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LK NÖ: Schutz der österreichischen Erdäpfel statt Boykott der Ernte

15. Mai 2017

"Es ist das erste Mal, dass Handelsketten von einer politischen Partei verpflichtet werden sollen, 30.000 t Erdäpfel wegen Drahtwurmschäden zu entsorgen, eine Menge, mit der man 600.000 österreichische Konsumenten ein ganzes Jahr lang versorgen kann", stellt die Landwirtschaftskammer NÖ fest, so berichtet das Agrarische Informationszentrum aiz.info.


Bildquelle: Shutterstock.com

Heftige Kritik an Boykott-Aufruf der Grünen

Der Aufruf von Helga Krismer (Die Grünen NÖ), heimische Erdäpfel zu boykottieren sei "ein direkter Angriff gegen die heimische Landwirtschaft". Der internationale Vergleich zeige, dass auch in anderen europäischen Ländern das Pflanzenschutzmittel MOCAP zum Einsatz komme, und das nicht ohne Grund. Auch die belgische, niederländische, französische und britische Ernte werde mit MOCAP geschützt. In vielen europäischen Ländern seien auch andere Mittel zugelassen. Die LK Niederösterreich ist verwundert darüber, "dass eine politische Fraktion unseren Bauern professionelles und verantwortungsvolles Handeln abspricht".

Fakten zur Drahtwurmbekämpfung

"Das Legen der Erdäpfel ist praktisch abgeschlossen. Die Anwendung von MOCAP erfolgte bereits beim Legen, wobei das Granulat in die Erde unter die Knolle ausgebracht wurde. Das bedeutet: Zu diesem Zeitpunkt befindet sich nur die Mutterknolle im Boden, die nicht für den Verzehr bestimmt ist. Gegessen werden die Tochterknollen, welche sich erst im Lauf des Sommers entwickeln. Zudem wird der Wirkstoff von der Pflanze nicht aufgenommen, daher besteht kein Risiko im Erntegut", stellt die LK NÖ klar.

Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 15.05.2017

Schlagwörter

LN NÖ, Österreich, Erdäpfel, Kartoffeln, Boykott, Schutz, Ernte, Drahtwurm