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Kartoffeln bleiben nicht ewig knapp

28. Februar 2019

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nur 8,7 Mio. t Kartoffeln geerntet. Das ist für den hiesigen Bedarf zu wenig. Der Markt ist seit geraumer Zeit nur knapp versorgt und bietet hohe Preise. Das wird noch lange, aber nicht ewig so bleiben.


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Die Bilanzierung der Verwendung der Kartoffelernte 2018 in Höhe von vorläufigen 8,7 Mio. t zeigt, wie knapp die Versorgung im aktuellen Wirtschaftsjahr ist und dass sich einiges gegenüber den Vorjahren ändern muss. Die Deckung der Gesamtnachfrage kann nur erfolgen, wenn sowohl mehr importiert, als auch deutlich weniger weggeworfen wird. Um letzteres hat sich die Branche in den Vormonaten bemüht. Jede Knolle wurde einer Verwertung zugeführt.

Ungewöhnliche Preisentwicklungen

Der Kartoffelmarkt startete sehr ungewöhnlich ins das aktuelle Jahr. Im Januar fällt die Nachfrage immer auf einen Tiefpunkt im Wirtschaftsjahresverlauf und verharrt dort eine Zeit lang. In diesem Jahr stiegen währenddessen plötzlich die Preise und das, obwohl Kartoffeln schon rekordverdächtig teuer waren.

Flotter Bestandsabbau

In Deutschland gibt es in dieser Saison wenige Überschussregionen, aber es gab eine viel früher einsetzende Nachfrage aus den Zuschussgebieten. Erstgenannte wurden im Herbst mit einem kräftigen Nachfragesog konfrontiert – nicht nur vom Frischmarkt: Verarbeiter von Belgien bis Westdeutschland kauften fast alles, was irgendwie tauglich war.

2018 hinterlässt tiefe Spuren

Auch wenn Versorgungslücken geschlossen werden, hinterlässt die Vorjahresernte ihre Spuren im kommenden Wirtschaftsjahr. Das fängt mit dem Pflanzgut an und hört mit hohen Preisvorgaben für importierte Frühkartoffeln noch längst nicht auf.
Die Ernte 2019 wird auf sehr knappem zertifizierten Pflanzgut fußen. Eine Ausweitung des Nachbaus ist wahrscheinlich, mit all seinen negativen Folgen für die Pflanzengesundheit, die Erträge und die Qualität.

Frühkartoffelimporte werden teuer sein, woran sich eine hochpreisige hiesige Frühkartoffelsaison anschließen dürfte. Wieder dürften Speisekartoffeln im Juli und Anfang August von Verarbeitern umworben werden, was aber auch eine Preisfrage sein wird.

Die Wasserversorgung ist nicht nur eine Frage der Niederschläge während der Vegetation, sondern auch der Vorräte im Boden. Die sind häufig bei weitem noch nicht wieder aufgefüllt.

Was ist in den nächsten Wochen wichtig?

Hoffnung auf steigende Preise kann schon mal zu Fehlspekulationen führen. Dazu kommt es aufgrund der Qualitäten im Lager 2019 wohl eher nicht. Der Markt muss kontinuierlich bedient werden und das wird er wohl auch.

Lesen Sie hier den ausführlichen Beitrag unter www.syngenta.de.
 

Quelle: Syngenta, Christoph Hambloch

Veröffentlichungsdatum: 28.02.2019

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Kartoffeln, knapp, Bedarf, Markt, Deutschland