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Marktinformation Ostdeutschland 36 KW: Brandenburg; Regionalware ist gefragt

10. September 2019

Die bisherigen Preise für Speisekartoffeln waren nicht zu halten. Regionalware ist gefragt, dennoch ist das Preisniveau den Käufern zu hoch. Mit einer Stabilisierung der Preise wird noch nicht gerechnet. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 36. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Katoffel
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Vorwiegend festkochende Speiseware wird für durchschnittlich 19 EUR/dt frei Erfasser bzw. Abpacker verkauft, das sind gegenüber der Vorwoche 4,50 EUR/dt weniger. Noch sind nicht alle Sortentypen aus heimischem Anbau verfügbar und werden überregional zugeführt. Die Rodungen für die Haupternte stehen unmittelbar bevor, teils sind sie auch schon angelaufen. Bei Stärkekartoffeln wird noch mit Zuwachs gerechnet. Schälkartoffelpreise für rohe Ware gaben weiter nach.

Mecklenburg-Vorpommern
Angebot und Nachfrage stehen sich am hiesigen Speisekartoffelmarkt ausgeglichen gegenüber. In der laufenden Woche wurden die Preise für Speisekartoffeln noch einmal nach unten korrigiert. Die Preise liegen nun 2,50 bis 3,00 EUR/dt unter der vergleichbaren Vorjahreswoche. Weitere Preisrückgänge werden nicht ausgeschlossen, stoßen aber in der Landwirtschaft angesichts der absehbar mäßigen Erträge auf wenig Verständnis. Der Wetterwechsel zum Wochenbeginn mit kühleren Temperaturen und Niederschlägen sorgt für verbesserte Bedingungen zum Roden und ist förderlich für die bevorstehende Einlagerung. Die Preise für rohe Schälkartoffel gaben weiter nach.

Sachsen-Anhalt
Noch wird vorwiegend nach Bedarf gerodet, sofern es die Bodenbedingungen zulassen. Mit der nun einsetzenden kühleren Witterung gepaart mit Niederschlägen gelangt die Einlagerung in den Vordergrund. Um die Speisekartoffeln vor Rodeschäden zu schützen, fehlt es vielerorts an ausreichender Bodenfeuchte. Ertragsmäßig wird mit einem größeren Aufkommen als im Vorjahr gerechnet, dennoch bleibt es hinter den Erwartungen zurück. Trotz der sich abzeichnenden nicht allzu großen Ernte konnte das Preisniveau nicht gehalten werden. Die Erzeugerpreise haben weiter um 3 bis 4 EUR/dt nachgegeben. Es wird mit weiterem Preisdruck in der Ernte gerechnet. Nachfrageseitig bleibt es weiterhin ruhig am Markt. Die anfallenden Qualitäten werden als gut beschrieben. Schälkartoffelanbieter haben die Preise für rohe Schälkartoffeln um 10 Cent/kg zurückgenommen.

Sachsen
Die Erzeugerpreise für Speiseware haben im Vergleich zur Vorwoche weiter nachgegeben. Noch wird vorwiegend bedarfsgerecht geerntet. Die Einlagerung beginnt erst ab Mitte September. In einigen Regionen ist es für eine beschädigungsfreie Rodung immer noch zu trocken. Bisherige Ernteergebnisse sind unbefriedigend. Ersten Ertragsschätzungen zufolge wird mit 25 bis 30 t/ha, teils auch darunter gerechnet. Mit Ertragszuwachs wird kaum noch gerechnet. Der Absatz ist ruhig. In den nächsten Wochen werden die saisonüblichen Sonderaktionen des LEH für Absatzbelebung sorgen. Schälkartoffelpreise verharren auf dem Vorwochenniveau, stehen aber unter Druck.

Thüringen
Im Zuge der bevorstehenden Einlagerung haben die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln um weitere 2 EUR/dt nachgegeben. Nach wie vor wird in der hiesigen Region nur für den unbedingt notwendigen Bedarf gerodet. Viele Kartoffelbestände leiden unter der anhaltenden Trockenheit, die darüber hinaus zu Rodebehinderungen führt. Die Nachfrage nach Speiseware wird als ruhig beschrieben, teils haben sich Kunden aufgrund des hohen Preisniveaus umorientiert. Die Preise für Schälkartoffeln sind im Vorwochenvergleich unverändert geblieben.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 10.09.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Brandenbur, Regionalware, gefragt