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LogiMAT-Weltpremiere: Fraunhofer IML und EPAL heben Datengold der Logistik

21. März 2018

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die European Pallet Association e.V. (EPAL) entwickeln im neuesten Enterprise Lab in Dortmund die Ladungsträger der Zukunft. Den ersten Anwendungsfall für die interaktive Palette haben die Partner auf der LogiMAT 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle: Fraunhofer IML / EPAL
Die erste interaktive EPAL-Palette. Quelle: Fraunhofer IML / EPAL

Einen der derzeit wertvollsten Datenschätze der Logistik zu heben, haben sich das Fraunhofer IML und EPAL mit dem neuesten Enterprise Lab in Dortmund auf die Fahnen geschrieben. Ziel der gemeinsamen Entwicklung ist die Digitalisierung des weltweit größten offenen Palettenpools. Die Standard-Europalette ist der wichtigste Ladungsträger in der Logistik. Zahlreiche Systeme in der Förder- und Lagertechnik, Transportmittel und Verpackungen sind auf EPAL Europaletten ausgelegt. Allein in Europa hat die Vereinigung über 500 Millionen Paletten im Umlauf.

»Die Logistik steht auf Paletten. Diese intelligent zu machen, heißt die Logistik intelligent zu machen. Intelligente Palettennetzwerke sind ein Meilenstein auf dem Weg zum Internet der Dinge mit dem sich der wahre Datenschatz in der Logistik heben lässt«, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

Das Fraunhofer IML präsentierte die erste interaktive EPAL-Palette auf der LogiMAT 2018 in Halle 1, Stand K61. Quelle: Fraunhofer IML / EPAL
Das Fraunhofer IML präsentierte die erste interaktive EPAL-Palette auf der LogiMAT 2018 in Halle 1, Stand K61. Quelle: Fraunhofer IML / EPAL

Die Nachfrage nach automatisch verfolgbaren und steuerbaren Ladungsträgern steigt aktuell im Zuge von Industrie 4.0 rasant an. Wichtigstes Werkzeug ist eine neue, interaktive Palette, die nicht mehr nur als Ladungsträger, sondern als Informationsträger fungiert. Sie ist darüber hinaus in der Lage, über Smart Devices in einem dezentralen Netzwerk zu kommunizieren. In einem integrierten Gesamtsystem von 500 Millionen Paletten wird daraus ein Business Case, der eine entsprechende IT-Infrastruktur sowie die Entwicklung passender Apps für mobile Endgeräte beinhaltet.

»Die Kooperation mit dem Fraunhofer IML ermöglicht uns den Zugang zu Experten, die sowohl in der Technikentwicklung als auch in der Erstellung von Business Cases auf ein umfassendes Know-how zurückgreifen können. Daher ist das Institut für uns als Betreiber des weltweit größten Palettenpools der ideale Partner auf dem Weg in die digitale Zukunft«, erklärt Herr Robert Holliger, Präsident der EPAL.

Die erste interaktive EPAL-Palette auf der LogiMAT 2018. Quelle: Fraunhofer IML / EPAL
Die erste interaktive EPAL-Palette auf der LogiMAT 2018. Quelle: Fraunhofer IML / EPAL

Der auf der LogiMAT gezeigte Anwendungsfall der kommunizierenden Paletten basiert auf der Funktechnologie »NarrowBand IoT«. Entstanden ist die Lösung im Rahmen der gemeinsamen Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IML mit der Deutschen Telekom in dem vor wenigen Monaten gegründeten »Telekom Open IoT Lab«. »Es hat sich gezeigt, dass NarrowBand IoT die perfekte Technologie für die Umsetzung des Internet der Dinge in der Logistik ist. Der Technologietransfer in unserem Fraunhofer Lab Center war konsequent und zeigt ausgesprochen eindrucksvoll die Vorteile interdisziplinärer Forschung an einem Ort«, so ten Hompel.

Quelle: Fraunhofer IML / EPAL

Veröffentlichungsdatum: 21.03.2018

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LogiMAT, Weltpremiere, Fraunhofer IML, EPAL, Logistik