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Kartoffeln - Verfügbarkeit der Lagerware bereitet Sorgen

25. Februar 2019

Aus der "Marktinformation Ostdeutschland 07. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock gehrt hervor, wie die Situation auf dem Markt von Kartoffeln in den einzelnen Bundesländern in der siebenten Woche des Jahres aussieht. 


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Mecklenburg - Vorpommern

Die Erzeugerpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Packer hierzulande berichten von sehr ruhigem, andere aber auch von gutem Absatz. Das dominierende Thema am Markt ist die Verfügbarkeit der Ware. Längst nicht alle Packer haben bis zum Ende der Saison ausreichend Speiseware zum Packen im Lager. So müssen immer wieder Krisengespräche geführt werden, teils wird über den Einkauf von Speisekartoffeln aus Frankreich nachgedacht. Die höheren Speisekartoffelpreise spiegeln sich auch im Preiseniveau für Werbeaktionen wider. Im Discounter werden für 10 kg inzwischen über 5 EUR verlangt. Die Schälkartoffelpreise halten das Vorwochenniveau.

Brandenburg

Diese Kartoffelsaison ist geprägt von der anhaltenden Suche nach ausreichend Speiseware in guter Qualität für die Verpackung und Schälung. Die Nachfrage der Handelsketten konnte in der vergangenen Woche knapp bedient werden. Werbeaktionen des Lebensmitteleinzelhandels werden längst nicht mehr von allen Lieferanten mitgetragen. Insgesamt wird der Absatz aber wie jedes Jahr zu dieser Zeit als ruhig bezeichnet. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben stabil auf dem Vorwochenniveau. Das Preisniveau für Schälkartoffeln verharrt ebenfalls auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen

Bei verhaltenem Absatz für Packware bleiben die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln zunächst stabil. Solange keine ausreichenden Importkartoffeln verfügbar sind, werden weitere Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen. Die Kartoffelvorräte sind in dieser Saison extrem knapp. Die Kartoffelverfügbarkeit ist das bestimmende Thema am Markt. Das betrifft Packer, Schäler und Verarbeiter gleichermaßen. Die erhöhten Preise für rohe Schälware wurden am Markt durchgesetzt. Die Preise für gedämpfte Ware werden in der kommenden Woche erhöht.

Sachsen - Anhalt

Während die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln diese Woche zum Teil wiederholt erhöht wurden, verharren die Erzeugerpreise für Speiseware noch auf dem Preisniveau der Vorwoche. Über weitere Preiserhöhungen wird am Markt spekuliert. Die Unsicherheit am Markt ist groß. Verarbeiter, Packer und Schäler suchen Kartoffeln. Die knappen Erntemengen prägen die Saison. Die Nachfrage ist gut, aber das Angebot wird weniger.

Thüringen

Nicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit, bleibt der Absatz von Packware im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern schwach. Das passt zu den knappen Kartoffelvorräten in hiesigen Lagerhallen. Die große Frage am Kartoffelmarkt ist, wie lange diese Vorräte diese Saison noch reichen werden und wann und in welchem Umfang Importe zur Verfügung stehen werden. Diese Woche bleiben die Erzeugerpreise für Speiseware noch unverändert auf dem Vorwochenniveau. Für die kommende Woche wurden teils Preiserhöhungen um 2 EUR/ dt angekündigt. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil.


Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 25.02.2019

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, 07. KW 2019, Verfügbarkeit, Lagerware, Sorgen