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Marktinformation Ostdeutschland 30 KW: Angebot an deutschen Frühkartoffeln nimmt stetig zu

31. Juli 2019

Der Absatz im Packgeschäft ist ferienbedingt ruhig, teils haben in der vergangenen Woche Werbeaktionen zu einer leichten Geschäftsbelebung geführt. In Erwartung von hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 40°C sind die Bestellungen der Discounter und der Lebensmitteleinzelhändler in dieser Woche bislang sehr gering.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Große Hitze dämpft erfahrungsgemäß die Lust am Kochen und den Verzehr von Kartoffeln. Das Angebot an deutschen Frühkartoffeln nimmt stetig zu, ist aber noch nicht ausreichend. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 30. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Pfälzer Frühkartoffeln sind inzwischen knapp. Verfügbare regionale Ware ist häufig noch losschalig und zum Teil kleinfallend. So passen Qualität und Preis oft nicht zusammen. Die Erzeugerpreise sind zwar weiter zurückgegangen, haben aber noch ein stolzes Niveau. Ab Station werden in dieser Woche für Ware aus der Pfalz und Niedersachsen 50 EUR/dt für vorwiegend festkochende Speiseware genannt. Mehlig kochende und festkochende Knollen kosten 52 EUR/dt. Im Vorjahr wurden in der 30. KW für mehlig kochende und festkochende Sorten 24 EUR/dt und für vorwiegend festkochende Sorten 22 EUR/dt gezahlt.

In den vergangenen Tagen hat es in einigen Gebieten nennenswerten Niederschlag gegeben. In den vom Regen begünstigten Lagen werden gute Kartoffelerträge erwartet. In den Trockenlagen ohne Beregnungsmöglichkeit wächst mit jedem Tag ohne Regen und hochsommerlichen Temperaturen von über 30°C die Sorge der Landwirte, dass die Kartoffelerträge wie im vergangenen Jahr unter dem möglichen Durchschnittsertrag liegen werden.

In der Schälung werden nur noch vereinzelt alterntige Knollen verwendet. Schälkartoffelproduzenten mit eigenem Anbau decken ihren Bedarf an Rohware zum Teil bereits aus dem eigenen Anbau. Das Preisniveau für geschälte rohe und gedämpfte Kartoffeln wurde im Vergleich zur Vorwoche überwiegend beibehalten, vereinzelt haben die Preise leicht nachgegeben. Für Schälrohware müssen nach wie vor hohe Preise zwischen 30 und 40 EUR/dt (franko) gezahlt werden Wie üblich zur Ferienzeit hat der Absatz geschälter Kartoffeln nachgegeben. Die reduzierte Nachfrage aus Großküchen kann jedoch in Urlaubsregionen durch die lebhafte Nachfrage aus der Gastronomie kompensiert werden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 31.07.2019

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Angebot, Frühkartoffeln, Regional