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Marktinformation Ostdeutschland 44 KW: Ernte und Einlagerung in einigen Regionen schon fast abgeschlossen

06. November 2019

Der überwiegende Teil der Packware in Brandenburg ist Lagerware. Restpartien Frischware sind ebenfalls noch in der Abpackung. Für durchgeschwitzte qualitativ gute Lagerware wird inzwischen ein Lageraufschlag von 2 bis 5 EUR/dt gezahlt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Speisekartoffeln kommen vorwiegend aus der Börde in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Die Ware aus Niedersachen beschränkt sich allerdings auf festkochende Sorten, da vorwiegend festkochende und mehlig kochende Partien noch nicht genügend durchgeschwitzt sind. Problematisch bleibt weiterhin die Versorgung mit mehlig kochenden Sorten. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche.

Mecklenburg-Vorpommern
Bei guten Witterungsbedingungen konnte die Kartoffelernte auf den verbliebenen Flächen fortgesetzt werden. Die Felder sind weitgehend von Speisekartoffeln geräumt. Hier und da werden noch Stärkekartoffeln gerodet. An den Preisen für abpackfähige Speiseware haben sich gegenüber der Vorwoche nur leichte Veränderungen ergeben. Noch haben sich im LEH keine Aufschläge durchgesetzt. Konsumenten decken sich umfangreich mit Kartoffeln aus der Direktvermarktung ein. Insgesamt passt das verfügbare Angebot gut zur bestehenden Nachfrage. Das Packgeschäft läuft normal auf saisonüblichem Niveau. Die Schälkartoffelpreise liegen stabil auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Vielerorts ist die Speisekartoffelernte inzwischen abgeschlossen. Es sind lediglich noch Restflächen mit Industriekartoffeln zu roden. Die Verfügbarkeit von Feldware nimmt weiter ab. Ein großer Teil der eingelagerten Kartoffeln befindet sich noch im Schwitzprozess. Das Angebot reicht derzeit knapp aus, um den Bedarf zu decken. Die Erzeugerpreise für qualitativ gute Lagerware liegen für festkochende und mehlig kochende Sorten zwischen 23 und 29 EUR/dt, für vorwiegend festkochende Sorten 2 EUR/dt darunter. Aufgrund des Feiertags in dieser Woche wird mit einem erhöhten Bedarf gerechnet. Die Preise für Schälkartoffeln verbleiben auf Vorwochenniveau.

Sachsen-Anhalt
In einigen Regionen, insbesondere in der Börde, sind die Erntearbeiten noch voll im Gange. Hier wird die Pflanzkartoffelernte bei entsprechenden Witterungsbedingungen voraussichtlich noch zwei Wochen andauern. In anderen Regionen ist die Ernte der meisten Kartoffeln unter Dach und Fach und es ist festzustellen, dass die Lagerhallen, wie schon im Vorjahr, wieder nicht voll geworden sind. Die Hoffnung auf höhere Erträge der späteren Sorten haben sich nicht erfüllt. Es wird von einer deutlich unterdurchschnittlichen Ernte, vor allem im Süden des Landes, berichtet. Die Erzeugerpreise über alle Kochsorten haben sich im Schnitt um 2 EUR/dt erhöht, wobei den Forderungen regional unterschiedlich entsprochen wird. Im Schälbereich gibt es keine preislichen Änderungen.

Thüringen
Die Speisekartoffelernte ist überwiegend abgeschlossen. Hier und da sind noch Restflächen verblieben. Inzwischen wird überwiegend Lagerware verpackt. Vereinzelt kommen noch Reste Feldware in die Abpackung. Aufgrund der Feiertagswoche wird in dieser Woche mit einer leichten Absatzbelebung gerechnet. Höhere Preise von 3 bis 5 EUR/dt für Lagerware haben sich durchgesetzt. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Mehr Informationen: www.lallf.de

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 06.11.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Regional, Ernte, Einlagerung, Kartoffel, Regionen