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Mecklenburg - Vorpommern: Kistenkühlhausware im Premiumbereich teurer

19. März 2019

Für Kistenkühlhausware im Premiumbereich müssen heimische Packer, die auf den überregionalen Zukauf angewiesen sind, wiederholt mehr zahlen. Noch ist alterntige Lagerware aus den typischen Überschussgebieten verfügbar, aber die Speiseware ist knapp und die Qualitäten nicht immer zufriedenstellend. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 11. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

So wird ab 13. Kalenderwoche für zwei Wochen französische Ware abgepackt, danach wird im Premiumbereich wahrscheinlich komplett auf Importware aus Ägypten umgestellt. Andernorts steht heimische Packware voraussichtlich bis Juni zur Verfügung, Schälware bis Juli. In den vergangenen Wochen wurden bereits ägyptische Frühkartoffeln in Kleingebinden im Lebensmitteleinzelhandel angeboten. Diese Woche wird die festkochende Sorte Ditta aus Ägypten im Discountbereich zum Werbepreis von 2,99 EUR für 2,5 kg offeriert. Die Schälkartoffelpreise halten das Vorwochenniveau, weitere Preiserhöhungen werden befürchtet.

Brandenburg
Die Preise für Speiseware bleiben stabil auf Vorwochenniveau. Das Kartoffelangebot aus heimischen Lagerhäusern nimmt zügig ab. Mehlig kochende Sortentypen laufen qualitätsbedingt aus. Die Nachfrage der Handelsketten nach mehlig kochender Ware ist kaum zu bedienen. Für den Discountbereich werden zum Wochenende die ersten ägyptischen Frühkartoffeln abgepackt. Die Preise für Schälkartoffeln wurden wiederholt vereinzelt angehoben. Andere Schälkartoffelanbieter erwarten aufgrund steigender Rohwarenpreise und sinkender Ausbeuten ebenfalls weitere Preiserhöhungen in dieser Saison.

Sachsen
Speiseware bleibt stabil auf dem Preisniveau der vergangenen Woche. Noch sind Kartoffeln am Markt verfügbar, aber es ist ein täglicher Kampf um Mengen, die oft sehr unterschiedliche, teils nicht zufriedenstellende Qualitäten aufweisen. Für die kommende Woche werden Kleinstmengen Frühkartoffeln aus Ägypten und Israel erwartet, welche das Sortiment erweitern sollen. Der Absatz an Packware in den Handelsketten bleibt mengenmäßig verhalten. Es fehlen die Großgebinde, welche den Kartoffelabsatz in ertragreichen Jahren ankurbeln. Die Preise für rohe Schälkartoffeln verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Insbesondere für mehlig kochende Kartoffeln wird der Warenbezug immer schwieriger. Aber auch festkochende und vorwiegend festkochende Knollen in guter Qualität schwinden. Wer dringend Ware benötigt, zahlt Höchstpreise. Für den Export stehen nur noch kleinere Mengen zur Verfügung, teils ist dieser nicht mehr möglich. Allerdings versorgen sich bisherige Exportpartner zunehmend mit französischen Kartoffeln. Die Schälkartoffelpreise sind wiederholt leicht angehoben worden. Rohware ist teuer und die Ausbeuten sind qualitätsbedingt zunehmend rückläufig. Die ersten Kartoffeln wurden unter Vlies auf kleiner Fläche ausgepflanzt. Pflanzkartoffeln sind knapp und die Qualität nicht die Beste, so dass den Landwirten in diesem Jahr ein sehr behutsamer Umgang mit dem Pflanzgut empfohlen wird.

Thüringen
Das Preisniveau für alterntige Speisekartoffeln bleibt stabil auf hohem Niveau. Die Qualität der Lagerware ist ungewöhnlich unterschiedlich. Die standortabhängigen Wachstumsbedingungen werden bei den Kartoffeln durch die extreme Trockenheit 2018 besonders deutlich. Die Kartoffeln müssen seitens der Packer sehr aufwendig sortiert werden. Mehlig kochende Knollen sind knapp. Seit vorigem Wochenende werden erste ägyptische Frühkartoffeln in kleinen Gebinden abgepackt. Französischer Ware bleibt zu stabilen Preisen im Angebot. Packer berichten von stetigem, normalen Absatz. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der Vorwoche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 19.03.2019

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Mecklenburg - Vorpommern, Kistenkühlhausware, Premiumbereich, Packer, Zahlen