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Heißer Sommer schmälert Erträge bei Kopfkohl

29. Oktober 2018

Nachdem die Witterung zuletzt auf Herbst umgeschlagen ist, rücken Herbst- und Wintergemüse stärker in den Fokus der Verbraucher. Davon können auch Weiß- und Rotkohl profitieren. Doch kann die Nachfrage in diesem Jahr ausreichend gedeckt werden? 

Bildquelle: Shutterstock.com Kohl
Bildquelle: Shutterstock.com

Der trockene Hitzesommer setzte wie vielen anderen Gemüsekulturen auch dem Kopfkohl zu, wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) berichtet. Nach dem regenreichen Sommer mit hohen Erträgen im vergangenen Jahr war die Wachstumsperiode in diesem Jahr genau vom Gegenteil geprägt. In allen Regionen Deutschlands fehlen Niederschlagsmengen, was sich besonders bei den späten Anbausätzen bemerkbar macht. So sind die Erzeuger vom Regen in die Traufe gekommen. Nach bisherigen Schätzungen wird von Ertragseinbußen zwischen 10 und 15 % gegenüber einer durchschnittlichen Ernte ausgegangen. Im Vergleich zum ertragsreichen Vorjahr wird von einem Defizit von 25 % gesprochen. Selbst das Verschieben des Erntetermins in die zweite Oktoberhälfte brachte nicht den gewünschten Effekt, da die erhofften Niederschläge ausblieben. Aktuell läuft die Ernte in vielen Anbaugebieten. Die Kopfgewichte fallen aber deutlich kleiner aus als sonst. Daher kann auch die Sauerkonservenindustrie nicht auf die geplanten Mengen aus den regionalen Produktionen zurückgreifen. In einigen Betrieben herrscht bereits Kurzarbeit.

Die knappe Angebotslage spiegelt sich im Preisniveau wider. Nicht nur die Erzeugerpreise liegen deutlich über dem Vorjahresniveau, auch auf der Endhandelsstufe zeigen sich Effekte. Aktuell bezahlen die Verbraucher für Weißkohl 44 % mehr als im Vorjahr.

Anrainer haben weniger Kopfkohl

Über die Grenzen Deutschlands hinaus verhält es sich ähnlich. Viele Gebiete in Europa sind von der Hitze und Trockenheit betroffen. In Polen wie auch in den Niederlanden werden die Erträge für Weißkohl, ähnlich wie in Deutschland, um 25 % niedriger als im Vorjahr eingeschätzt. Der Exportmarkt scheint damit offener zu sein als in den Vorjahren zu sein.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 00.00.2018)

Veröffentlichungsdatum: 29.10.2018

Schlagwörter

Heißer Sommer, Erträge, Kopfkohl