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Mecklenburg - Vorpommern: Erwartungsgemäß verharren die Preise für Speisekartoffeln

10. Januar 2019

Zu Beginn des neuen Jahres verharren die Preise weiter auf dem Vorweihnachtsniveau. Packer hatten mit den Handelsketten die Preise bereits bis zur zweiten Kalenderwoche festgezurrt. Eine Änderung der Preise ist bislang nicht abzusehen. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 01. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Angebotslage stellt sich regional sehr unterschiedlich dar. In den Gebieten mit leichten sandigen Böden sind die Flächenläger aufgrund der geringen Erntemenge teils schon lange geräumt. In den Packbetrieben hierzulande ist von einem sehr guten Absatz zu Weihnachten die Rede. An der Küste hat das Geschäft bis zu Silvester geboomt. Das betrifft auch die Schälkartoffelproduktion. Zum Jahreswechsel zieht der Bedarf an Schälware in der Gastronomie dort regelmäßig an. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert.

Brandenburg
Zu Beginn des neuen Jahres herrscht, wie fast jedes Jahr, Flaute im Kartoffelgeschäft. Mit dem Kartoffelabsatz zu den Feiertagen sind heimische Packer zufrieden. Das Weihnachtsgeschäft zog sich dieses Jahr über mehrere Tage hin, Spitzen waren nicht zu bewältigen. Die Versorgung mit allen Sortentypen verlief problemlos. Die Verfügbarkeit der mehlig kochenden Knollen in guter Qualität nimmt spürbar ab. Sie sind dieses Jahr besonders stärkehaltig und neigen stark zur Blaufleckigkeit. Die Speisekartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau vor Weihnachten. Die Preise für rohe Schälkartoffeln wurden vereinzelt angehoben.

Sachsen
Zu den Feiertagen hat das Packgeschäft mit Speisekartoffeln gut floriert. Auffällig war, dass insbesondere Kleingebinde stark nachgefragt wurden. Möglicherweise haben die diesjährig höheren Kartoffelpreise und fehlende Lagermöglichkeiten die Kunden weniger zur Vorratswirtschaft animiert. Die Konstellation der Feiertage ermöglichte zudem problemlosen Einkauf. Die Preise für Speisekartoffeln verharren in der aktuellen Berichtswoche noch auf dem Niveau vor Weihnachten. Das wird sich in der kommenden Woche ändern. Die Erzeugerpreise werden aufgrund der angespannten Versorgungslage hierzulande und zur Gewährleistung der Lagerung zum Teil voraussichtlich bis zur 4 EUR/dt angehoben. Die Schälkartoffelpreise, welche diese Kalenderwoche stabil bleiben, werden in Kürze ebenfalls anziehen.

Sachsen - Anhalt
Das Preisniveau für Speisekartoffeln verbleibt Anfang Januar 2019 stabil auf dem Niveau Ende Dezember 2018. Hiesige Flächenläger sind im Vergleich zu den Vorjahren schon relativ weit geräumt. Die geringeren Erträge 2018 und die schwachen Qualitäten machen sich bemerkbar. Ein großer Teil der Kartoffeln ist im Ernteprozess beschädigt worden. Während den Feiertagen hatten Packer und Versandhändler eine deutlich erhöhte Nachfrage zu bedienen. Auch aus Polen und Tschechien wurde verstärkt Speiseware nachgefragt. Um der typischen Absatzflaute zum Jahresbeginn zu begegnen, haben Lebensmitteleinzelhandel und Discounter ab Mitte Januar diverse Aktionen, teils mit ungewaschener Ware in größeren Gebinden, geplant.

Thüringen
Mit Beginn des neuen Jahres hat sich die Nachfrage nach Speisekartoffeln im Vergleich zur hektischen umsatzstarken Weihnachtszeit deutlich beruhigt. Der Abverkauf in den Handelsketten stagniert, die häuslichen Vorräte werden verbraucht. Das Preisniveau für Pack- und Schälware bleibt unverändert auf dem Niveau vor Weihnachten. Aufgrund der niedrigen Kartoffelerträge 2018 und der teils schwachen Qualitäten kaufen Packer zeitiger als in den Vorjahren schon Speisekartoffeln überregional zu.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 10.01.2019

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Marktinformation, Ostdeutschland, Mecklenburg - Vorpommern, Preise, Speisekartoffeln, Regional