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Marktinformation Ostdeutschland 46 KW: Erzeugerpreise für Speisekartoffeln um 2 EUR/dt angehoben

19. November 2019

Bei für diese Jahreszeit normal ruhigem Absatz können die Abpacker ihren Bedarf gut aus der heimischen Region decken. Mit den Qualitäten, welche deutlich besser sind als im Vorjahr, zeigt man sich größtenteils zufrieden. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 46 KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern um 2 EUR/dt angehoben worden. Die für packfähige Lagerware zwingend notwendigen Aufschläge werden zum Teil von den Handelsketten mitgetragen. Speiseware ohne Beregnung während der gesamten Vegetationszeit ist jedoch häufig zu klein. Heimische Direktvermarkter ab Hof berichten von guter Nachfrage. Immer mehr Kunden greifen bewusst zu ungewaschener Speiseware direkt vom Erzeuger. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
Die Lage am Speisekartoffelmarkt hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Das Preisniveau für Speisekartoffeln bleibt stabil. Immer wieder laufen Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel oder in den Discountern, so dass die Nachfrage in den Wochen ohne Aktionsangebote auffallend ruhig ist. Packer hierzulande beziehen nach wie vor einen großen Teil der Speiseware aus Sachsen - Anhalt (Börde). Die Qualität dieser Ware ist teils sehr inhomogen. In Kürze wird verstärkt heimische Lagerware abgepackt. Direktvermarkter ab Hof haben die Preise für 10 bzw. 12,5 kg Gebinde zum Teil angehoben. Die Preise für Schälkartoffeln bleiben überwiegend auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen
Am Speisekartoffelmarkt hat es keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche gegeben. Die Erzeugerpreise für Lagerware bleiben stabil auf hohem Niveau. Am Markt ist kein Druck. Angebot und Nachfrage sind derzeit ausgeglichen. Die verfügbare Menge bis zum Saisonende ist jedoch nicht zufriedenstellend. Partien mit überraschendem Nassfäulebefall begrenzen weiter das verfügbare Angebot. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern wird durch stetig wiederkehrende Werbeaktionen angefeuert. Letztendlich flacht die Wirkung jedoch ab. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf dem Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Die restlichen Speisekartoffelbestände sind inzwischen geerntet worden. Hier und da werden noch Stärkekartoffeln gerodet. Das Preisniveau für Speiseware verharrt stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Preisveränderungen werden derzeit nicht erwartet. Packer berichten von kontinuierlichem Absatz. Der Export von Speisekartoffeln nach Polen läuft nach wie vor, die Nachfrage reißt nicht ab. Es ist ausreichend Speiseware hierzulande verfügbar. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware bleiben unverändert auf dem Vorwochenniveau.

Thüringen
Wie üblich im November, ist es hinsichtlich des Absatzes relativ ruhig auf dem Speisekartoffelmarkt hierzulande. Gegenüber der Vorwoche haben sich für Lagerware keine Preisveränderungen ergeben. Preiskorrekturen werden in absehbarer Zeit nicht erwartet. Feldware wird nicht mehr gehandelt. Die inzwischen deutlich kühleren Nachttemperaturen bieten gute Lagerbedingungen. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 19.11.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Regional, Erzeugerpreise, Speisekartoffeln