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LK Steiermark schlägt Alarm: Preismisere in der Landwirtschaft ist existenzbedrohend - Obstbauern zahlen dazu

22. Oktober 2018

"Vom Lebensmittel-Endverbraucherpreis kommt beim Bauern viel zu wenig an. Extrem hart trifft es jetzt die Obst- und die Schweinebauern, das ist existenzbedrohend", schlug der steirische Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher Alarm. "Unsere einzigartige, kleinstrukturierte, bäuerliche Landwirtschaft ist in der Steiermark beziehungsweise in Österreich in höchster Gefahr. Den unfairen Preisen für unsere Bauern muss ein Riegel vorgeschoben werden", forderte Titschenbacher laut das Agrarisches Informationszentrum aiz.info.

Bildquelle: Shutterstock.com o & G
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Obstbauern zahlen dazu - Schweinepreis im Keller

"In den vergangenen Wochen sind die Erzeugerpreise für Schweinefleisch in den Keller gerasselt. Von einem Kilo Schnitzelfleisch kommen beim Bauern nur magere 15% an, wovon er die gesamten Kosten von den Maschinen über die Stallgebäude und das Futter bis hin zur Sozialversicherung bezahlen muss", erklärte Titschenbacher. "Äußerst prekär ist die Lage auch für die heimischen Obstbauern. Sie erleben schon das vierte Katastrophenjahr durch Frost und Preisdumping. Der Obstbauer bekommt im Schnitt nur die Hälfte seiner Kosten bezahlt. Auf der zweiten Hälfte bleibt er, trotz naturnaher und effizienter Bewirtschaftung, sitzen", gab der Präsident zu bedenken.

Bereits 15 bis 20 Cent mehr würden Bauern helfen

"Würde der Bauer nur um 20 Cent pro Kilo Schweinefleisch mehr als derzeit bekommen, könnte er kostendeckend wirtschaften. Und würden bei den Obstbauern um nur 15 Cent pro Kilo Obst mehr ankommen, könnten sie ihre Höfe erhalten", erläuterte LK-Vizepräsidentin Maria Pein. Die Schweine- und Obstbauern sind ein wichtiger Motor für die regionale Wirtschaft. Gemeinsam sichern sie 15.000 Arbeitsplätze in vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen und sorgen für eine Wertschöpfung in der Ost-, Südost- und Weststeiermark von rund 1,25 Mrd. Euro.

Seitinger: Bauern brauchen faire Rahmenbedingungen

"Die Zukunft unserer Bauern muss ein gesellschaftliches Hauptanliegen werden, da die Lebensqualität und die Versorgungssicherheit von morgen unmittelbar damit zusammenhängen. Daher appelliere ich eindringlichst an alle Partner, faire Geschäftsbedingungen einzuhalten und an die öffentlichen Institutionen, heimischen Produkten den Vorrang zu geben", unterstrich Landesrat Johann Seitinger. Der Handel sollte Produkte aus seinen Märkten verbannen, die in Österreich gesetzlich nicht erzeugt werden dürfen.

Quelle: aiz.info

 

Veröffentlichungsdatum: 22.10.2018

Schlagwörter

LK Steiermark, Preismisere, Landwirtschaft, existenzbedrohend, Obstbauern