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Marktinformation Ostdeutschland 24 KW: Der Warenbezug ist ein Problem

18. Juni 2019

Kurz vor dem Pfingstwochenende zog die Nachfrage nach Packware in Sachsen kurzzeitig an. Es sind deutlich mehr Kleingebinde im LEH und in den Discountern umgesetzt worden. Nach wie vor ist der Warenbezug ein großes Problem. Es sind nicht genug Speisekartoffeln verfügbar, Frühkartoffeln aus Spanien und Israel decken das Sortiment ab. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 24. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Bei den hohen Temperaturen und teils Gewitterstimmung ist die Qualität der Importware schwierig zu halten. Die Knollen keimen frühzeitig. In der kommenden Woche werden erste Frühkartoffeln aus der Pfalz abgepackt. Für die Schälung stehen noch Restpartien Lagerware aus der Ernte 2018 in allen drei Sortengruppen zur Verfügung. Das Preisniveau für die Schälware bleibt unverändert.

Mecklenburg - Vorpommern
Nach wie vor verläuft das Packgeschäft hierzulande zweigeteilt. Während im Küstenbereich immer noch mehr als die Hälfte der Packware aus alterntigen Lagerbeständen stammt, werden in der südlichen Landeshälfte fast komplett spanische Frühkartoffeln abgepackt. Ergänzt wird das Sortiment dort mit inzwischen festschaliger und packfähiger Speiseware aus dem Breisgau. Erste eigene losschalige Frühkartoffeln sind ebenfalls im Angebot. An der Küste werden ebenfalls noch ägyptische und spanische Frühkartoffeln gepackt. Das Preisniveau der frühen Importware und der alterntigen Kühlhausware bleibt unverändert. Das Pfingstgeschäft war in der Küstenregion gut, in anderen Gebieten ist es teilweise sehr heiß gewesen und dementsprechend geringer war die Nachfrage. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Noch steht alterntige Rohware zur Verfügung.

Brandenburg
Packer hierzulande haben weiterhin große Mühe, ausreichend Packware zu bekommen. Noch stehen Restmengen an Frühkartoffeln aus Spanien und Israel zu Verfügung. Inzwischen ergänzen portugiesische Frühkartoffeln das Sortiment. Die Speiseware aus Portugal ist bislang qualitativ schwierig. Die Knollen sind schorfig und zum Teil angefault. Die Bezugspreise für die frühe Importware liegen franko zwischen 80 und 84 EUR/dt. Ende der Woche werden die ersten packfähigen Frühkartoffeln aus der Pfalz erwartet. Der Absatz zum Pfingstfest war auf Grund der schwül heißen Witterung schwächer als angenommen. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
In der vergangenen Woche sind noch Restpartien deutscher Lagerware in heimischen Lebensmittelmärkten angeboten worden. Sie wurden von den Endkunden gut nachgefragt. Die Qualität war zum Teil noch sehr gut. Geringe Mengen der frühen Sorte Solist werden inzwischen aus Niedersachsen bezogen. Für alterntige Schälware bleiben die Preise stabil auf dem Vorwochenniveau. Teils ist keine alterntige Rohware für die Schälung mehr verfügbar. So ist vereinzelt auf Frühkartoffeln umgestellt worden. Pfälzer Rohware kostet derzeit 79 EUR/ dt franko. So ergeben sich stolze Preise für die Schälware. Die genannte Preisspanne der Schälkartoffelproduzenten liegt je nach Menge zwischen 170 und 205 EUR/ dt für rohe geschälte Ware.

Thüringen
Diese Woche werden die Restmengen vorwiegend festkochender Lagerware aus dem Kühlhaus abgepackt. Das Preisniveau ist stabil geblieben. Abgepackt wird ansonsten alles, was möglich ist. Nach wie vor ist das Angebot an Packware sehr knapp. Frühkartoffeln aus Ägypten, Spanien, Israel und inzwischen auch Portugal sind am Speisekartoffelmarkt hart umkämpft. Geringe Mengen an italienischer Ware ergänzen das Sortiment. Alle warten auf festschalige packfähige Knollen aus den deutschen Frühkartoffelanbaugebieten. Erste losschalige Frühkartoffeln aus der Region werden in kleinen Mengen abgepackt. Diese werden zu 75 EUR/ dt franko bezogen. Das Preisniveau der ausländischen Frühkartoffeln bewegt sich um die 82 EUR/ dt franko. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 18.06.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Speisekartoffeln, Sachsen, Warenbezug, Problem