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LK Österreich: Heimisches Obst und Gemüse ist sicher und gesund

01. April 2019

"Österreichische Lebensmittel sind heutzutage so sicher wie noch nie zuvor. Wir wehren uns gegen unseriöse Darstellungen in verschiedensten Kanälen, die zu einer Irreführung der heimischen Konsumentinnen und Konsumenten führen. Das größte Risiko beim Verzehr von Obst und Gemüse ist nachweislich, auf derartige Vitaminspender zu verzichten", betont der Generalsekretär der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich, Ferdinand Lembacher wie das Agrarisches Informationszentrum aiz.info berichtet.

Bildquelle: Shutterstock.com O&G
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"So sind etwa laut der jüngsten 'Global Burden of Disease Study' falsche Ernährung und deren Folgen - Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Diabetes und mehr - sowie Tabak und Alkohol die wahren Risikofaktoren. Diesen Sachverhalt zu thematisieren, bringt jedoch keine Schlagzeilen und Spenden, weshalb man wenig davon hört", so Ferdinand Lembacher weiter.

Pflanzenschutz ist primär Fruchtfolge, Sortenauswahl und Kulturführung

"Pflanzenschutz ist nichts anderes als ein Bündel von Maßnahmen, damit die Pflanzen wachsen, gedeihen und Früchte tragen oder selbst als Lebensmittel dienen können. Zum Pflanzenschutz zählen in erster Linie die richtige Fruchtfolge, die Sortenauswahl und eine sorgfältige Kulturführung. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist erst die Ultima Ratio. Diverse Diskussionen vermitteln einen vollkommen falschen Eindruck. Nach dem Motto 'So wenig wie möglich, so viel wie notwendig' und unter professioneller Anwendung ist jedoch ein Pflanzenschutzmitteleinsatz oft unverzichtbar, um Ernte und Qualität sicherzustellen", unterstreicht Lembacher.

Im vergangenen Jahr hat beispielsweise der vom Handel einseitig vorgegebene Verzicht auf bestimmte Pflanzenschutzmittel dazu geführt, dass zigtausende Tonnen Erdäpfel wegen eines massiven Drahtwurmbefalls entsorgt werden mussten. Die heimische Ware dürfte deswegen bereits im April ausgehen. Massive Importe aus Ländern mit teilweise viel geringeren Standards, damit verbundene Treibhausgas-Emissionen und somit eine weitere Schädigung unseres Klimas sind die Folge derartiger unpraktikabler Vorgaben.

Fakten statt Fake-News gefordert

Im Hinblick auf jüngste Artikel über den angeblichen Nachweis von bis zu 31 Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen auf Äpfeln betont der LK Österreich-Generalsekretär: "Fakten statt Fake-News lautet unsere Devise. Pflanzenschutzmittel-Statistiken lassen sich entweder als seriöse Information verwenden oder bewusst fehlinterpretieren, um einseitig Stimmung zu erzeugen. So zeigt sich im Grünen Bericht zwar ein deutlicher Rückgang bei Herbiziden und chemisch-synthetischen Fungiziden - sprich Unkraut- und Pilz-Bekämpfungsmitteln -, aber eine angebliche sprunghafte Zunahme bei Insektiziden ab 2017. Diese ist jedoch schlicht und einfach darauf zurückzuführen, dass Kohlendioxid seit diesem Jahr in die Statistik aufgenommen worden ist. CO2 ist nichts anderes als das, was wir in das Wasser hineinblasen, um prickelndes Sodawasser zu erhalten." Und weiter: "Insgesamt 962 der 1.121 in der Pflanzenschutzmittel-Statistik angeführten Tonnen (86%) im Jahr 2017 gehen auf das Konto von Kohlendioxid. Das sollte auch der in den Medien zitierte, angebliche Experte Johann Zaller eigentlich wissen", kritisiert Lembacher.

Lebensmittel aus Österreich deutlich sicherer als aus Nicht-EU-Ländern

"Wer jedoch nicht die Zeit oder Lust hatte, den Artikel bis zu dieser Zeile zu studieren, ist nachhaltig verunsichert", kritisiert Lembacher. "Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sind in den Jahren 2015 bis 2017 nur drei von knapp 8.400 Lebensmittelproben als gesundheitsschädlich eingestuft worden. Auch das EU-Pflanzenschutz-Monitoring der Europäischen Lebensmittel-Sicherheitsbehörde (EFSA) aus dem Jahr 2018 kommt zum Ergebnis, dass bei 7,2% der Proben aus Nicht-EU-Ländern Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden, bei 2,4% aus EU-Mitgliedstaaten, jedoch nur bei 0,6% der österreichischen Proben", erklärt der Generalsekretär. Ein Grund mehr, zu heimischen Produkten zu greifen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Quelle: aiz.info
 

Veröffentlichungsdatum: 01.04.2019

Schlagwörter

Österreich, Heimisches, Obst und Gemüse, sicher, Gesund