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Mecklenburg - Vorpommern: höheren Kurse für Speiseware

08. Februar 2017

Die bereits in der Vorwoche angekündigten höheren Kurse für Speiseware sind teils ab Wochenmitte oder ab nächster Woche beim Lebensmitteleinzelhandel durchgesetzt worden. Mitunter konnte die Erhöhung der Erzeugerpreise von bis zu 3 EUR/dt jedoch durch die Packbetriebe noch nicht komplett an die Handelsketten durchgereicht werden.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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So nutzen Packer zunächst eigene Vorräte vor Ort. Die Preisverhandlungen laufen diese Woche noch. Angebot und Nachfrage sind derzeit ausgeglichen. Die Flächenläger sind vielerorts geräumt. Die Qualität der Kistenware ist überwiegend gut. Die kühle Witterung hat den Absatz zufriedenstellend angekurbelt. Die Schälkartoffelpreise sind vereinzelt leicht angehoben, aber auch reduziert worden. Ab Mitte Februar wird von einer weiteren Preissteigerung für Schälkartoffeln ausgegangen.

Brandenburg
Die Forderungen nach höheren Erzeugerpreisen für Speisekartoffeln wurden diese Woche bereits vereinzelt von Packbetrieben realisiert. Für die nächste Woche haben weitere Marktbeteiligte Preisanhebungen angekündigt. Noch sind die höheren Kurse nicht von allen Handelsketten akzeptiert worden. Die Qualität der zur Verfügung stehenden Speiseware ist, oft sortenspezifisch, unzureichend und ist keinen Preisaufschlag wert. Daher ist die Preisspanne am Markt groß. Der Kartoffelabsatz im Lebensmitteleinzelhandel ist schwach. Die Schälkartoffelpreise tendieren leicht über Vorwochenniveau.

Sachsen
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln wurden im Schnitt um 1 bis 2 EUR/dt erhöht. In der kommenden Woche werden weitere Marktbeteiligte nachziehen. Die Forderung nach höheren Erzeugerpreisen ist seitens der Packer beim Lebensmitteleinzelhandel schwer durchsetzbar. Nach wie vor wird von ruhigem Absatzgeschehen im Packgeschäft berichtet. Aktionen des Lebensmitteleinzelhandels beleben hin und wieder den Absatz, tragen aber kaum zu einer Steigerung des Gesamtumsatzes bei. Die Schälkartoffelpreise liegen unverändert auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Die Forderungen der Erzeuger nach höheren Preisen für Speisekartoffeln wurden diese Woche bereits zum Teil durchgesetzt. Vereinzelt werden bis zu 3 EUR/dt mehr gezahlt. Die Qualität der zur Verfügung stehenden Speiseware, teils noch aus Flächenlägern, differiert stark und rechtfertigt oft eine Preiserhöhung nicht. So ist die Preisspanne am Markt groß. Für vorwiegend festkochende Sorten werden Preise von 15 bis 20 EUR/dt genannt. Für festkochende und mehlig kochende Ware werden je nach Qualität 16 bis 22 EUR/dt gezahlt. Der Export nach Polen und Tschechien hat zugenommen. Teils lässt sich minderwertige Speiseware dorthin gut vermarkten, aber auch Premiumware wird gefordert. Für Schälkartoffeln wurden vereinzelt 2 Cent/kg mehr gefordert. Weitere Schälkartoffelproduzenten wollen spätestens Mitte Februar die Preise anheben.

Thüringen
Die Packer und Versandhändler hierzulande haben die Erzeugerpreise für Speiseware teils um 1 bis 2 EUR/dt angehoben. Weitere Marktbeteiligte kündigten Preiserhöhungen an. Im Kampf um das Durchsetzen höherer Forderungen beim Lebensmitteleinzelhandel geht es nur in kleinen Schritten vorwärts. Die große Preisspanne am Markt resultiert aus den großen Qualitätsunterschieden. Die starke Trockenheit bei der Ernte ist oft Ursache für minderwertige Qualitäten. Der Absatz im Packgeschäft entspricht häufig nicht den Erwartungen. Die Schälkartoffelpreise verharren überwiegend auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 08.02.2017

Schlagwörter

Mecklenburg - Vorpommern, Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland