche eine steigende Nachfrage erwartet. Regional sorgten kräftige Regenfälle für gute Entwicklungsbedingungen der Kartoffelpflanzen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 28.05.2019

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Lagerware, Regional