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Marktinformation Ostdeutschland 39 KW: Mecklenburg - Vorpommern - gute Witterungsbedingungen

02. Oktober 2019

Die Kartoffelernte ist bei guten Witterungsbedingungen voll im Gange. Für den Tagesbedarf steht ausreichend Packware zur Verfügung. Die Lagerhäuser werden gefüllt. Hier und da wird die Ernte der Speisekartoffeln in Kürze beendet sein. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 39. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Erträge und auch Qualitäten streuen sehr stark in Abhängigkeit der Wasserversorgung. Die späten Sorten haben teils durch Regenfälle noch an Ertrag gewonnen. Einkellerungsangebote dominieren das Kartoffelgeschäft im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern. Diese Werbeaktionen sorgen für guten Umsatz, erreichen aber längst nicht mehr die vor Jahren gewohnten Umsatzmengen. Die Erzeugerpreise für Speiseware sind stabil. Das Schälkartoffelgeschäft verläuft bei überwiegend unveränderten Preisen in ruhigen Bahnen.

Brandenburg
Nach dem die Bevorratungsaktionen zunächst ruhig anliefen, kommt zunehmend Schwung ins Geschäft mit überwiegend ungewaschenen Knollen in den Discountern. Dabei werden Gebindegrößen von 10 und 7,5 kg bevorzugt. Für 25 kg besteht kaum noch Bedarf, teils werden sie daher auch nicht mehr abgepackt. Die Einlagerung ist voll im Gange, vereinzelt sind die Flächen bereits geräumt. Es bestätigt sich immer mehr, dass wie bereits im Vorjahr, viel weniger als der langjährige Durchschnitt geerntet wurde. Die Erntemengen in der Region werden nicht bis Saisonende ausreichen. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind im Vergleich zur Vorwoche unverändert geblieben. Die Schälkartoffelpreise verharren ebenfalls auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Die sogenannten Einkellerungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern laufen ruhig an. Der Absatz von Großgebinden in den Handelsketten nimmt stetig ab. In der Direktvermarktung ab Hof finden große Gebindegrößen wie 25 kg eher Akzeptanz und das nicht nur von der älteren Generation. Junge Leute kaufen zunehmend bewusst Produkte aus der Region, unabhängig vom Preis. Für den aktuellen Bedarf steht ausreichend Speiseware aus der Region zur Verfügung. Die langfristige Versorgung bis zum Saisonende ist angesichts der schwachen Erträge nicht gesichert. Angesichts der geringen Erntemengen haben die Erzeuger teils das Erntetempo gedrosselt. Am Schälkartoffelmarkt bleiben die Preise stabil.

Sachsen - Anhalt
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Die Kartoffelernte läuft bei guten Rodebedingungen vielerorts auf Hochtouren. In vielen Regionen hierzulande ist wie bereits im Vorjahr nur sehr wenig Niederschlag gefallen, so dass die Erträge wiederholt nur ein Drittel des sonst üblichen Durchschnitts erreichen. In der Börde liegen die Kartoffelerträge überwiegend zwischen 10 und 25 t/ha. Nur vereinzelt werden dort normale Erträge von 40 t/ha erzielt. Beregnungsmöglichkeiten gibt es kaum. Nach wie vor fließt Erntegut, jedoch überwiegend aus Niedersachsen, nach Polen und hin und wieder nach Tschechien. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil. Es zeichnet sich jedoch langfristig eine angespannte Versorgungslage am Speisekartoffelmarkt ab.

Thüringen
Das Roden der Kartoffeln geht flott voran. Die Einkellerungsaktionen des Handels sind angelaufen. Teils hat der Großhandel unerwartet große Mengen der ungewaschenen Packware in 10 kg und 25 kg Gebindegrößen bestellt. Andernorts wurden bislang geringe Mengen vom Lebensmitteleinzelhandel und den Discountern geordert. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die Erträge in der Region sind nicht zufriedenstellend. Durch unzureichende Wasserversorgung der Kartoffelpflanze während der Vegetation sind die Knollen häufig sehr kleinfallend. Es sind kaum Übergrößen verfügbar. Die Preise für rohe und gedämpfte Kartoffeln bleiben stabil auf dem Niveau der Vorwoche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 02.10.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Mecklenburg - Vorpommern, Witterungsbedingungen, Regional