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Keine zusätzlichen Zölle für europäische Knoblauchexporte nach Brasilien

21. Mai 2019

Der europäische Knoblauchsektor wird weiter unter den gleichen Bedingungen wie zuvor nach Brasilien exportieren dürfen, ohne einer Zollanhebung von 19% zu unterliegen, wie im Februar von dem Land angekündigt wurde. Dies ergibt sich aus der Vereinbarung, die zwischen der Europäischen Kommission und Brasilien erreicht wurde.


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Das wird von den spanischen Knoblaucherzeugern, die in der Nationalen Vereinigung der Erzeuger und Vermarkter von Knoblauch (Asociación Nacional de Productores y Comercializadores de Ajo, ANPCA) vereint sind, die ein Mitglied von FEPEX ist, als positiv bewertet. Die Erhöhung der Zölle hätte dem Sektor der Knoblaucherzeuger und -exporteure ernsthaft geschadet, weil Brasilien nach den europäischen Zielländern der Hauptimporteur von europäischem und spanischem Knoblauch ist. Deshalb wurden von der ANPCA und FruitVegetable Europe (Eucofel) zahlreiche Handlungen ergriffen, um sicherzustellen, dass die Zollerhöhung nicht in Kraft tritt.

Am 18. Februar informierte die Brasilianische Regierung die Welthandelsorganisation (WTO) über ihre Absicht, die Einfuhrzölle für insgesamt 36 europäische Produkte anzuheben. Diese neuen Zölle sind eine Reaktion auf die Anwendung von Schutzmaßnahmen durch die EU gegen brasilianischen Stahl. Nach der Mitteilung an die WTO hatte Brasilien 30 Tage, um diese neuen Zölle in Kraft zu setzen. Schließlich machten die Europäische Kommission und Brasilien letzte Woche eine gemeinsame Mitteilung an die WTO, in der sie baten, seitens Brasilien die Anwendung von zusätzlichen Zöllen für Knoblauch einzufrieren.

Die Exportzahlen von Europa nach Brasilien machten in den letzten 3 Jahren 12% der gesamten EU-Exporte an Knoblauch aus, wobei die durchschnittliche Exportzahl mehr als 15 Millionen kg beträgt, die an dieses Land exportiert wurden. Zudem stellt es einen Markt von besonderem Interesse für europäischen Knoblauch dar, da die Exporte mit der neuen Erntesaison beginnen, womit das Angebot des neuen Produktes die innere europäische Nachfrage nicht befriedigt und somit die Preise der neuen Saison stabilisiert werden.

Offiziellen Daten von 2017 zufolge ist die europäische Knoblachproduktion vor allem in Spanien konzentriert, das mit 274.712 Tonnen fast 47% der Gesamtmenge in Europa ausmacht, gefolgt von Rumänien mit 55.513 Tonnen, Italien mit 29.983 Tonnen und Frankreich mit 21.335 Tonnen.

Quelle: FEPEX

Veröffentlichungsdatum: 21.05.2019

Schlagwörter

Zölle, Knoblauch, Brasilien, europäische Knoblauchexporte