Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

LAVES: Pflanzenschutzmittelrückstände in Porree in 2016

15. Februar 2017

Im Jahr 2016 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES insgesamt 17 Proben Porree (Lauch) aus konventionellem Anbau auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. 16 Proben enthielten nachweisbare Rückstände. Höchstgehaltsüberschreitungen traten in den Proben nicht auf. Angegebene Herkunftsländer der 17 Proben waren Deutschland (14x) und die Niederlande (3x).

Bildquelle: Shutterstock.com Porree
Bildquelle: Shutterstock.com

In 16 Porreeproben (= 94,1 %) wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Lediglich eine Probe aus deutschem Anbau enthielt keine Pestizide. Erfreulicherweise wurden keine Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt. 

in 11 Proben (64,7%) sogenannte Mehrfachrückstände nachgewiesen, d. h. mehr als ein Pestizid oder sein Metabolit je Probe. Sechs Rückstände in einer Probe Porree aus niederländischem Anbau stellen hierbei das Maximum dar. 

Ingesamt wurden bei der Untersuchung des Porrees 17 verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen (siehe Abbildung 3). Am häufigsten enthielten die Porreeproben Bromid (16x). Analytisch kann leider nicht unterschieden werden, ob die Bromidgehalte der Proben aus natürlicherweise bromidhaltigen Erdböden oder aus Begasungsmitteln zur Bodenentseuchung stammen. An 2. Stelle steht das Fungizid Tebuconazol, welches in 6 Proben enthalten war. 

Fazit:
Abgesehen von Bromid ähnelt das Untersuchungsergebnis demjenigen von 2013, wonach Porree (Lauch) im Vergleich zu anderen Gemüsearten mittelmäßig Pflanzenschutzmittelrückstände enthält. 

Quelle: LAVES Niedersachsen

Veröffentlichungsdatum: 15.02.2017

Schlagwörter

LAVES, Pflanzenschutzmittelrückstände, Porree