Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Konferenz des CSO "Italienisches Obst & Gemüse auf der Suche nach neuen Märkten" auf der Macfrut

10. Mai 2019

Erleichterung der Exporte durch Öffnung neuer Märkte – Ja, aber wie? Zu diesem Thema, das für die Zukunft von italienischem Obst und Gemüse ausschlaggebend ist, veranstaltete das Servicezentrum Obst und Gemüse (Centro servizi ortofrutticoli, CSO Italy) eine Konferenz am Mittwochnachmittag, dem 8. Mai, im Rahmen der Macfrut.

Foto © Macfrut
Foto © Macfrut

Die Konferenz des CSO Italy richtete einen Fokus auf Birnen, Kiwis, Äpfel, Orangen und Tafeltrauben. An diesem Tag wurde auch der Tropical Fruit Congress eröffnet, der Ananas, Limetten, Papaya und Passionsfrucht gewidmet war.

Der Runde Tisch wurde von dem Präsidenten des CSO Italy, Paolo Bruni, zusammen mit führenden Experten des Sektors geleitet. Der Debatte ging eine in die Tiefe gehende Analyse der Produktions- und Handelssituation von italienischem Obst und Gemüse voraus, die von der Direktorin des CSO, Elisa Macchi, vorbereitet wurde: Es wurde gezeigt, dass die Birnenproduktion in den letzten Jahren von 900.000 auf 700.000 Tonnen gesunken ist (wobei sich der einheimische Konsum in den letzten Jahren erholte), während Belgien und die Niederlande (zusammen) in demselben Zeitraum von 350.000 auf 720.000 Tonnen zulegten. Die geopolitischen Probleme wiegen, allerdings erreichten die italienischen Birnenexporte zwischen 2011 und 2015 in Nordafrika über 11.000 Tonnen pro Jahr. Und während Birnen aus Italien noch nicht nach China dürfen (nach zwei Jahren der Verhandlungen), exportieren Belgien und die Niederlande seit 2014 dorthin.

Die Kiwi ist ein Produkt, bei dem Italien zu den Führenden der Welt bei der Produktion und dem Export gehört, wobei der Wettbewerb von Griechenland zunimmt, während eine Produktion nun 400.000 Tonnen pro Jahr erreicht wird (gegenüber einem Potential von 600.000 Tonnen) und der Konsum stabil ist.

Die Apfelproduktion ist auch stabil bei 2,2 Millionen Tonnen, wobei 50% an ausländische Märkte verkauft werden (bei einer Tendenz des inländischen Konsums, die nicht gänzlich positiv ist). Dabei hat Polen seine Apfelproduktion in wenigen Jahren von 2,3 Millionen auf 4,5 Millionen Tonnen verdoppelt.

Orangen leiden wie der gesamte Zitrussektor. Das italienische Angebot hat von 2 Millionen Tonnen Anfang der 2000er Jahre auf 1,6 Millionen Tonnen abgenommen, während die spanischen Produktimporte sich fast verdreifachten (von 50.000 auf 140.000 Tonnen). Seit Anfang 2019 können Orangen nach China exportiert werden, aber im Augenblick nur rote (neben Zitronen).

Tafeltrauben verzeichneten eine Abnahme des Angebots auf rund 1 Million Tonnen pro Jahr. Das ist die am zweitmeisten exportierte italienische Obstart nach Äpfeln, aber die Mengen haben im Vergleich mit den frühen 2000er Jahren um 17% abgenommen. Der Inlandskonsum nimmt weiter ab. Italien behält seine Führung in der europäischen Produktion (60% der EU), wobei es Griechenland (290.000 Tonnen) und Spanien (270.000 Tonnen) klar überholt. Allerdings bleiben mehr als 90% der italienischen Exporte auf EU-Länder konzentriert. Neue Märkte sollten geöffnet werden, wie China und Vietnam (was Spanien bereits erreicht hat), Thailand und Südafrika.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: www.macfrut.com

Quelle: Macfrut

Veröffentlichungsdatum: 10.05.2019

Schlagwörter

Konferenz, CSO, Italien, Obst & Gemüse, Märkten, Macfrut