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Marktinformation Ostdeutschland 27 KW: Deutsche Frühkartoffeln überwiegen inzwischen am Markt

09. Juli 2019

Die Versorgung des ostdeutschen Speisekartoffelmarktes mit Frühkartoffeln aus dem Ausland neigt sich dem Ende zu. In einigen Packbetrieben wird noch frühe Speiseware aus Israel und Portugal abgepackt. Das Preisniveau für die Importware hat sich nicht wesentlich geändert. Israelische Ware wurde zuletzt für 69 EUR/dt franco geordert. Für portugiesische Knollen wurden noch 80 EUR/dt gezahlt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 27. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Deutsche Frühkartoffeln überwiegen inzwischen am Markt. Die Versorgungssituation ist angespannt. Noch ist Speiseware aus Niedersachsen und Sachsen – Anhalt häufig losschalig, was bei den hohen Temperaturen der vergangenen Tage Transport und Lagerung erschwert. Qualitätsmängel sind die Folge, wenn das Erntegut nicht sofort gekühlt werden kann. Teils wurde das Roden eingestellt. Es wird abgewartet, bis die Knollen schalenfest sind.

Frühkartoffeln aus der Pfalz und dem Breisgau weisen größtenteils feste Schalen auf. Für Pfälzer Speiseware werden Bezugspreise zwischen 70 und 75 EUR/dt (franko) von Packern genannt. Ware aus Niedersachsen ist etwas günstiger. An der Küste wurden für vorwiegend festkochende Knollen aus dem Raum Burgdorf 67 und für festkochende und mehlig kochende Sorten 69 EUR/dt franko gezahlt. Für festschalige Speiseware aus Sachsen – Anhalt liegen die Preise ab Station zwischen 65 und 70 EUR/dt. In zwei Wochen wird in dieser Region die Verfügbarkeit festschaliger Ware deutlich zunehmen. Bis dahin wird vielerorts auf Regen gehofft. Die Hitze der vergangenen Tage hat die Feldbestände gezeichnet, aber die Kartoffelfelder sehen dieses Jahr an vielen Standorten noch deutlich besser aus als im Vorjahr. Aus Polen und Tschechien wird inzwischen Speiseware nachgefragt. Hiesige Versandhändler warten ab bis die Ware ausreichend festschalig ist.

Der Absatz der Packware im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern ist vielerorts mit den hochsommerlichen Temperaturen eingebrochen. Teils beleben Werbeaktionen im Discountbereich das Geschäft. Während an der Küste bedingt durch viele Urlauber der mengenmäßige Absatz von Pack- und Schälware sehr gut ist, sind in anderen Bundesländern der Region ferienbedingt die Absatzzahlen der Packer und Schäler gesunken.

Restbestände an Knollen aus der alten Ernte sind noch für die Schälung verfügbar. Kleinstmengen alterntiger Ware werden ebenfalls noch in der Direktvermarktung ab Hof angeboten. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln halten überwiegend das Vorwochenniveau. Viele Schäler haben die Preise trotz Umstellung auf Frühkartoffeln nicht verändert. Für Schälrohware werden derzeit Bezugspreise zwischen 35 und 45 EUR/dt genannt.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 09.07.2019

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Marktinformation, Ostdeutschland, Frühkartoffeln, Markt, Regional