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Mecklenburg - Vorpommern: Ausreichend Speisekartoffeln aus regionalem Anbau

28. August 2019

Den Packern stehen inzwischen ausreichend Speisekartoffeln aus regionalem Anbau in gutem Kaliber zur Verfügung. Auf leichten Standorten ohne Beregnung wird von kleinen Knollen berichtet.  Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 34. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Erzeugerpreise liegen für vorwiegend festkochende Sorten zwischen 26 und 28 EUR/dt. Für die beiden anderen Sortentypen werden zwei EUR/dt mehr gezahlt. Der Kartoffelmarkt ist, das Preisniveau zur Einlagerung fest im Blick, in einer Findungsphase. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln gehen kontinuierlich zurück. Es bleibt es bei ruhigen Umsätzen. Die Kartoffelernte geht bei überwiegend guten Witterungsverhältnissen zügig voran. Seit zwei Wochen werden Stärkekartoffeln gerodet. Die Schälkartoffelpreise sind stabil geblieben, werden in den kommenden Wochen jedoch voraussichtlich zurückgehen.

Brandenburg
Im Vergleich zur Vorwoche ist das Erzeugerpreisniveau wiederholt stark abgeschmolzen. In Richtung Einlagerung werden die Erzeugerpreise deutlich zurückgenommen. Das noch hohe Preisniveau erhöht das Angebot, welches wiederum die Preise drückt. Bei den festen und mehlig kochenden Sortentypen ist die Verfügbarkeit von festschaliger Ware aus der Region noch nicht ausreichend. Die Versorgung mit vorwiegend festkochenden Sorten ist gut. Für vorwiegend festkochende Sorten werden Erzeugerpreise zwischen 22 und 30 EUR7dt genannt, für mehlig kochende und festkochende Sortentypen 26 bis 30 EUR/dt. Nach dem in der vergangenen Woche Im LEH Werbeaktionen zur Belebung der Kartoffelvermarktung liefen, herrscht diese Woche Absatzflaute. Die Preise für Schälkartoffeln verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Im Vergleich zur Vorwoche sind die Erzeugerpreise im Schnitt um 4 EUR/dt zurückgenommen worden. In Richtung Einlagerung wird das Erzeugerpreisniveau weiter zurückgehen. Die regionale Versorgung mit Packware ist weiter angespannt. Das Angebot an heimischen Speisekartoffeln liegt unter dem möglichen Absatz. Die Kartoffelqualität des Erntegutes ist überwiegend gut. Die Kartoffeln sind jedoch häufig kleinfallend infolge des hohen Knollenansatzes und unzureichender Wasserverfügbarkeit. Die Schälkartoffelpreise konnten sich im Vergleich zur Vorwoche behaupten. Die Preise kommen jedoch zunehmend unter Druck.

Sachsen - Anhalt
Die Erzeugerpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche um 3 bis 4 EUR/dt gesunken. Die genannte Preisdifferenz ist groß. Im Versandhandel wird saisontypisch noch wenig Ware bewegt. Packbetriebe beziehen zunächst Ware von nahe liegende Landwirten. Nach Polen wird weiterhin Speiseware geliefert, da diese aber inzwischen auch eigene gute Ware, teils vertragsgebunden, zur Verfügung haben, ist die Menge derzeit rückläufig. Die Kartoffelqualität hierzulande ist gut. Inzwischen passt regional auch die Kartoffelgröße. Ohne Beregnung haben umfangreiche Proberodungen jedoch überwiegend kleinfallende Kartoffeln gezeigt. Entsprechend gering sind die Ertragserwartungen. Wer nicht muss, erntet bislang nur kleine Teilmengen für den Sofortbedarf. Die Schälkartoffelpreise sind stabil.

Thüringen
Regionale Ware steht noch nicht ausreichend zur Verfügung. Die Kartoffeln sind zum großen Teil kleinfallend, wer kann, lässt die Knollen im Boden und hofft auf Massenzuwachs. Teils drückt Schorfbefall die Kartoffelqualität. Der hiesige Bedarf wird seitens der Packbetriebe vornehmlich aus Sachsen-Anhalt gedeckt. Die Nachfrage wird allgemein als ruhig beschrieben. Die Schälkartoffelpreise sind stabil. Die Erzeugerpreise für Speiseware sind weiter zurückgenommen worden. Für vorwiegend festkochende Speiseware wird zwischen 24 und 30 EUR/dt gezahlt, für festkochende und mehlig kochende Ware zwischen 26 und 30 EUR/dt.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 28.08.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Regional, Kartoffeln, Anbau