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Italien: Apfelproduktion und Marktsituation für die Saison 2018/19

07. Februar 2019

Assomela, die Italienische Vereinigung der Apfelerzeuger, analysierte die finalen Produktionsdaten und den Markttrend für den ersten Teil der Saison. Wie berichtet, war der Ertrag zum Abschluss der Produktion Anfang Dezember etwas höher, als im August erwartet wurde (2.264.081 gegenüber 2.199.526 Tonnen).

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Foto © ASSOMELA - Associazione Italiana Produttori di mele

Allerdings endete die Menge an verfügbaren Äpfeln für den Frischmarkt bei 1.954.736 Tonnen, also weniger als der Durchschnitt der Vorjahre, hieß es. „Somit kehren wir zu einer normalen Produktion für Italien zurück, nachdem es letztes Jahr eine anormale gab, wo der für die Weiterverarbeitung bestimmte Anteil bei rund 14% lag (anstatt der normalen 10-12%), weil einige Gebiete von starken Hagelstürmen oder den Auswirkungen der Trockenheit betroffen waren“, berichtete Assomela.

Von dem regionalen Betrachtungspunkt aus hatte Südtirol eine kleinere Produktion als durchschnittlich, während der Ertrag für Trentino besonders bedeutend war. Die Produktion von Piemont nimmt deutlich zu, wo die Apfelplantagen in den letzten Jahren die Kiwi- und Steinobstpflanzungen ersetzten.

Von den Sorten aus betrachtet, gibt es einen Rückgang oder Stabilität bei den traditionellen Sorten (Golden und Fuji) und eine deutliche Zunahme bei neuen Sorten, die 150.000 Tonnen erreichen.

Allgemein ist die Qualität der Früchte bezüglich Geschmack, Größe und Farbe sehr gut.

Die europäische Produktion – Polen ausgenommen, für das es sehr schwierig ist, sichere Daten zu bekommen – sollte sich auf knapp über 13 Millionen Tonnen belaufen. Die finalen Daten werden von der WAPA (World Apple and Pear Association) im Februar zusammen mit den Vorhersagedaten für die Länder der Südhemisphäre mitgeteilt.

Die Bestände

Am 1. Januar 2019 beliefen sich die Apfelbestände in Italien auf 1.328.850 Tonnen in Übereinstimmung mit dem Durchschnitt der Vorjahre, wobei es eine normale Entleerung gibt, womit sich die Verkäufe seit dem Start der Saison auf insgesamt 625.886 Tonnen belaufen. Dieses Jahr gibt es auch einen guten Trend bei den neusten Sorten, während es die eher traditionellen Sorten schwerer haben, die üblichen Marktanteile zu erhalten.

Trends und Aussichten

Seit Beginn der Saison hat die Ankündigung einer der höchsten Produktionen stets die Preise beeinflusst, wobei polnische Äpfel zu ausgesprochen konkurrenzfähigen Preisen in dem europäischen Markt waren. Die Verkäufe verliefen ziemlich regelmäßig, aber die Preise waren durch ein hohes Angebot nicht nur in Italien, sondern auch im Ausland beeinträchtigt, wo der Wettbewerb anderer europäischer Erzeuger zu spüren war.

In Italien, das eine Qualitätsproduktion und ein breites Angebot an Sorten aufweisen kann, wären mindestens zwei Handlungen angemessen: den Kauf von Produkten nationaler Herkunft zu favorisieren und mit größerer Überzeugung die Öffnung neuer Märkte zu verhandeln, insbesondere mit einem mehr überzeugten Vorgehen seitens der ministerialen Stellen, was die Apfelerzeuger sowie andere nun seit Jahren ungehört vortragen.

Seit der Schließung des russischen Marktes wurden keine neuen Märkte für italienische Äpfel geöffnet und die nordafrikanischen Märkte, die in den Jahren maßgeblich wurden, bieten aus verschiedenen Gründen schwierige Bedingungen, die ein Erreichen der Mengen von früher verhindern. Obwohl die Unternehmen hart daran gearbeitet haben, neue Absatzmärkte zu schaffen, wie Vietnam, Taiwan und Thailand, ist alles noch nicht abgesegnet und es gibt keine besonderen Bemühungen seitens der zuständigen Regierungsstellen.

Der Sektor ist noch recht zuversichtlich, sowohl bezüglich eines besseren nationalen Produktionsbildes im Vergleich zu anderen Ländern als auch wegen einer zufriedenstellenderen Qualität der italienischen Produkte, die zusammen mit der Professionalität der Erzeugerorganisationen helfen wird, den kommenden Monaten zu begegnen.

Quelle: ASSOMELA - Associazione Italiana Produttori di mele

Veröffentlichungsdatum: 07.02.2019

Schlagwörter

Italien, Apfel, Produktion, Marktsituation