Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Kartoffeln: Preisniveau unverändert

07. März 2018

Hiesige Speiseware hält nach wie vor das seit Monaten unveränderte Preisniveau. Für März deuten sich allerdings positive Signale an in Brandenburg. In welcher Höhe sich Mehrkosten für die Lagerhaltung von Speisekartoffeln beim Handel umsetzen lassen, ist noch nicht umfassend geklärt. Insgesamt zeigt sich der Markt impulslos.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Qualität ist von heterogener Qualität geprägt. Druckstellen, aber auch Schwarzfleckigkeit ist bei einigen Sorten ein Thema. Die Zufuhr überregionaler Ware ist bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich gegenwärtig nicht möglich. Importierte Frühkartoffel werden erst im Ostergeschäft eine Rolle spielen. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 9. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg-Vorpommern
Neben der Vertragsware drängt nach wie vor viel freie und überregionale Speiseware auf den Markt. Die von den Abpackern genannten Erzeugerpreise für Speisekartoffeln haben sich zum Monatsende noch nicht geändert. Die Lagerräumung schreitet voran. Das Angebot an Kistenware nimmt allmählich zu und damit die Forderungen nach entsprechender Honorierung. Die Auslagerung und der Transport von Speise- als auch Pflanzkartoffeln sind derzeit infolge des Kälteeinbruchs nur eingeschränkt möglich. Der Handel wird dennoch kontinuierlich und bedarfsgerecht von den Packbetrieben versorgt. Die Qualität ist für die Jahreszeit entsprechend gut und es wird davon ausgegangen, dass noch lange deutsche Ware am Markt verfügbar bleibt. Die Schälkartoffelpreise notieren auf dem bisherigen Niveau.

Sachsen
Die ausreichende Versorgungslage mit guten Qualitäten aus der Flächenlagerung zieht unveränderte Erzeugerpreise nach sich. Der Markt leidet unter fehlenden Absatzimpulsen. Im Handel laufen Sonderaktionen, die den Absatz zeitweilig etwas beleben. Aktuell erschweren die frostigen Temperaturen die Logistik, Lieferengpässe gibt es keine. Die Forderungen für geschälte und gedämpfte Schälkartoffeln bleiben stabil. Der Absatz hat sich mit dem Ferienende wieder normalisiert.

Sachsen-Anhalt
Ein mehr als ausreichendes Angebot steht einer ruhigen Nachfrage gegenüber. Der Handel kauft Packware zu unveränderten Konditionen ein. Daher ändert sich auch in der aktuellen Woche an den Erzeugerpreisen nichts. Die Witterungsverhältnisse stellen wieder höhere Anforderungen an die Auslieferung und den Transport, damit die Ware ohne Frostschäden fristgerecht beim Empfänger eintreffen kann. Lagerhalter haben nach Ankündigung der Frostperiode entsprechende Vorkehrungen getroffen und halten die Läger geschlossen. Packbetriebe sind ausreichend bevorratet. Das Pflanzkartoffelgeschäft ist in dieser Woche angelaufen, die Preise liegen auf Vorjahresniveau. Anfragen im Export bleiben verhalten, auch hier kommt es zu witterungsbedingten Einschränkungen.

Thüringen
Entsprechend der Saison wird von ruhigen Geschäftsverläufen berichtet. Speisekartoffeln aus Flächenlagern erzielen unveränderte Preise. Teils kommen bereits Kartoffeln aus der Kühlung zu den gleichen Konditionen. Die Hoffnung auf moderate Zuschläge als Ausgleich für höhere Kosten setzt sich fort. Angebotsergänzend stehen zyprische und französische Herkünfte am Markt zur Verfügung. Insbesondere Top-Qualitäten aus Frankreich stehen schon in größerem Umfang mit preiswerteren Offerten im Wettbewerb mit deutscher Ware. Schälbetriebe verfügen über ein ausreichend großes Rohwarenangebot und nennen unveränderte Preise.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 07.03.2018

Schlagwörter

Marktinformation, Kartoffeln, Ostdeutschland, Preise