Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

In Frankfurt tauchten rotfleischige Redlove Äpfel aus den Niederlanden auf

21. November 2019

Das Angebot hatte sich nicht wesentlich verändert. Deutschland dominierte kontinuierlich mit Elstar, Jonagold und Boskoop das Geschehen. Die Präsenz von Rubinette und Royal Gala schränkte sich punktuell ein, weswegen ihre Notierungen anstiegen. Italien schickte hauptsächlich recht begehrte Red Delicious sowie Royal Gala und Granny Smith.


Bildquelle: Shutterstock.com

Erste Pink Lady aus Italien kosteten in Berlin maximal 2,50 € je kg. In Köln verlief deren Umschlag sehr schleppend.  Aus Frankreich abgeladene Clubsorten wie Jazz und Pink Lady wurden in einem steten Umfang abgewickelt.  In Frankfurt tauchten rotfleischige Redlove aus den Niederlanden auf.

Polnische Golden Delicious verbuchten ausschließlich in Berlin einen spärlichen Marktanteil. Die Zuströme und das Interesse harmonierten hinreichend miteinander. Sofern die Güte keine Wünsche offenließ, konnten die Verkäufer ihre vorwöchentlichen Forderungen bestätigen. Nur sehr selten sanken die Bewertungen durch eine zu schwache Beachtung. In München werden erste Partien aus CA-Lagerung schon in der 47. KW erwartet.

Birnen
Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ bildeten die Basis der Produktpalette. Von den angelieferten Mengen her folgten Santa Maria aus der Türkei. Gute Luise aus den Niederlanden sowie Alexander Lucas und Conference aus dem Inland hatten summa summarum eine fast gleichrangige Bedeutung. Belgische Conference ergänzten. In Frankfurt traten zudem spanische Abate Fetel auf, die in der Größe 80/85 mm flott geräumt wurden. Einheimische Williams Christ hatten sich ab Dienstag aus dem Handel verabschiedet. Generell waren eher ruhige Geschäfte zu verzeichnen. Lokal konnten die Preise durch begrenzte Zuflüsse etwas angehoben werden. Ab und an verbesserte sich die Unterbringung vereinzelter Varietäten, was sich aber nicht grundsätzlich auf deren Bewertungen auswirkte. In Berlin trafen Novemberbirnen aus Deutschland ein, die 1,30 € je kg kosteten.

Tafeltrauben
Mit dem verstärkten Eintreffen der Importe aus Übersee kam Bewegung in das Angebot. Peru intensivierte die Bereitstellung von Crimson Seedless und schickte erste Thompson Seedless. Aus Brasilien stammten ebenso diese beiden Sorten. In Frankfurt tauchten Sheegene 20 aus Ecuador auf. Die europäische Kampagne war zwar noch im vollen Gange, örtlich schränkten sich aber die Abladungen bezüglich des Umfangs schon ein. So verminderte sich die Präsenz der griechischen Thompson Seedless und Crimson Seedless; tageweise fehlten sie in München komplett. Italienische Italia, Crimson Seedless und Red Globe verteuerten sich insgesamt ein wenig. Spanien und Frankreich hatten nur eine sehr spärliche Relevanz. Die türkischen Sultana verloren hier und da an Wichtigkeit. Der Bedarf konnte stets befriedigt werden. Besonders vor dem Wochenende griffen die Kunden gerne zu. Die Notierungen tendierten manchmal aufwärts, was an den geringeren europäischen Zuströmen lag. In Köln hatten die höheren Bewertungen aber Einfluss auf den Umschlag, der sich daraufhin nämlich merklich verlangsamte.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten vor. Türkische Enterdonato gewannen an Wichtigkeit. Südafrika und Zypern komplettierten. Italienische ungespritzte Verdello-Zitronen aus der dritten Blüte der Bäume gab es in Frankfurt zu 1,80 bis 2,- € je kg. Die türkischen Chargen waren zwar auf allen Märkten vertreten, eine wirkliche Konkurrenz zu den spanischen Importen konnten sie aber nur in Berlin und in München sein. In der Hauptstadt kamen am Montag sehr üppige Anlieferungen aus der Türkei an, die zu maximal 1,10 € je kg abgewickelt werden mussten. In der Folge vergünstigten sich auch die spanischen Partien. In München waren Artikel aus Spanien in Kleingebinden beliebt; diese konnten ebenso wie die türkischen und südafrikanischen Produkte flott umgeschlagen werden. Hamburg berichtete bei den spanischen Abladungen von leichten Verteuerungen, Köln hingegen beim ganzen Angebot von Verbilligungen.

Bananen
Der Warenzufluss aus den Reifereien fiel nicht besonders drängend aus. Die bereitgestellten Mengen korrelierten somit in der Regel genügend mit der vorwiegend ruhigen, gelegentlich auch etwas schwachen Nachfrage. Die Händler konnten daher ihre Forderungen meistens auf einem konstanten Niveau fixieren. Örtlich ließen sich sogar für das gesamte Sortiment marginale Verteuerungen etablieren. Manchmal bewegten sich infolge des witterungs- und schulbetriebsbedingt verdichteten Bedarfs bloß die Bewertungen der Zweit- und Drittmarken ein wenig nach oben. Lokal hatten sich die Notierungen der Drittmarken zwar in der 45. KW erhöht, aber das war nur von kurzer Dauer gewesen, denn schon zu Beginn der 46. KW sanken sie wieder ab. Wie gewohnt lockten die Drittmarken mit niedrigen Preisen, doch punktuell vermochten sie mit ihrer Qualität nicht zu überzeugen, sodass man sich verstärkt der Zweitmarke zuwandte.

Blumenkohl
Die Präsenz der dominierenden einheimischen Chargen hatte sich eingeschränkt, die der ergänzenden italienischen, belgischen und französischen Mitstreiter hingegen ausgeweitet. Das Interesse konnte also ohne Schwierigkeiten hinlänglich gestillt werden. Bei attraktiver Qualität vermochten die Vertreiber ihre Aufrufe manchmal anzuheben. Verschiedentlich ergaben sich je nach Kopfgewicht und Ausfärbung bei den einheimischen Offerten eine große Preisspanne. In Köln reichten selbst spärliche Zugänge aus, um die Kundenwünsche zu befriedigen.

Salat
Bei Kopfsalat hatten die belgischen und italienischen Abladungen die einheimischen von der Menge her überholt. Die Notierungen sanken infolge des intensivierten Angebotes. In Hamburg verlor die einheimische Ware an Akzeptanz, da ihre Durchmesser zu gering waren. Hier wurden vor allem die belgischen Produkte freundlich nachgefragt. Die Bewertungen bröckelten wegen der ausgedehnten Verfügbarkeit in der Regel ab. Bei Eissalat endete die mitteleuropäische Kampagne, denn die Anlieferungen aus den Niederlanden und dem Inland schränkten sich merklich ein. Spanien prägte das Geschehen. Durch eine angewachsene Bereitstellung brachen die Forderungen der Vertreiber ein. Dies tat dem Abverkauf gut, denn er beschleunigte sich zum Wochenende hin. In München versiegten die türkischen Zuströme wieder. Bei den Bunten Salaten verminderte sich die Präsenz deutscher Erzeugnisse, die zudem unter Qualitätsmängeln litten. Italienische und französische Artikel füllten die Lücke; sie waren jedoch merklich teurer als die einheimischen Pendants. Die Preise von Endivien aus Belgien und Italien stiegen einstandsbedingt. Ihre Abwicklung stockte daher punktuell. Feldsalat aus Deutschland und Belgien vergünstige sich in Hamburg; in Frankfurt verbesserte sich derweil dessen Unterbringung.

Gurken
Die spanischen Importe von Schlangengurken beherrschten augenscheinlich das Geschäft. Griechische Zufuhren waren in München wichtig; in Berlin hatten sie bloß marginalen Umfang. Die Niederlande und Belgien ergänzten vorwiegend mit kleineren Kalibern. Der Markt war ausreichend versorgt, das Interesse zumeist ruhig. Die Mitteleuropäischen Offerten notierten für gewöhnlich relativ stabil, verbilligten sich nur selten. Die Bewertungen der spanischen Zuflüsse neigten in der Mehrzahl zur Schwäche. Die Bestrebungen, den Zugriff mittels Vergünstigungen aktiv zu verstärken, liefen jedoch oftmals ins Leere. Es überraschte kaum, dass gerade die folierten Aufmachungen inzwischen immer weniger Beachtung generierten. Punktuell wurde daraufhin direkt vor Ort die Plastikumhüllung kurzerhand entfernt, in der Hoffnung dadurch die Abnahme zu forcieren. Das Sortiment an Minigurken war insgesamt gesehen zwar noch breit gefächert, auf den einzelnen Märkten aber eher überschaubar. Die Preise verharrten gemeinhin auf einem unveränderlichen Level, rissen lediglich sporadisch mal nach oben aus. Statt der teuren Chargen aus den Niederlanden oder Deutschland fokussierten sich die Kunden lieber auf die Alternativen aus Spanien, der Türkei oder Griechenland.

Gemüsepaprika
Die spanischen Importe beherrschten offensichtlich den Absatz. Die niederländischen Zuflüsse hatten enorm an Relevanz verloren. Zudem trafen sie immer öfter mit zu kleinem Kaliber oder mit Konditionsproblemen ein. Daher wurden sie schon ab 5,- € je 5-kg-Karton abgegeben. Der Zustrom aus der Türkei verstärkte sich, beschränkte sich aber auf die grünen und roten Kultivare. Belgische Partien blieben mit dem Stand der Saison übereinstimmend eine Randerscheinung. Die Notierungen verharrten gemeinhin auf einem relativ starren Level; ihre verschiedentlich ansehnliche Bandbreite basierte auf den divergierenden Aufmachungsarten. Teils waren überdies die Preise direkt am Montag spürbar und dauerhaft nach oben katapultiert worden, teils zogen sie im Verlauf der Woche sukzessive und dann final am Freitag sogar markant an. Aufgrund dieser Entwicklung prognostizierte man an den entsprechenden Plätzen für die 47. KW massive Verteuerungen. Neu aufgetauchte spitze rote Varietäten aus Marokko waren meist dem LEH vorbehalten.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei Erdbeeren hatte ein erheblicher Preissprung auf bis zu 5,- € je 500 g kaum Auswirkungen auf den Abverkauf. Für die wohldosierten südafrikanischen Steinfrüchte mussten die Vertreiber ihre Forderungen zum Beschleunigen des Umschlags senken. Große Volumina an Granatäpfeln und Kakis wurden sehr flott geräumt. Da sich die Wareneingänge aus der einheimischen Erzeugung verminderten, stellte nun Italien mit Bundmöhren, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Rettichen und Spinat passende Alternativen bereit. Spanien ergänzte das Angebot an Brokkoli, Minze, Petersilie und Staudensellerie. Für die 47. KW wird mengenbedingt mit deutlichen Verteuerungen bei spanischen Auberginen, Artischocken und Zucchini zu rechnen sein. Erste Bundmöhren aus Spanien werden erwartet.

Hamburg
In Zuge der immensen Versorgung gaben die Notierungen von Kakis aus Spanien nach. Zu gering beachtete Blaubeeren aus Simbabwe vergünstigen sich leicht. Weil Melonen aus Brasilien in einem zu üppigen Maß angeliefert wurden, mussten die Vertreiber ihre Aufrufe senken. Feigen aus Peru starteten zu 13,50 € je 2-kg-Steige mit 15 bis 18 Stück in die Saison. Erster Spitzkohl aus Portugal traf ein. Der harte Wettbewerb führte bei Lauch aus dem Inland, Belgien und den Niederlanden zu Verbilligungen.

Köln
Obwohl ein reichliches Sortiment zufloss, hielt sich die Bestandsbildung von Kakis in Grenzen, da die Aufnahme recht flott verlief. Auch kleinere Partien an Nektarinen aus Südafrika fanden ihre Käufer. Französische Kiwis ergänzten in einem überschaubaren Rahmen die Warenpalette. Insbesondere am Freitag waren Maronen beliebt, und mit den ersten Weihnachtsmärkten in der 47. KW wird die Nachfrage mit Sicherheit noch steigen.

München
Das belgische Angebot an Erdbeeren begrenzte sich temperaturbedingt: Es wurde trotz hoher Forderungen rasch geräumt. Mexikanische Limetten und brasilianische Frischfeigen blieben aufgrund der nur knapp bedarfsgerechten Anlieferungen teuer. Südafrikanische Pfirsiche, Nektarinen und Nectacot generierten kaum Beachtung. Üppige Mengen an spanischen Kakis ließen sich nicht komplett unterbringen. Durch das schlechte Wetter in Italien wird für die 47. KW mit einer eingeschränkten Qualität bei Blattsalaten, Blattgemüse und Frischkräutern gerechnet. Außerdem erwartet man verminderte Abladungen. Es ist zudem unklar, welcher dieser beiden Parameter sich stärker auf die Preise auswirken wird.

Berlin
Rosenkohl aus den Niederlanden wurde, der Witterung sei Dank, zu 1,20 bis 1,60 € je kg gerne gekauft. Das vermehrte Auftreten von Rotkohl aus Deutschland kündigte die Vorweihnachtszeit an und in unverarbeitetem Zustand ging dieser zu ca. 0,40 € je kg meist an weiterverarbeitende Unternehmen. Im Gegensatz dazu überraschte die lebhafte Nachfrage nach Spargel. Weiße 500-g-Bünde aus Peru kamen als Rückläufer aus dem organisierten LEH und wurden je nach Güte zu 0,50 bis 1,- € schnellstens umgeschlagen.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 46 / 19
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 21.11.2019

Schlagwörter

Frankfurt, rotfleischig, Redlove, Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin