Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Italien prägte mit zahlreichen Traubensorten das Geschehen

12. September 2019

Hauptsächlich gab es Michele Palieri, Victoria und Italia. Red Globe nahmen eine wichtigere Rolle ein. Erste Regal Seedless tauchten in Frankfurt und Hamburg auf. Türkische Sultana und Crimson Seedless wurden von den Kunden gerne gekauft, vor allem zum Wochenende hin. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW 36 / 19" hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
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Griechenland intensivierte die Abladungen mit Thompson Seedless, die in Frankfurt maximal 21,- € je 5-kg-Karton kosteten. Außerdem konnte auf französische Alphonse Lavallée und Muscat de Hambourg sowie auf spanische Crimson Seedless und Red Globe zugegriffen werden. Die Unterbringung verlief in der Regel recht freundlich. Allerdings sorgten die ausgedehnten Zuströme vielfach für Vergünstigungen. In Köln verteuerten sich indes griechische Thompson Seedless.

Äpfel
Deutschland dominierte augenscheinlich das Geschehen: Elstar, Delbarestivale, Boskoop und Jonagold bildeten die Basis des Angebotes. Royal Gala und Holsteiner Cox gewannen, Gravensteiner und James Grieve verloren an Wichtigkeit. Erste Cox Orange tauchten in Berlin auf. Aus Italien stammten hauptsächlich Royal Gala; Granny Smith ergänzten. Frankreich schickte vorrangig Granny Smith, diese in vielen verschiedenen Durchmessern, sowie Golden Delicious. Die niederländischen, belgischen, spanischen und polnischen Artikel belegten bloß einen hinteren Platz im Sortiment. Wegen ausgeweiteter Zufuhren konnten die Bewertungen ihr bisheriges Niveau nur selten bestätigen. Vergünstigungen beschleunigten punktuell die Abwicklung. Auch die Produkte aus Übersee verbilligten sich: Konditionelle Probleme waren vermehrt erkennbar und die Kunden interessierten sich eher für die europäischen Zuströme. Mit reduzierten Forderungen forcierten die Händler den Umschlag, um die Bestände zu minimieren und so dem Abschluss des Verkaufszeitraumes näher zu kommen.

Birnen
Italien stellte überwiegend Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ bereit. Die Präsenz von Carmen begrenzte sich. Die Türkei sendete speziell Santa Maria. Einheimische Williams Christ und Clapps Liebling wurden mittlerweile von Gute Luise flankiert. Frankreich beteiligte sich mit Dr. Jules Guyot sowie Williams Christ. Die Bedeutung spanischer Limonera verminderte sich kontinuierlich. Niederländische und belgische Offerten komplettierten die weit aufgefächerte Warenpalette. Die Qualität konnte dabei in den meisten Fällen überzeugen. Die Nachfrage wurde häufig gedeckt, sodass sich die Preise oft nicht veränderten. Lediglich in Berlin waren große Kaliber knapp, sodass sie sich merklich verteuerten. Dies betraf insbesondere die italienischen Anlieferungen.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien dominierten den Handel. Frankreich ergänzte, die Türkei und Griechenland komplettierten die Geschäfte. Die Verfügbarkeit schränkte sich augenscheinlich ein. Dennoch wurde der Bedarf ohne Schwierigkeiten befriedigt. Die Güte ließ nur selten Wünsche offen. Trotzdem tendierten die Notierungen oftmals abwärts, da das Interesse mit der Bereitstellung nicht Schritt halten konnte. Am Freitag beschleunigte sich punktuell der Umschlag, was die Preise aber nicht positiv beeinflusste.

Zitronen
Die Wichtigkeit von Südafrika wuchs an, die von Spanien begrenzte sich. Abgerundet wurde das Geschehen durch Uruguay, Chile und Argentinien. Infolge dar kühleren Witterung verbesserte sich die Abwicklung. Dies wirkte sich jedoch nicht wesentlich auf die Bewertungen aus. Die Qualität der spanischen Artikel überzeugte nicht durchgängig. In Köln verbilligten sich die argentinischen Importe, die inzwischen vermehrt in 18-kg-Kartons angeboten wurden. 

Blumenkohl
Deutschland dominierte vor Belgien. Wenige niederländische und polnische Anlieferungen ergänzten das Geschehen. Der Bedarf konnte ohne Anstrengungen gedeckt werden. Die Qualität überzeugte häufig. Ausgedehnte Zuströme verhinderten jedoch Verteuerungen. In Frankfurt intensivierte sich der Verkauf wegen gewährter Vergünstigungen.

Gurken
Niederländische, belgische und einheimische Anlieferungen bildeten das Sortiment. Die Versorgung reduzierte sich zwar, genügte jedoch, um die Nachfrage zu befriedigen. Der Bedarf hatte sich eingeschränkt. Vergünstigungen waren auf fast allen Märkten zu beobachten. Diese beschleunigten die Unterbringung aber nicht automatisch. In Frankfurt wurden Artikel mit 250/300 g angeboten und zu maximal 6,- € auch gekauft. Generell standen relativ leichte Erzeugnisse in einer großen Menge bereit. Minigurken aus Deutschland und den Niederlanden verbilligten sich ebenso etwas.

Tomaten
Belgische und niederländische Abladungen prägten die Produktpalette. Die Türkei gewann merklich an Einfluss und beteiligte sich vorrangig mit Rispenware. Auch Italien schickte erste Rispenofferten. Deutschland und Polen spielten eher eine kleine Rolle. Spanien trat nur örtlich auf. Obwohl sich die Verfügbarkeit verminderte, fiel sie für das schwache Interesse immer noch zu umfangreich aus. Also mussten die Vertreiber ihre Aufrufe senken, um Schwung in den Handel zu bekommen. Die Vergünstigungen hatten aber nicht überall einen nachhaltigen Effekt, sodass die Vermarktung meistens weiterhin recht träge vonstattenging.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten zusammen mit Polen die Szenerie. Die Türkei und Spanien ergänzten sie. Deutschland rundete die Geschäfte ab. Wenige belgische und ungarische Anlieferungen komplettierten das Angebot. Die hohen Bewertungen der 35. KW bröckelten auf einigen Märkten im Wochenverlauf ab. Zum einen geschah dies, da sich die niederländischen Zuströme intensivierten und zum anderen, da sich die Präsenz der günstigeren polnischen Partien ausdehnte. Vor allem die Notierungen der gelben und roten Kultivare sackten ab. In Hamburg hoben die Verkäufer ihre Forderungen auf bis zu 27,- € je 5-kg-Karton an, was die Unterbringung fast stagnieren ließ. 


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Frankfurt
Entgrünte Satsumas, Iwasaky aus Spanien in Größe 4 und in 7-kg-Abpackungen, waren farblich zu hell und viel zu klein. Spanische Orangen, Midknight, verdrängten zunehmend südafrikanische Salustiana. Peruanische Heidelbeeren in 12x125-g-Schälchen gesellten sich zu den einheimischen Früchten. Rote Johannisbeeren aus den Niederlanden waren mit 1,80 bis 2,- € je 125 g teuer. Der Notierungen von türkischen Feigen stürzten durch eine zu umfangreiche Verfügbarkeit regelrecht ab. Die spanischen Gemüsezwiebeln Grano konnten sich preislich leicht verfestigten. Bei deutscher Haushaltsware mussten die Händler ihre Forderungen senken. In einem verdichten Maße abgeladene Auberginen und Zucchini generierten eine freundliche Beachtung. Französische und türkische Muskatkürbisse konnten neue Kundenkreise erobern. Der Absatzmöglichkeiten von inländischen Hokkaidokürbissen blieben begrenzt.

Hamburg
Mit dem kühleren und feuchteren Wetter stieg das Interesse an Orangen aus Übersee an und die Offerten mit intensiv orange ausgefärbter Schale verteuerten sich. Um den Mengendruck abzumildern, kamen türkische Feigen am Montag nicht ohne Vergünstigungen aus. Wegen zu üppiger Anlieferungen verbilligten sich Süßkartoffeln aus den USA um 1,- € je 25 kg.

Köln
Recht zufriedenstellend gestaltete sich die Geschäfte mit türkischen Feigen. Der Bedarf an Erdbeeren schwächte sich ab. Wassermelonen wurden in einem überschaubaren Maße gekauft. Erste kleinere Partien an niederländischem Rosenkohl generierten wenig Beachtung. Etwas freundlicher dagegen verlief die Vermarktung von Kürbissen. Kräuter schlug man in einem steten Rahmen um. Kaum gehandelt, weil viel zu teuer, wurden Steinpilze.

München
Selbst markante Vergünstigungen führten bei süddeutschen und belgischen Erdbeeren nicht zur Räumung des spärlichen Angebotes. Bei Himbeeren und Kulturheidelbeeren aus Süddeutschland und Polen nahmen sowohl die Versorgung als auch das Interesse ab. Marokkanische und südafrikanische Orangen verdrängten qualitativ schlechter gewordene spanische Produkte. Grapefruits aus Südafrika fanden mit dem Einsetzen des herbstlichen Wetters begrenzteren Zuspruch. Buschbohnen und Stangenbohnen blieben ausreichend verfügbar; nur Stangenbohnen verbilligten sich. Die Notierungen von Kohlrabi und Brokkoli sanken etwas ab. Die Bewertungen von Lauch, Rettichen und Radieschen gaben leicht nach. Steinpilze wurden aus Tschechien, Rumänien und Bayern angeliefert. Pfifferlinge kamen aus Weißrussland, Rumänien und der Ukraine.

Berlin
Orangen waren nur eingeschränkt vorhanden: Die Güte der nordafrikanischen Chargen zeigte sich uneinheitlich. Insgesamt zogen die Bewertungen dennoch an. Die diesjährige Kampagne einheimischer Erdbeeren bog auf ihre Zielgerade ein. Die Notierungen für die rege nachgefragten Früchte lagen bei 1,30 und 1,60 € je 500-g-Schale. Die potenziellen Nachfolger aus Polen standen schon parat, überzeugten optisch ebenfalls und waren günstiger als die inländische Konkurrenz.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 36 / 19
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 12.09.2019

Schlagwörter

Trauben, Sorten, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin