Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Italienische Kiwis dominierten

26. Mai 2017

Teurere französische und günstigere griechische rundeten das Sortiment ab. Erste neuseeländische Hayward trafen in sehr übersichtlichem Rahmen ein, sodass sie noch keine echte Konkurrenz zu den europäischen Abladungen waren. Diese sahen sich daher einem freundlichen Interesse ausgesetzt, was sich punktuell auch positiv auf die Bewertungen auswirkte.

Bildquelle: Shutterstock.com Kiwi
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Die Importe aus Übersee kosteten für die Kunden hingegen zu viel, weshalb sie nur auf einen eingeschränkten Zuspruch stießen. 
 

Grafik Kiwi BLE-Marktbericht KW 20 / 17

Äpfel
Die Bedeutung der Importe aus Übersee wuchs beträchtlich an: Dominiert wurde die Warenpalette von Royal Gala aus Neuseeland, Chile und Argentinien. Neuseeländische Cox Orange und chilenische Elstar komplettierten. Neu hinzu zum Sortiment kamen neuseeländische Jazz und Braeburn sowie chilenische Pink Lady. Mengeninduziert sanken die Kurse örtlich ab. Im Segment der alterntigen europäischen Ware verminderte sich die Verfügbarkeit zusehends. Deutschland herrschte hier mit Elstar, Jonagold und Boskoop vor; Italien schickte hauptsächlich Granny Smith und Golden Delicious. Wenige französische Chargen, unter anderem Pink Lady und Jazz, ergänzten. Die Qualität überzeugte meist, sodass sich ein steter Zugriff entwickelte. Die Bewertungen mussten die Händler nur sehr selten antasten. Punktuell waren sogar marginale Verteuerungen durchsetzbar.

Birnen
Südafrika, Argentinien und Chile prägten das Geschehen und stellten vorrangig Packham`s Triumph und Abate Fetel bereit. Chilenische und südafrikanische Forelle rundeten das vielfältige Angebot ab. Eine freundliche und kontinuierliche Nachfrage sicherte in der Regel stabile Notierungen. In Frankfurt vergünstigten sich indes einzelne Partien. Kleinfallende Packham`s Triumph verteuerten sich indes infolge verbesserten Unterbringungsmöglichkeiten. Im Bereich der europäischen Offerten nahm die Bereitstellung immer mehr ab. Abate Fetel aus Italien standen mancherorts nicht mehr zur Verfügung. Conference aus den Niederlanden und Belgien hatten kaum noch Bedeutung. Die Preise blieben bei einer geringen Beachtung häufig konstant.

Tafeltrauben
Thompson Seedless aus Indien und Chile dominierten vor südafrikanischen und chilenischen Crimson Seedless. Verschiedene weitere Varietäten aus letztgenannten Ländern komplettierten das Sortiment. Die Versorgung genügte, um den Bedarf mit Leichtigkeit zu decken. Das Interesse zeigte sich uneinheitlich: Während es in Frankfurt, Köln und Berlin eher schwach ausfiel, berichteten Hamburg und München von einem freundlichen Zuspruch. Kernlose und helle Früchte standen dabei im Mittelpunkt der Vermarktung. Die Notierungen verharrten oftmals auf bisherigem Niveau, nur örtlich sanken sie ein wenig abwärts.

Erdbeeren
Mittlerweile hatten von der Menge her die deutschen Produkte die Führung übernommen; ihre Präsenz dehnte sich sehr deutlich aus. Italienische Abladungen verminderten sich ebenso wie die spanischen. Belgische und griechische Chargen rundeten das Angebot ab. Niederländische Partien überzeugten hinsichtlich ihrer exklusiven Qualität, waren aber recht teuer und generierten daher nur begrenzten Zuspruch. Generell konnte die Nachfrage nicht mit der expandierten Verfügbarkeit Schritt halten. Demzufolge mussten die Händler ihre Aufrufe reduzieren, was sich meist bis zum Wochenende hinzog. Doch selbst mit den gewährten Vergünstigungen gelang eine Räumung des Marktes nicht immer, obwohl sich das Interesse infolge der höheren Temperaturen durchaus verbessert hatte. In Hamburg konnten spanische und italienische Früchte nur mit Schwierigkeiten untergebracht werden, was sich ziemlich negativ auf die Kurse auswirkte.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien herrschte augenscheinlich vor, Italien komplettierte örtlich mit sehr geringen Anlieferungen das angewachsene Angebot. Die Offerten überzeugten hinsichtlich ihres Geschmacks nicht immer; bei der Ausfärbung gab es seltener Anlass zu Kritik. Die Nachfrage zeigte sich aufgrund der fast schon sommerlichen Witterung von ihrer freundlichen Seite. Allerdings fiel die Bereitstellung zu umfangreich aus, sodass die Notierungen letztlich doch nach unten tendierten. Dies belebte das Geschäft aber nicht zusätzlich, sodass eine Räumung nicht immer gelang. Indes öffnete sich auch die Preisspanne in beide Richtungen: Die Kalibergröße spielte hier neben der Optik eine wichtige Rolle.

Zitronen
Spanien herrschte monopolartig vor und stellte immer mehr Verna bereit, während Primofiori kontinuierlich an Wichtigkeit verloren. Für gewöhnlich konnte der Bedarf gedeckt werden. Da sich die Verfügbarkeit jedoch begrenzt hatte, tendierten die Notierungen oftmals aufwärts. Offerten mit organoleptischen Mängeln mussten indes selbstredend mit Verbilligungen abgewickelt werden. 

Bananen
Das ruhige Interesse konnte in der Regel ohne Probleme gestillt werden. Lediglich in Berlin gelang dies nicht, weshalb die Notierungen der Zweit- und Drittmarken anstiegen. Andernorts verlief der Verkauf kontinuierlich, allerdings hatten sich die Unterbringungsmöglichkeiten infolge der gestiegenen Temperaturen eingeschränkt. In Köln verteuerten sich die Drittmarken ein wenig.

Blumenkohl
Die italienische und französische Saison biegt langsam auf die Zielgrade ein: Die Anlieferungen verminderten sich und 6er-Sortierungen waren mancherorts nicht mehr greifbar. Deutschland verdrängte Frankreich von der Spitze des Sortimentes; Italien folgte bereits mit einigem Abstand. Belgien, Spanien und die Niederlande ergänzten. Infolge des sommerlichen Wetters schränkte sich die Nachfrage merklich ein. Da parallel dazu die Versorgung anwuchs, waren fallende Kurse nicht zu vermeiden. Die Vergünstigungen erfolgten sukzessive bis zum Wochenende hin. Sogar die französischen Offerten wurden letztlich billiger, da die Händler nicht auf der Ware sitzenbleiben wollten.

Salat
Während sich die Präsenz von spanischem Eissalat augenscheinlich einschränkte, dehnte sich die von einheimischen und niederländischen Chargen merklich aus. In der Regel überzeugte die Qualität, allerdings mussten die Händler ihre Aufrufe infolge der verstärkten Verfügbarkeit deutlich senken. Auch die Bereitstellung von inländischem Kopfsalat wuchs an, weshalb die Notierungen trotz einer recht freundlichen Nachfrage häufig abwärts tendierten. Lediglich in Köln kletterten sie ein wenig aufwärts. Belgische Produkte passten sich dem allgemeinen Trend an. Bei Bunten Salaten konnte die Nachfrage problemlos befriedigt werden. Allerdings hatten sich die Unterbringungsmöglichkeiten leicht begrenzt, sodass die Bewertungen reduziert werden mussten, wenn man Bestände vermeiden wollte. Endivien stammten aus Belgien, Deutschland und Italien und vergünstigten sich ebenso angebotsbedingt. Belgischer Feldsalat verteuerte sich in Frankfurt auf bis zu 10,- € je kg, inländischer kostete 10,- bis 12,- € je 2-kg-Gebinde. In Köln verbilligten sich die Erzeugnisse aufgrund eines verminderten Interesses.

Gurken
Deutschland dominierte vor den Niederlanden und Belgien. Spanien trat nur noch in München in Erscheinung und kam über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus. Die Bereitstellung dehnte sich aus und überragte den Bedarf. Demzufolge sackten die Kurse in der Regel ab. Nur im Süden und Osten Deutschlands blieben die Forderungen konstant. In Frankfurt versuchte man anfangs, Verteuerungen durchzusetzen, was die Kunden dazu veranlasste, weniger zu kaufen. Ab Mittwoch senkten die Händler dann wieder die Preise, was die Umschlagsgeschwindigkeit erhöhte. Minigurken aus den Niederlanden, dem Inland und der Türkei generierten oftmals genügend Beachtung. Mengeninduziert schwächten sich die Notierungen ab. Bloß in Hamburg verharrten sie auf bisherigem Niveau, sofern die Güte der Produkte überzeugte.

Tomaten
Spanien hatte sich aus dem von den Niederlanden und Belgien dominierten Markt fast komplett verabschiedet. Einheimische Chargen rundeten das Sortiment insbesondere im Segment der Rispenofferten ab. In Frankfurt verzichtete man auf die Disposition von deutscher Ware, da die Eingangsforderungen zu hoch waren. Italien, Marokko und Frankreich ergänzten mit geringen Zufuhren das Geschäft. Insgesamt war ein steter Zuspruch zu beobachten, der sich witterungsbedingt punktuell verstärkt hatte. Infolge einer zu üppigen Versorgung bröckelten die Bewertungen meistens sukzessive ab. Dies belebte das Geschehen aber nicht durchgängig, sodass eine Räumung der Läger nicht immer gelang.

Gemüsepaprika
Niederländische Früchte prägten augenscheinlich das Geschehen. Ihre Qualität überzeugte durchaus, allerdings ließ das Interesse an ihnen punktuell zu wünschen übrig. Dennoch blieben die Notierungen oftmals konstant. In Hamburg kam es zu Vergünstigungen bei den gelben und roten Produkten; grüne verteuerten sich in der Hansestadt indes ein wenig. In Frankfurt wurde infolge gewährter Vergünstigungen der anschließende Absatz nachhaltig belebt. Die Bewertungen der ergänzenden türkischen Importe entwickelten sich unterschiedlich: In Berlin und Hamburg sanken sie mengeninduziert ab. In Frankfurt und Köln blieben sie hingegen unverändert. In München verbilligten sich rote und gelbe Produkte; die grünen kosteten so viel wie zuvor. Marokko und Spanien komplettierten das Geschäft mit geringen Zufuhren.

Zwiebeln
Im Bereich der Gemüsezwiebeln dominierte Spanien; Chile ergänzte, fehlte indes in Köln fast völlig. Im Sektor der Haushaltsware schränkte sich die Präsenz der deutschen Offerten kontinuierlich ein. Neuseeland herrschte hier vor, während Australien, Österreich und die Niederlande das Angebot abrundeten. Insgesamt spielte sich ein ruhiges Geschäft ab und die Bewertungen verharrten in der Regel auf ihrem bisherigen Niveau.


Weitere Informationen
Frankfurt
Bei Aprikosen mussten die Forderungen trotz einer freundlichen Nachfrage angebotsinduziert gesenkt werden. Die Türkei stellte Mogador in 4-kg-Steigen sowie Sekerpare in 19x300-g-Schalen bereit. Frankreich startete am Donnerstag mit Kaliber AAA in die Saison. Kirschen aus Spanien und Italien trafen überwiegend in 26 mm ein. Kleinfallende 24 mm waren kaum zu platzieren. Von den Kunden gesucht wurden 28 mm und 30 mm, für die sie ca. 8,- bis 10,- € je kg zahlten. Spanische Himbeeren waren in sehr umfangreichen Mengen vorhanden, zum Teil als Rückläufer aus dem LEH. Erste einheimische Früchte kosteten am Mittwoch 2,60 € je 125 g. Gut beachteten Rhabarber veräußerte man zu 0,80 bis 1,- € je kg. Kernlose Wassermelonen aus Spanien vergünstigten sich fast um die Hälfte. Auch Galiamelonen verbilligten sich auf 5,50 bis 8,- € je Karton. Die Kurse von Zucchini und Auberginen bröckelten ab. Erster deutsche Fenchel und Radicchio war ab Mittwoch am Markt, am Donnerstag folgten Bundmöhren. Als Besonderheit wurden italienische gelbe Stangenbohnen zu 16,- € je 6-kg-Steige umgeschlagen. Die Bewertungen für serbische Pfifferlinge sanken um etwa 35 %.
Hamburg
Bei Kirschen bestimmte Spanien das Geschehen: Offerten ab Größe 26mm + generierten am meisten Zuspruch. Bei Produkten mit geringerem Durchmesser, fehlender Rötung und Aroma schwächten sich die Notierungen ab. Das Interesse an überschaubaren exklusiven italienischen Bigarreau war recht rege. Grapefruits aus Südafrika, Star Ruby, eröffneten zu 21,50 € je 15 kg die Saison. Ab der 21. KW wird mit der Ankunft französischer Aprikosen gerechnet. Trotz warmer Witterung mussten die Verkäufer die Aufrufe für Melonen herabsetzen. Einheimische Erbsen schlug man zu 4,- € je kg um. Zum Auftakt veranschlagten serbische Pfifferlinge je nach optischen Eindruck zwischen 20,- und 24,50 € je kg.
Köln
Das Geschäft mit Steinobst blieb hinter den Erwartungen zurück. Standweise waren einige Qualitätsunterschiede sichtbar, vor allem bei Kirschen. Zur Wochenmitte beschleunigte sich mit steigenden Temperaturen die Abwicklung von Melonen, ehe sie sich ab Freitag, nicht zuletzt witterungsbedingt, wieder verlangsamte. Dasselbe war bei Rhabarber zu beobachten. Lauch wurde kaum nachgefragt. Ganz aus dem Sortiment verschwunden ist bereits einheimischer Bärlauch.
München
Neben spanischen und italienischen Aprikosen gab es zu Wochenbeginn auch erste französische. Süßkirschen wurden am Platz immer präsenter; Italien und Spanien schickten schon einige Mengen ins Rennen. Bei Grapefruits gesellten sich zur Ware aus den Mittelmeerländern erste südafrikanische Chargen. Erste inländische Frühheidelbeeren und Himbeeren aus geschütztem Anbau waren zum Wochenausklang erhältlich. Aus Frankreich traf erster Lauch aus neuer Ernte ein. Die Anfangspreise lagen über den Kursen der belgischen und inländischen Konkurrenz. Die Saison für ägyptische Buschbohnen lief aus; italienische Partien komplettierten das Angebot. Pfifferlinge aus Serbien vergünstigten sich.
Berlin
Im Wochenerlauf kamen erste italienische Kirschen, Bigarreau, an. Sie ergänzten das spanische Sortiment. Das Interesse war noch recht schwach, sodass die Forderungen immer weiter nach unten korrigiert wurden. Das Absatzgeschehen konnte so jedoch nicht angeregt werden. Aprikosen waren im Wochenverlauf aus Spanien, Italien und in kleinen Mengen aus Frankreich verfügbar. Da die Früchte geschmacklich noch nicht überzeugen konnten, sanken die Notierungen sukzessive ab.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 20 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 26.05.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin