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Kräftige Niederschläge haben Erntearbeiten in Sachsen ausgebremst

16. Oktober 2019

Die wiederholt knappe Kartoffelerntemenge hierzulande spiegelt sich derzeit nicht in den Preisen für Aktionsware am Markt wieder. Im Kampf um Absatz jagt in Discountern und im Lebensmitteleinzelhandel eine Aktion die nächste Aktion. Die Nachfrage der Endkonsumenten ist gut. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 41. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Die Erzeugerpreise für Speiseware und Schälkartoffelpreise bleiben überwiegend unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Mecklenburg - Vorpommern
Intensive Niederschläge haben im Wochenverlauf die Rodearbeiten unterbrochen. Im Handel wird weiterhin Speiseware im Zuge der Einkellerungsaktionen angeboten. Die Bedeutung von Großgebinden im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern nimmt zunehmend ab. In marktfernen Regionen auf dem Lande fahren einige wenige Erzeuger nach wie vor Großgebinde im 25 oder 12,5 kg Sack direkt zum Konsumenten. Bei intensiver Werbung sind die Absatzzahlen zufriedenstellend. Die Direktvermarktung ab Hof läuft gut. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sowie die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verharren stabil auf dem Niveau der Vorwoche. Das Preisniveau entspricht nicht der angespannten Versorgungslage hierzulande. Die vom Handel verlangte Regionalware reicht mengenmäßig nicht aus. Sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen-Anhalt wurden dieses Jahr wiederholt vielerorts unterdurchschnittliche Erträge eingefahren. Derzeit sind zudem die Rodearbeiten durch anhaltende Regenfälle erschwert, teils gestoppt worden. Andernorts liegen die Knollen im verschlossenen Lager, im Schwitzprozess. Die angelieferte Speiseware hat teils sehr unterschiedliche Knollengrößen. Infolge der Witterungsbedingungen sind die Knollen mitunter sehr stark mit Erde behaftet. Nach wie vor laufen im Handel Einkellerungsaktionen. Während in der Vorwoche die Nachfrage hoch war, ist es diese Woche wieder ruhiger geworden. Das Schälkartoffelgeschäft ist bei stabilen Preisen infolge der Schulferien ebenfalls abgeflaut.

Sachsen - Anhalt
Angesichts der Wetterlage kommt hier und da Druck am Markt auf. Erst war es zu trocken zum Roden, jetzt ist es regional zu nass. Vereinzelt ist der erste Bodenfrost gemeldet worden. Teils berichten Erzeuger, dass die Hälfte ihrer Kartoffelflächen geräumt sind, teils sind nur noch Restflächen zu ernten. Die Erzeugerpreise für Speiseware bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Berichtswoche. Aufgrund der knappen Erntemenge hierzulande erwarten Marktbeteiligte einen Preisanstieg. Das Angebot an kleinfallenden Knollen ist groß, so dass Drillinge niedriger bewertet wurden. Während der Herbstferien ist die Nachfrage nach Schälkartoffeln zurückgegangen. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert.

Thüringen
Nach wie vor laufen in den Handelsketten Einkellerungsaktionen. Die Nachfrage der Endkonsumenten flaut jedoch zunehmend ab, so dass Packer von einem ruhigen Markt berichten. Insbesondere mit ungewaschenen Großgebinden von 25 kg, die vereinzelt noch in Großmärkten und traditionell in der Direktvermarktung ab Hof angeboten werden, scheinen die Kunden derzeit gesättigt zu sein. Die Kartoffelernte ist noch voll im Gange. Regenfälle zwingen hier und da zur Erntepause. Die Preise für Speiseware halten überwiegend das Vorwochenniveau. Die Schälkartoffelpreise bleiben ebenfalls unverändert.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 16.10.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Sachsen, Kartoffeln, Niederschläge, Erntearbeiten