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Kartoffelmarktinformation Ostdeutschland 28 KW 2019

16. Juli 2019

In dieser Woche werden voraussichtlich die letzten ausländischen Frühkartoffeln in diesem Jahr in heimische Handelsketten geliefert. Vereinzelt sind noch Restbestände aus Israel vorhanden. Das Frühkartoffelangebot aus Deutschland nimmt stetig zu. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 28. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Der Bedarf an packfähiger Speiseware wird vor allem aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, der Pfalz und dem Breisgau gedeckt.

In Thüringen, Sachsen steht ebenfalls schon heimische Packware zur Verfügung. Noch ist die Speiseware aus dem Berichtsgebiet häufig losschalig, vereinzelt ist infolge der Trockenheit auch ein hoher Anteil Erdklumpen in den Lieferpartien. Das verfügbare Angebot deckt angesichts der hohen Preise gut die Nachfrage, wer kann erntet. Die Bezugspreise für Packstationen liegen immer noch auf einem hohen Niveau, haben sich aber im Vergleich zur Vorwoche spürbar ermäßigt. Für Frühkartoffeln aus dem Raum Burgdorf (Niedersachsen) werden inzwischen 6 EUR/dt weniger als in der vergangenen Woche verlangt. Ab Station werden 61 EUR/dt für vorwiegend festkochende Speiseware genannt. Mehlig kochende und festkochende Knollen kosten 2 EUR/dt mehr. Für Speisekartoffeln aus der Pfalz, dem Breisgau und Sachsen-Anhalt werden in Abhängigkeit von der Entfernung vergleichbare Bezugspreise (franko) gezahlt. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern verläuft überwiegend auf ruhigem Niveau, teils beleben Werbeaktionen das Geschäft.

Spätestens Ende Juli wird das Angebot regionaler schalenfester Speiseware deutlich zunehmen. Je nach Wasserversorgung und Bodenart werden die Erträge sehr differenziert ausfallen. Auf Standorten ohne Beregnung erwarten insbesondere Landwirte im Raum Sachsen-Anhalt, südliches Mecklenburg – Vorpommern und Brandenburg infolge der enormen Trockenheit, das Wasserdefizit besteht bereits seit dem vergangenem Jahr, unterdurchschnittliche Erträge. Im Unterboden sind die Wasservorräte in den Wintermonaten nicht aufgefüllt worden. In Sachsen - Anhalt wurden aktuell vereinzelt Bewässerungsverbote erteilt. Erzeuger informieren ihre Vertragspartner über schlechte Ertragsprognosen. Landwirte berichten häufig nach Proberodungen über einen hohen Ansatz, aber noch sehr kleinen Knollen. Andernorts ist aber auch die Knollenanzahl bereits stark reduziert.

Die Preise für geschälte und gedämpfte Schälkartoffeln haben überwiegend das Niveau der Vorwoche gehalten. Noch wird zum Teil alterntige Lagerware geschält. Für neuerntige Schälware wurde das Preisniveau vereinzelt zurückgenommen. Durch die Schulferien ist der Umsatz an Schälkartoffeln und auch an Packware wie erwartet zurückgegangen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 16.07.2019

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Kartoffel, Marktinformation, Ostdeutschland