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Italien: Coldiretti warnt vor bedeutenden Ertragsverlusten von bis zu 30%

28. Mai 2018

Die führende italienische Landwirtschaftsvereinigung Coldiretti sagte, die Kirsch-, Pfirsich- und Nektarinenerträge des Landes wurden durch den andauernden anormalen Regen schlimm geschädigt. Der Regen im Mai unterbrach die Ertragszyklen, verhinderte die Aussaat, verzögerte die Reifung und zerstörte die Erträge.

Bildquelle: Shutterstock.com Schaden Regen
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Das ergibt sich aus der Übersicht von Coldiretti über die Auswirkungen des verrückten Klimas, das seit Anfang des Jahres Schäden von über 400 Millionen EUR verursachte. Die letzte Woge schlechten Wetters mit Regen, Gewitterstürmen und Hagel, welche die Halbinsel traf, verursachte bedeutende Wasserstauungen auf dem Land, wo unter anderem Schäden an Gemüse und Blattgemüse verursacht wurden, betonte Coldiretti.

Zu den Obstbäumen, die besonders leiden, gehören nicht nur Kirschen, die bei dem Regen platzen, sondern auch Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen, so Coldiretti. Das Klima hat zu dem Verlust jeder vierten Frucht geführt, wobei auch Fröste und Hagel Erträge vernichteten. Da die Felder unzugänglich sind, fehlen auch noch 30% der Tomatensetzlinge im Norden, wo zudem die Ernte von Wassermelonen und Melonen verspätet ist.

In Italien rechnet Coldiretti mit einer Abnahme des Pfirsichertrages von über 20% im Süden und 15% im Norden und einer um 10 bis 30% kleineren Kirschproduktion als letztes Jahr, aber mit größeren Größen und besserer Qualität. Coldiretti bestätigt die Verfügbarkeit von Pflaumen, während es auch rund 20% weniger Aprikosen in den Plantagen in Emilia-Romagna, Kampanien, Basilikata, Apulien, Sizilien, Piemont und Kalabrien geben wird. Bienen werden ebenso sehnlichst erwartet, weil diese bei Regen und Kälte nicht fliegen, und das Ergebnis ist wiederum eine Halbierung der Honigproduktion, sagte Coldiretti abschließend.

Quelle: Coldiretti

Veröffentlichungsdatum: 28.05.2018

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Coldiretti, Ertragsverlusten