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Öko-Feldtage 2019 – Impulse für die ganze Landwirtschaft

09. Juli 2019

Die zweiten bundesweiten Öko-Feldtage knüpfen an den großen Erfolg der ersten an. Mehr als 11.000 Besucher*innen erleben am 3. und 4. Juli die Innovationskraft und Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, dem Lehr- und Versuchsbetrieb der Universität Kassel. Die Highlights der Veranstaltung: Maschinenvorführungen, Neuentwicklungen und Prototypen in Tierhaltung, Pflanzenbau und –zucht sowie die Fachforen.

Foto: Thomas Alföldi, FiBL
11.000 Besucher*innen informierten sich auf dem Feld und im Stall über den aktuellen Stand in der ökologischen Landwirtschaft. Foto: Thomas Alföldi, FiBL

Bevor die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz den Treffpunkt der ökologischen Landwirtschaft eröffnete, brachte sie ihre Vision von 25 Prozent Ökolandbau im Jahre 2025 in Hessen mit vielen anderen Playern der Branche auf eine riesige Leinwand. Das Kunstwerk ist so kreativ und bunt wie der Ökolandbau selbst, um Antworten auf die drängenden Fragen der Landwirtschaft zu finden. „Die ökologische Landwirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung und dazu tragen die Öko-Feldtage bei“, sagte Hinz als der Pinsel wieder gegen das Mikrofon getauscht war. „Neue Wege in der Tierhaltung, neue Sorten, und Fruchtfolgen als Reaktion auf die Klimakrise: All das wird hier zwischen Landwirt*innen, Forschenden und Politiker*innen auf dem Feld, im Stall und in Foren diskutiert“, so die Ministerin weiter.

Foto: Marzena Seidel, FiBL
Der hessischen Landwirtschaftsministerin Priska Hinz und vielen anderen Playern aus der Branche gefällt das Kunstwerk zur Zukunft der ökologischen Landwirtschaft. Foto: Marzena Seidel, FiBL

Aufbruchstimmung in der gesamten Landwirtschaft

Bei idealem Wetter machten sich über 11.000 Besucher*innen auf den Weg nach Frankenhausen, um zu sehen, was die ökologische Landwirtschaft zu bieten hat – darunter auch viele konventionell wirtschaftende Kolleg*innen und zahlreiche Studierende und Auszubildende. „Das große Interesse an den Öko-Feldtagen spiegelt den Aufbruch vieler Landwirte wieder und die Innovationskraft von Bio“, sagte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW. „Biobauern und solche, die es werden wollen, haben hier eine Fülle von Ideen für ihre tägliche Arbeit bekommen. Der Erfolg der Öko-Feldtage und die Lösungen, die Bio für die großen Zukunftsfragen entwickelt hat, strahlen so in die Politik und die gesamte Landwirtschaft aus.“

„Wir freuen uns, dass die Öko-Feldtage schon beim zweiten Mal zu einer etablierten Plattform für alle Landwirt*innen geworden sind, um das Wissen zwischen Praxis und Forschung zu teilen“, resümiert Projektleiter Carsten Veller von der FiBL Projekte GmbH nach der Veranstaltung und gibt eine Überraschung für die Feldtage in zwei Jahren bekannt: „Nachdem wir die Öko-Feldtage nun zwei Mal sehr erfolgreich auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen veranstaltet haben, übernimmt für 2021 ein neuer Betrieb den Staffelstab: Die Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof, der Lehr- und Versuchsbetrieb der Universität Gießen.“

Technik und traditionelles Wissen

Besonders groß waren die Besucherzahlen bei den Maschinenvorführungen, den Neuentwicklungen und den Fachforen: Hier verbinden sich moderne Technik, neues und traditionelles Wissen. Viele kamera- und GPS-geführte Hacken standen im Fokus des Interesses. Ein weiteres Highlight der Feldtage waren die zahlreichen Demoparzellen der Aussteller und die Landessortenversuche zu Ackerbohne, Weizen, Triticale, Mais und Kartoffeln. „Das Wertvollste an den Öko-Feldtagen war der Austausch mit Kolleg*innen und Forschenden“, sagt Johannes Eisert, Bio-Jungbauer vom Gladbacherhof. Besonders spannend für ihn: Der Fortschritt in der Elektromobilität. Über einen elektrisch betriebenen Hoftrac denkt er seit den Öko-Feldtagen nach.

Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)

Veröffentlichungsdatum: 09.07.2019

Schlagwörter

Öko-Feldtage, Impulse, Landwirtschaft