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In Frankfurt tauchten erste einheimische Glockenäpfel auf

14. Dezember 2017

Das breitgestreute Apfelangebot wurde von inländischen Elstar, Jonagold und Braeburn angeführt. Die Präsenz von Rubinette und Pinova begrenzte sich. Aus Italien stammten vorrangig Braeburn und Granny Smith und nachgeordnet Kanzi und Gala.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Frankreich schickte hauptsächlich Granny Smith und Pink Lady. Niederländische Boskoop und belgische Jonagold ergänzten das Geschehen. Immer mehr Chargen kamen aus CA-Lagerung. Rotbackige Produkte waren in der Nikolauswoche von besonderer Bedeutung. In der Regel wurde die Verfügbarkeit an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten. Hier und da etablierten sich Verteuerungen, vor allem in München konnte man dies beobachten. In Hamburg generierten polnische Royal Gala nur Zuspruch, weil sie mit 0,95 € je kg verhältnismäßig günstig waren.

Birnen
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt gewohnt herrschte kontinuierlich Italien vor: Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ dominierten dabei, Boscs Flaschenbirne komplettierte die Vermarktung, an der sich deutsche Alexander Lucas und Gute Luise sowie niederländische Conference ebenfalls beteiligten. Türkische Santa Maria waren mancherorts schon zu weit gereift, was ihre Abwicklung hemmte. Generell verlief der Umschlag recht langsam; andere Obstsorten standen eher auf den Einkaufszetteln der Kunden. Der Bedarf wurde problemlos gedeckt. Die Bewertungen blieben oftmals auf dem bisherigen Niveau, die der italienischen Offerten zogen in Köln an. In Frankfurt waren einheimische Alexander Lucas und Xenia mit 1,75 bis 1,90 € je kg ein wenig zu hochpreisig, was den Handel etwas bremste.

Tafeltrauben
Die Importe aus Übersee dehnten sich aus und übernahmen mehr und mehr die Kontrolle über das Geschehen. Neben brasilianischen und peruanischen Abladungen trafen welche aus Südafrika und Namibia ein. Die europäischen Chargen schränkten sich unterdessen augenscheinlich ein. Italia und Crimson Seedless aus Italien sowie Thompson Seedless aus Griechenland verloren an Wichtigkeit und auch französische Alphonse Lavallée und spanische Crimson Seedless begrenzten sich. Die Präsenz von türkischen Sultana verminderte sich ebenso. Die Qualität überzeugte meist, jedoch verhinderte das regnerische und kalte Wetter einen besseren Absatz. Der Fokus verlagerte sich mittlerweile klar auf die Partien der südlichen Hemisphäre. Auswirkungen auf die Notierungen hatte dies aber in der Regel nicht; diese veränderten sich selten, bloß hier und da kam es zu sehr leichten Verschiebungen.

Kiwis
Italienische Produkte dominierten vor teuren französischen und günstigen griechischen. Neuseeländische Früchte gab es nur noch auf manchen Plätzen. Die Versorgung genügte, um den unaufgeregten Bedarf zu befriedigen. Die Kurse entwickelten sich unterschiedlich: Während sie in Frankfurt und München aufwärts kletterten, sanken sie in Köln ab. In Hamburg verharrten die Bewertungen auf bisherigem Niveau, sofern die Güte keine Wünsche offenließ.

Orangen
Mit dem Auftauchen erster Tarocco wurde das Sortiment der Blutorangen erweitert: Sie gesellten sich zu Moro, deren Präsenz sich ausdehnte und die inzwischen auf mehreren Märkten verfügbar waren. Die Pigmentierung überzeugte jedoch nicht durchgängig, weshalb der Umschlag eher schleppend verlief. Im Sektor der Blondorangen prägten spanische Navelina mit großen Abstand das Geschehen. Italienische und griechische Navelina komplettierten die Warenpalette ebenso wie türkische Washington Navel. Die südafrikanische Saison befindet sich auf der Zielgeraden. Die niedrigen Temperaturen und der Nikolaustag verbesserten die Unterbringungsmöglichkeiten. Die Händler konnten die Forderungen der Vorwoche in der Regel bestätigen.

Bananen
Die Unterbringungsmöglichkeiten schränkten sich ein, da im Winter eher Zitrusfrüchte auf den Einkaufszetteln der Kunden stehen. Die Bereitstellung wurde vermindert und damit dem verringerten Bedarf angepasst. Demzufolge kam es hinsichtlich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen. Lediglich in München senkten die Vertreiber ihre Aufrufe, um dem Geschäft Impulse zu verleihen.

Blumenkohl
Die Märkte wurden hauptsächlich mit französischen und italienischen Offerten beliefert. Örtlich ergänzten niederländische und griechische Produkte. Aus Albanien stammten sporadisch auftauchende 6er-Abpackungen. Inländische Ware gab es bloß noch vereinzelt. Generell befriedigte die Abnahme. Sie dehnte sich verschiedentlich sogar aus. Daher bewegten sich die Kurse überwiegend nach oben. Da die französischen Artikel recht teuer waren, bremste dies oftmals deren Absatz. Die Interessenten favorisierten somit zusehends die italienische Konkurrenz.

Salat
Eissalat floss alleinig aus Spanien zu. Neben 10er- trafen auch 12er-Aufmachungen ein. Die Verfügbarkeit hatte sich eingeschränkt. Die Notierungen zogen merklich, manchmal darüber hinaus sprunghaft an. Der Handel mit Kopfsalat basierte im Wesentlichen auf den belgischen Zugängen; hinzu kamen die italienischen. Die Niederlande und Deutschland hatten kaum Bedeutung. Je nach Erscheinungsbild und Gewicht klaffte die Spanne der Preise immer weiter auseinander. Infolge der unaufgeregten Nachfrage tendierten diese dabei nach unten. Das Sortiment an Bunten Salaten bestand aus französischen und italienischen Abladungen, inländische waren nur äußerst selten zu finden. Teils wurden die Bewertungen durch regenbedingte Ernteausfälle in die Höhe getrieben, teils sackten sie wegen einer zu langsamen Räumung ab. Gelegentlich verharrten sie auf ihrem bisherigen Niveau. Obwohl Feldsalat fortlaufend nicht genügend Beachtung generierte, stiegen die Forderungen hier und da an. Endivien initiierten einen freundlicheren Zuspruch. Selbst die französischen 8er-Steigen zu 13,- bis 15,- € konnten flott untergebracht werden.

Gurken
Der Absatz von Schlangengurken beruhte hauptsächlich auf den monopolartig vorherrschenden Importen aus Spanien. Griechenland spielte einzig in München eine Rolle. Niederländische Zufuhren tauchten in Köln auf. Das Interesse war eher als gemäßigt zu bezeichnen. Daher mussten die Verkäufer ihre Aufrufe am Montag oftmals reduzieren. Im Anschluss daran ließen sich vielfach sukzessive Verteuerungen etablieren. Das galt insbesondere für die spanischen Erzeugnisse, deren Kurse lediglich ab und an wie die der griechischen Anlieferungen stabil blieben. Bei Minigurken komplettierten die weniger relevanten Partien aus den Niederlanden und Spanien die dominierenden Mengen aus der Türkei. Die Preise, unter denen sie abgegeben wurden, zeigten unter häufigen Schwankungen ortsweise sehr unterschiedliche Bewegungen. Ägypten startete in die Kampagne mit respektablen 14,- € je 4-kg-Karton. Erste italienische Sendungen kosteten 7,50 € je 4 kg.

Gemüsepaprika
Die Anlieferungen trafen hauptsächlich aus Spanien ein. Zudem gingen türkische Partien zu. Griechische Zufuhren waren lediglich in München zu finden. Rudimentär beteiligten sich Marokko und Belgien an dem Absatz. Die anziehenden Einstände wirkten sich auf die Kurse aus, diese strebten dazu kongruent nach oben. Das gelang mit Leichtigkeit bei Früchten mit optimalen organoleptischen Eigenschaften. Manchmal schwankten die Preise sehr volatil von äußerst günstig bis zu überteuert, um am Ende gemeinsam weiter aufwärts zu preschen. Das bremste hier und da die Nachfrage. Überhänge konnten dadurch nicht immer vermieden werden. Die Aufrufe der Verkäufer korrelierten meistens in enger Verbindung mit der Verfügbarkeit der einzelnen Farbgruppen. Bei den spanischen Importen waren somit die roten Sorten am billigsten, bei den türkischen die grünen Kultivare.

Zwiebeln
Das Geschehen ist schnell erzählt: Gemüsezwiebeln stammten ausschließlich aus Spanien, im Sektor der Haushaltsware dominierte Deutschland. Chargen aus den Niederlanden und Österreich ergänzten. Die Märkte berichteten unisono von einem kontinuierlichen Handel, bei dem der Bedarf ohne Probleme befriedigt werden konnte. Die Bewertungen veränderten sich dabei praktisch nicht.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Der Preise von Erdbeeren schwankten recht stark. Tageweise wurden deutsche und belgische Produkte zu 1,20 € je 500-g-Schale veräußert. Umfangreiche Partien aus Ägypten vermarktete man ab 0,80 € je 250 g. Von südafrikanischem Steinobst dehnte sich die Kursspanne aus: Pfirsiche zu 13,- bis 20,- € je 2,5 kg und Aprikosen zu 25,- bis 40,- € je 5-kg-Karton. Chilenische Süßkirschen in 28 mm wurden zu 10,- € je kg und in 32 mm zu ambitionierten 25,- € je kg umgeschlagen. Das Interesse an Zucchini und Auberginen war freundlich; mit anziehenden Bewertungen wird für die 50. KW gerechnet. Der Verkauf von Wintergemüse wie Grünkohl, Rosenkohl und Pastinaken steigerte sich sukzessive. Schwarzkohl und Gemüseartischocke trafen aus Italien ein. In der Vorweihnachtszeit verbessert sich traditionell die Nachfrage nach Trüffel: Für weiße Alba-Trüffel mussten bis zu 4.500,- € und für Perigord-Trüffel zwischen 850,- und 880,- € hingelegt werden. Billiger waren chinesische Importe zu 350,- bis 400,- € je kg. Auch Butter, Aufstrich und Öl mit Trüffeln sowie Trüffelchips begeisterten viele Kunden.
Hamburg
Erste Erdbeeren aus Marokko kosteten 1,30 € je 250-g-Schale. Artischocken aus Ägypten in 12erAufmachung wurden zu 8,- € je 3-kg-Steige abgewickelt und erhöhten den Abgabedruck auf die spanischen Chargen. Auberginen und Rosenkohl aus Belgien wussten hinsichtlich ihrer Qualität zu gefallen; man musste 9,- € bzw. 6,50 € je 5-kg-Packstück zahlen.
Köln
Kaum handelbar waren ansprechende, jedoch nur noch in kleinsten Partien offerierte Erdbeeren aus den Niederlanden. Am Freitag flossen einige Kartons mit Kirschen aus Argentinien zu; bei Forderungen von etwa 17,- € je kg zeigte sich die Aufnahme aber sehr begrenzt. Die Saison von inländischem Brokkoli ist quasi vorbei, die Präsenz von spanischen Zufuhren dehnte sich dafür aus und vereinzelt wurden auch ein paar Kisten aus Griechenland umgeschlagen. Neu am Platz, wie alle Jahre um diese Zeit, war erster Spitzkohl aus portugiesischem Anbau.
München
Das Angebot an Erdbeeren wuchs an, die Abwicklung verlief dessen ungeachtet zu schleppend, weshalb es zu erheblichen Vergünstigungen kam. Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen und Süßkirschen aus Übersee trafen auf eine schwache Nachfrage. Die Preise für brasilianische Limetten bewegten sich nach dem Hoch der vergangenen Wochen nach unten. Die Notierungen von italienischen Artischocken bröckelten ab; spanische Offerten ergänzten das Sortiment. Auberginen und Zucchini standen nicht mehr so reichlich parat und verteuerten sich daher. Neben inländischem wurde italienischer Spitzkohl veräußert. Spanischer Kohlrabi gesellte sich zum italienischen.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 49 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 14.12.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin