Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

In München trafen erste kleine Mengen Pfirsichen und Aprikosen aus Südafrika ein

14. November 2019

Bei Kopfsalat nahm die Präsenz des Inlands stark ab. Daneben gab es belgische und italienische Partien, welche auf einigen Märkten jedoch komplett fehlten. Die einheimische Saison nähert sich langsam ihrem Abschluss und die Qualität ließ manchmal Wünsche offen.

Bildquelle: Shutterstock.com Salat
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Dank der verknappten Versorgung hoben die Verkäufer ihre Forderungen an, zum Teil auch recht kräftig. So mussten in Frankfurt beispielsweise bis zu 22,- € je 12er-Steige bezahlt werden. Die belgischen Produkte waren einstandsbedingt sehr teuer, sodass die Vertreiber punktuell auf eine Disposition verzichteten. In München etablierte sich bei den belgischen Chargen eine weite Preisspanne, hervorgerufen durch uneinheitliche Kaliber. Eissalat stammte in überwiegendem Maße aus Spanien. Die deutschen Zuflüsse verminderten sich merklich. Türkische Abladungen sollten die Lücke füllen, organoleptische Mängel verhinderten in Frankfurt aber eine reibungslose Abwicklung. In München stießen die Zuströme aus der Türkei auf einen freundlichen Zuspruch. Generell wurden die Bewertungen mitunter massiv heraufgesetzt, was der Nachfrage indes in der Regel keinen Abbruch tat. Bunte Salate aus Deutschland überzeugten hinsichtlich ihrer Güte. Erste französische sowie italienische Anlieferungen rundeten mit spärlichen Mengen die Szenerie ab. Die Notierungen veränderten sich nicht wesentlich. Die Bereitstellung einheimischer Endivien begrenzte sich, Die Bedeutung der italienischen und belgischen Angebote wuchs daher an. Inländischer Feldsalat verteuerte sich in Hamburg.

Äpfel
Deutschland prägte das Geschehen: Vorrangig flossen Elstar, Boskoop und Braeburn zu. Neu zur Warenpalette hinzu stießen Idared, die in Frankfurt auftauchten. Die Präsenz von Pinova und Kanzi wuchs an, die von Holsteiner Cox und Cox Orange schränkte sich ein. Aus Italien kamen speziell Royal Gala und Granny Smith. Mit der nahenden Adventszeit verstärkte sich die Bedeutung roter und kleinfallender Red Delicious, die oftmals zu Dekorationszwecken genutzt werden. Frankreich schickte meist Clubsorten wie Honeycrunch und Jazz. Erste Pink Kiss trafen in Frankfurt ein und kosteten 13,- bis 13,50 € je 6,5-kg-Karton. Französische Pink Lady traten ab Donnerstag in spärlichen Mengen auf. Insgesamt genügte die massive Bereitstellung, um die Nachfrage, die sich zuweilen begrenzt hatte, zu befriedigen. Die Notierungen verharrten häufig auf dem bisherigen Niveau. Ab und an mussten die Vertreiber ihre Aufrufe aber auch senken, um den Absatz nicht zu entschleunigen.

Birnen
Die Märkte waren hinreichend versorgt. Italienische Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria herrschten vor. Einheimische Conference und Alexander Lucas sowie niederländische Gute Luise und Conference hatten ergänzenden Charakter. Belgische Durondeau gab es einzig in Berlin, wo sie ein wenig an Relevanz verloren. Dafür intensivierte sich in der Hauptstadt die Wichtigkeit von Doyenné du Comice aus Frankreich. Generell konnte die Qualität der Partien durchaus überzeugen. Das Interesse richtete sich auf italienische Abate Fetel aus, die ziemlich beliebt waren. Die Verkäufer zogen daraus ihre Schlüsse und hoben kurzerhand an manchen Plätzen ihre Aufrufe an, was die Abwicklung aber nicht bremste. In München wurden auch italienische Red Bartlett und Santa Maria flott aufgenommen, was sich jedoch nicht auf ihre Bewertungen auswirkte.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Clementinen herrschten vor. Sie stammten im überwiegenden Rahmen aus Spanien. Wegen des regnerischen Wetters intensivierte sich der zwar Zugriff, das war aber dank der immens ausgeweiteten Abladungen kein Problem. Die Preise von Clemenules, Oronules und Clemenpons verharrten meist auf ihrem bisherigen Level. In Berlin verteuerten sich knappe Artikel mit großen Durchmessern. Bei den Satsumas vergrößerte sich die Rolle der Türkei. Spanien und Italien hatten eher ergänzenden Charakter. Anders war es bei den Mandarinen, wo die spanischen Partien von sehr wenigen südafrikanischen flankiert wurden. In diesen beiden Geschäftssegmenten tat sich nicht besonders viel. Generell konnte das Interesse gestillt werden. Demzufolge veränderten sich die Bewertungen nicht grundsätzlich.

Zitronen
Spanien dominierte vor der Türkei das Geschehen. Einige spärliche Anlieferungen aus Südafrika, Zypern und Italien tauchten nur punktuell auf. Die Versorgung reichte aus, um den Kundenzuspruch zu befriedigen. Die Notierungen entwickelten sich derweil uneinheitlich: In München und Berlin blieben sie häufig stabil. In Frankfurt und Hamburg mussten die Vertreiber ihre Aufrufe verringern, da sich die Unterbringung zu schleppend gestaltete. In Köln kam es indes zu leichten Verteuerungen bei den spanischen Offerten. Türkische Meyer-Zitronen gingen teilweise in einem ungenügenden Umfang zu.

Bananen
Die Geschäfte verliefen generell in ruhigen Bahnen. Gleichwohl hatte sich nach den Feiertagen und nach dem Ferienende der Bedarf ein wenig verdichtet. Verschiedentlich konnten die Händler daraufhin ihre Forderungen im gesamten Sortiment etwas anheben, manchmal auch nur bei den Erst- und Drittmarken. Lokal verzögerte sich der Nachfrageschub um ein paar Tage, sodass man dort von Verteuerungen zunächst noch Abstand nahm. Für gewöhnlich passten die Zufuhren aus den Reifereien aber hinlänglich zu den unaufgeregten Verkaufsmöglichkeiten. In der Folge brauchten die Bewertungen keineswegs verändert zu werden. Örtlich initiierten die vermehrt über die Niederlande zufließenden günstigen Partien von Drittmarken eine relativ flotte Räumung. Die übrigen Erzeugnisse hatten dabei zwar das Nachsehen, doch ihre Notierungen verharrten dessen ungeachtet auf einem konstanten Level.

Gurken
Spanische und griechische Artikel bildeten das Fundament des Sortimentes. Die einheimische Kampagne erreichte ihr Ende, die niederländische und belgische befand sich kurz davor. Die eingeschränkten Zugänge trafen auf ein eher ruhiges Interesse, welche sich augenscheinlich verkleinerte. Die spanischen unfolierten Früchte hatten Schwierigkeiten mit ihrer Qualität, sodass die Kunden nur zögerlich zugriffen. Eingeschweißte Offerten wiederum eilte wegen der Plastikproblematik ein schlechter Ruf voraus. Die Notierungen tendierten aufgrund der abgeschwächten Verfügbarkeit dennoch aufwärts. Speziell in München stiegen die Bewertungen an. Auch Minigurken verteuerten sich. Sie kamen aus den Niederlanden, der Türkei, Spanien und Deutschland.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien herrschten vor. Marokko stellte hauptsächlich Runde Tomaten, Spanien zusätzlich Rispenware bereit. Mit italienischen, polnischen und einheimischen Abladungen wurde das Angebot komplettiert. Die Geschäfte verliefen uneinheitlich: Meist konnte die Nachfrage gedeckt werden. In Frankfurt waren Runde Produkte aus Belgien und Spanien nur in einem begrenzten Rahmen vorhanden, sodass die marokkanischen Importe in den Blickpunkt rückten. In Hamburg vergünstigten sich Fleischtomaten und Kirschtomaten infolge eines zu geringen Zuspruchs. In München verteuerten sich die niederländischen und belgischen Chargen, da ihre Saison vor ihrem Abschluss steht. Verschiedentlich ließen die spanischen Artikel hinsichtlich ihrer Kondition zu wünschen übrig. In Berlin tauchten am Freitag erste Runde Tomaten von den Kanaren auf, die zu 6,50 € je 6-kgAufmachung verkauft wurden. In der Hauptstadt kostete Rispenware aus den Niederlanden und Spanien bis zu 7,50 € je 5-kg-Abpackung.


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Frankfurt
Erste südafrikanische Plumcot, eine Kreuzung zwischen Pflaume und Aprikose, trafen zur Wochenmitte in 2,5-kg-Kartons ein. Die Kampagne von türkischen Feigen neigte sich ihrem Ende entgegen, für stabile Offerten kletterten die Preise auf bis zu 9,- € je 16er/18er-Karton. Limetten mit gewünschter dunkelgrüner Ausfärbung waren knapp und mit 16,50 € je 48 Stück sehr teuer. Die Präsenz von spanischen Orangen, Navelina, dehnte sich stark aus. Die süßeren und saftigeren südafrikanischen Früchte blieben aber favorisiert. Das Interesse an Haselnüssen, Maronen und Walnüssen war steigerungsfähig. Die Verfügbarkeit von deutschem Spitzkohl schränkte sich ein, so disponierte man wieder spanische und niederländische Partien. Wintergemüse wie Grünkohl, Pastinaken, Rosenkohl und Steckrüben wurden freundlich beachtet, nur beim Lauch befriedigte der Absatz nicht.

Hamburg
Die Saison von südafrikanischen Litschis in Sortierung XXL begann zu 18,- € je 2-kg-Karton. Erste Pitahayas aus Israel in ansprechender Qualität kosteten 24,50 € je 4-kg-Verpackung mit 8 bis 10 Stück. Spanische Orangen, Navelina, waren weiterhin zu hell ausgefärbt. Die Kunden vermuteten einen zu geringen Zucker- und Saftgehalt und griffen daher lieber auf Spätapfelsinen aus Südafrika zu. Erster Kohlrabi aus Italien schlug man zu 0,40 € je Stück um.

Köln
Orangen aus Südafrika und Spanien wurden freundlich aufgenommen. Die Forderungen lagen meist auf dem Niveau der 44. KW, größere Früchte verteuerten sich oftmals sogar. Wegen der am 11.11. beginnenden 5. Jahreszeit begrenzten sich zum Wochenende hin die Absätze. Erdbeeren waren recht hochpreisig. Und wie immer um diese Jahreszeit verschieben sich beim Gemüse die Herkunftsländer. Vorrangig aus Italien kamen inzwischen Kohlrabi und Spinat sowie Fenchel und Staudensellerie. Bei den Kräutern ergänzten krause Petersilie und Dill aus Italien das Angebot. Rosenkohl aus dem Inland, den Niederlanden und Belgien wurde infolge des herbstlichen Wetters etwas besser beachtet.

München
Aus Südafrika trafen erste kleine Mengen an Pfirsichen und Aprikosen ein. Beim alterntigen europäischen Steinobst waren nur italienische Pflaumen, Angelino, von Bedeutung. Südamerikanische Limetten verteuerten sich aufgrund zu spärlicher Abladungen. Mittlerweile wurden spanische Offerten abgewickelt, die schon einen leichten Reifeumschlag ins Gelbe verzeichneten. Quitten aus dem Inland, der Türkei und Frankreich waren genügend am Platz vertreten. Die Notierungen von knappen belgischen Erdbeeren stiegen drastisch, was die Geschäfte fast zum Erliegen brachte. Die italienische Gemüsesaison befand sich in den Startlöchern und erste Chargen mit Lollo Rossa, Lollo Bionda, Radieschen, Rettichen und Brokkoli komplettierten das etablierte, häufig aber noch übersichtliche Sortiment an Radicchio, Fenchel, Spinat, Mangold, Buschbohnen und Kohlrabi. Zudem tauchten erste Schwarzwurzeln und schwarze Winterrettiche aus dem Inland auf.

Berlin
Kiwis aus Neuseeland verloren etwas an Relevanz, denn die Konkurrenz aus Italien und Griechenland gewann peu á peu Marktanteile. Allerdings waren die Importe aus Übersee gefragt und daher verteuerten sie sich. Orangen aus Südafrika und Spanien profitierten vom herbstlichen Wetter und standen einem angewachsenen Interesse gegenüber. Midknight und Valencia Late aus Südafrika und Argentinien sowie erste Navelina aus Spanien deckten den Bedarf. Peruanischer weißer Spargel kam als Rückläufer aus dem organisierten LEH und konnte zu 1,- € je 500-g-Bund äußerst schnell verkauft werden. Die Kampagne von Steinpilzen aus Osteuropa ist eigentlich beendet, jedoch waren diese weiterhin gesucht. Die preisliche Schmerzgrenze der Kunden lag bei 20,- € je kg.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 45 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 14.11.2019

Schlagwörter

Pfirsichen, Aprikosen, Südafrika, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin