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Mecklenburg - Vorpommern: Der Markt bleibt zweigeteilt

07. März 2019

Packer, welche auf langjährigen umfangreichen Vertragsanbau setzen und vom Ertrag her bevorteilt sind in diesem Jahr, haben noch ausreichend Speiseware zu Konditionen verfügbar, welche die Handelsketten mittragen. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 09. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Wer derzeit aus den Überschussregionen zukaufen muss, hat es in diesem ertragsschwachen Jahr ungleich schwerer. So sind die Erzeugerpreise im Zukauf um weitere 3 EUR/dt angehoben worden. In der kommenden Woche werden Erzeugerpreise und Schälkartoffelpreise weiter anziehen. Die ersten ägyptischen Importe sind diese Woche im LEH angeboten worden. Diese sind bereits in der Werbung. Für 1,5 kg Gebinde werden 1,69 EUR verlangt.

Brandenburg
Die aus der Region verfügbaren Restmengen Speisekartoffeln werden seitens der Packer auf dem Preisniveau der Vorwoche gehandelt. Zugekaufte Speiseware aus Niedersachsen ist 2 EUR/dt teurer geworden. Der Absatz im LEH und im Discounter ist ruhig. Diese Woche ist mit einer Werbung im 7,5 kg Gebinde die Nachfrage etwas gestiegen. Mitte März werden die ersten ägyptischen Frühkartoffeln abgepackt. Die Schälkartoffelpreise sind erhöht worden. In der kommenden Woche werden weitere Schälkartoffelanbieter die Preise anheben. Das Preisniveau für Rohware liegt auf dem Niveau für Speiseware im Packbereich, teils höher.

Sachsen
Die Erzeugerpreise für Speiseware wurden um weitere 4 EUR/dt angehoben. Für vorwiegend festkochende Speisekartoffeln zahlen Packer inzwischen bis zu 39 EUR/dt, für mehlig kochende und festkochende Kartoffeln bereits 40 EUR/dt. Angesichts der Knappheit der Kartoffeln in diesem Jahr werden diese Preise von Marktbeteiligten offen angenommen. Qualitätsabzüge sind schwer durchgesetzbar. Der Lebensmitteleinzelhandel und die Discounter tragen die erhöhten Preise mit. Frühkartoffeln aus dem Ausland sind noch nicht abgepackt worden. Die Schälkartoffelpreise sind im Vergleich zur Vorwoche deutlich angezogen.

Sachsen - Anhalt
Versandhändler hierzulande blicken zum Teil auf geräumte Läger in der Region. Zukauf von Speisekartoffeln aus Niedersachsen ist teuer, inzwischen kann die Nachfrage aus NS nicht immer bedient werden, und wegen der Fracht nur vereinzelt möglich. Vertragsware wird stetig ausgeliefert. Teils wird noch Ware nach Polen und Tschechien geliefert. Inzwischen berichten Marktbeteiligte aber auch von leicht erhöhtem Kartoffelangebot am Markt. Das ungewöhnlich warme Wetter lässt möglicherweise Zweifel an der weiteren Lagerfähigkeit von Kartoffelpartien, die nicht ausreichend gekühlt werden können, aufkommen. Die Schälkartoffelpreise sind erhöht worden. In der kommenden Woche werden weitere Schäler die Preise anheben.

Thüringen
Zum Teil wurde das Preisniveau für Speisekartoffel auf dem Preisniveau der Vorwoche gehalten, teils sind die Preise um 1 bis 3 EUR/dt angehoben worden. Für mehlig kochende Knollen werden inzwischen bis zu 40 EUR/dt gezahlt. Kühlhausware von den Stammlieferanten der Packer ist meist von guter Qualität. Zugekaufte Ware, oft für Werbeaktionen, hat mitunter Mängel. Der Absatz bleibt verhalten. Das hohe Preisniveau zeigt Wirkung. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Für die kommende Woche wurden Preiserhöhungen angekündigt.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 07.03.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Kartoffel, Mecklenburg - Vorpommern, Markt