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Marktinformation Ostdeutschland 42 KW: Erntemenge in Sachsen geringer als erwartet

23. Oktober 2019

Mit den fortschreitenden Erntearbeiten setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass die Erntemenge hierzulande noch geringer als erwartet, ausfallen wird. Packer haben bereits reagiert und die Erzeugerpreise um 2 EUR/dt angehoben.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Während in der Vorwoche die Rodearbeiten wegen anhaltenden Regenfällen ausgebremst wurden, bieten derzeit Temperaturen von über 20 Grad gute Rodebedingungen. Problematisch sind diese Temperaturen für die Lagerung der Knollen. Mittel zur Keimhemmung sind nur noch eingeschränkt verfügbar. Die Nachfrage der Handelsketten hat, vermutlich bedingt durch die Ferienzeit, nachgelassen. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Vorwochenniveau.

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 42 KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg - Vorpommern
Noch wird frische Speiseware direkt vom Feld abgepackt, so dass die Erzeugerpreise unverändert auf dem Vorwochenniveau verharren. Die Ernte der Speisekartoffeln wird je nach Region noch mindestens 10 Tage laufen. Für Lagerware werden seitens der Erzeuger Aufschläge von 3 bis 5 EUR/dt gefordert. Entsprechende Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel laufen an. Die Preise für Schälkartoffeln bleiben ebenfalls stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Wenn keine Feldware mehr als Schälrohstoff zur Verfügung steht, ist auch im Schälkartoffelbereich mit steigenden Preisen zu rechnen.

Brandenburg
Bei sehr guten Witterungsbedingungen wird die Kartoffelernte vielerorts in dieser Woche beendet werden können. Noch zehren die Packbetriebe von Frischware direkt vom Feld, welche auf stabilem Preisniveau gehandelt wird. Für vorwiegend festkochende Knollen wird im Schnitt 18 EUR/dt gezahlt, für festkochende und mehlig kochende Speiseware 19,50 EUR/dt. Packer haben nach wie vor große Schwierigkeiten für die Regionalprogramme ausreichend Speisekartoffeln zu beziehen. Für die dennoch von den Handelsketten angesetzten Werbeaktionen werden die Kartoffeln aus Brandenburg und Sachsen - Anhalt zusammengekratzt. Lagerware ist kaum verfügbar. Sie befindet sich noch im Schwitzprozess. Für Lagerware werden Preisaufschläge von 2 bis 3 EUR/dt erwartet. Die Schälkartoffelpreise sind stabil im Vergleich zu vergangenen Woche.

Sachsen - Anhalt
Vielerorts werden die Rodearbeiten noch ein bis zwei Wochen andauern. Derzeit kommt bei guten Witterungsbedingungen die Ernte zügig voran. Leider ist dies hier und da auch der geringen Erntemenge geschuldet. Regional fallen die Kartoffelerträge sehr unterschiedlich aus. Teils sind die Erträge noch schlechter als im vergangenen Dürrejahr 2018 ausgefallen, zum Teil sind die Erzeuger angesichts der Witterungsbedingungen 2019 mit Erträgen von 400 dt/ha zufrieden. Die Erzeugerpreise bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Noch wird überwiegend Frischware verpackt. Für Lagerware werden erhöhte Erzeugerpreise erwartet. Das Niveau für Schälware verharrt ebenfalls auf Vorwochenniveau, wird aber bei der Schälung von Rohware aus dem Lager anziehen müssen.

Thüringen
Nach teils kräftigen Regenfällen in der vergangenen Woche, laufen die Rodearbeiten mit Wochenbeginn bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein wieder an. Für die Frischware vom Feld, welche noch den überwiegenden Teil im Packgeschäft ausmacht, bleiben die Erzeugerpreise stabil auf dem Vorwochenniveau. Nach den Werbeaktionen des Handels in den Vorwochen ist des Absatz im LEH und in den Discountern aktuell zurückgegangen. Die Nachfrage der Endkonsumenten nach Großgebinden nimmt weiter ab. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 23.10.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Regional, Sachsen, Erntemenge